Marilyn Monroe †

Norma Jean Mortensen

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Biographie

Marilyn Monroe © 20th Century Fox

Geboren am
Gestorben am:
1.6.1926
05.08.1962
in Los Angeles, Kalifornien, USA
Los Angeles, Kalifornien, USA
Autor Thomas Ays

„Ich will mehr als alles andere ein großer Star werden. Das ist etwas Kostbares.“ Phänomen, Legende, Mythos – Marilyn Monroe.
Es gibt nicht viele, die diesen Namen nicht kennen. Diese Frau verkörpert bis heute das „ewig Weibliche“, wie es Lee Strasberg, Marilyns Schauspiel-Lehrer, beschrieb, als er an ihrem Grab folgende Worte sprach: "Marilyn Monroe war eine Legende. Schon zu Lebzeiten schuf sie den Mythos vom armen Mädchen, das sich aus einer entbehrungsreichen Jugend hoch kämpfte, es zu etwas brachte."

„Ich frage mich oft: ‚Auf was zum Teufel bist Du stolz, Marylin Monroe?’ Und ich antworte: ‚Auf alles, alles!“
Unter bürgerlichem Namen Norma Jean Mortensen geboren, erwachte schon früh der Traum in ihr, Hollywood zu erobern und Schauspielerin zu werden. Die damalige Traumfabrik war nur zur Zeit des Niemands, der Marilyn zu der Zeit noch war, eine ganz andere. Hier sprachen Studios Machtwörter und kleine, natürlich unbekannte, Schauspieler beugten sich ohne auch nur den leisesten Widerspruch. Das war auch im Fall Marilyn Monroe so. 20th Century Fox war es 1946, das Norma Jean Baker in Marilyn Monroe umtaufen lies (Sie selbst wollte eigentlich Jean Monroe heißen, doch das Studio war strikt dagegen) Also wurden die Haare bis zum Gehtnichtmehr gebleicht, und so wurde aus der bereits einmal geschiedenen 20järhigen Norma Jean Baker, die kurz zuvor ihren ersten Selbstmordversuch erfolglos hinter sich gebracht hatte, Marilyn Monroe.

„Ich bin an Geld nicht interessiert, ich will nur wundervoll sein.“
Aus dem ersten Film, den sie bei Fox drehte, wurde sie fast komplett herausgeschnitten. Zwei Jahre später war es das Studio Columbia, das Marilyn ihre erste Hauptrolle einbrachte, in dem B-Film „Ich tanze in dein Herz“. Doch es half nichts: Sie verlor den Vertrag wieder. Sie ging zurück zu 20th Century Fox und diesmal klappte der Versuch, endlich aus dem Newcomer einen Star zu machen. Durch Publicity klug aufgebaut, konnte sie nach 1950, nach einigen Nebenrollen, in den Filmen „Niagara“ und „Blondinen bevorzugt“ vollends punkten und wurde zu DEM Sexsymbol, das sie bis heute ist.
1954 heiratete sie den legendären Baseball-Star Joe DiMaggio, die Ehe hielt gerade einmal 9 Monate. Schön wäre es, könnten wir hier von einer großen, weiteren Karriere berichten, doch „unglücklicherweise“ war Marilyn nicht das naive, dumme Blondchen, das das Publikum so gerne sah. Sie wollte als Schauspielerin anerkannt werden, nicht als Sexsymbol. Sie spielte noch in dem massiv beworbenen Kassenschlager „Das verflixte 7. Jahr“, doch dann kehrte sie Hollywood den Rücken, ging nach New York, gründete ihre eigene Produktionsfirma, „Marilyn Monroe Productions“, und nahm in dem berühmten „Lee Strasberg Actors Studio“ Schauspielunterricht. Von nun an, kündigte sie an, spiele sie nur noch anspruchsvolle Rollen.

„Eine Karriere zu haben ist wundervoll, sie hält Dich nur nicht nachts warm.“
1956, nach „Bus Stop“, einem Kompromiss zwischen altem Image und neuer Herausforderung, heiratete sie den berühmten Theaterautor Arthur Miller. Doch das neue Leben schlug ihr hart ins Gesicht: Marilyn brach fast unter dem Druck zusammen, dem sie durch Öffentlichkeit und arrogante Studiobosse ausgesetzt war. Sie entwickelte sich zu einem notorischen „Zu-Spät-Kommer“, nahm Tabletten und traute, außer Paula Strasberg, Lee Strasbergs Ehefrau, keinem Menschen mehr über den Weg. 1957 produzierte sie „Der Prinz und die Tänzerin“, der weder bei Publikum, noch bei den Kritikern besonders gut aufgenommen wurde. Nach langem Zögern spielte sie 1959 in „Manche mögens heiss“ wieder eine dieser Rollen, die sie abgrundtief hasste: Die einer typischen Blondine. Der Frust, dass der Film boomte und sie noch höher in der Gunst der Zuschauer stieg, war extrem hoch.

„Hunde haben mich nie gebissen – nur Menschen.“
Nach „Nicht gesellschaftsfähig“, der mehrmals wegen der schlechten Verfassung Monroes unterbrochen werden musste, wurde sie von 20th Century Fox für „Something's Got To Give“ engagiert. Doch diesen Job verlor sie wegen Unzuverlässigkeit wieder. Das bedeutete das Ende ihrer Karriere. Einen Monat später, am 5. August 1962, Marilyn war 36 Jahre alt, wurde sie in ihrem Haus tot aufgefunden. Offiziell starb sie an einer Überdosis Schlaftabletten.

„Ich will mit Falten alt werden … ich will den Mut haben, zu dem Gesicht zu stehen, das ich habe.“
Bis heute ranken sich zahlreiche Theorien über den Tod der großen und tragischen Monroe. Affären mit dem Präsidenten der USA, John F. Kennedy und auch mit dessen Bruder Bobby wurden inzwischen bestätigt. Doch ob der Geheimdienst etwas mit dem Tod von Marilyn Monroe zu tun haben könnte, wurde nie geklärt. Tatsächlich bleibt das Ableben dieser großen Legende ein Rätsel. Durch ihren frühen Tod wird Marilyn Monroe wohl auf ewig jung und schön und, vor allem, eine Ikone des amerikanischen Films bleiben.
„Jeder ist ein Star und verdient das Recht, zu funkeln!“


Filmographie Marilyn Monroe

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1956: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Bus Stop

Gewonnene Golden Globes:
1959: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Manche mögens heiss