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Tom Cruise
Thomas Cruise Mapother IV
Biographie
© Kinowelt
| Geboren am | 3.7.1962 | in | Syracuse, New York, USA | Autor | Thomas Ays |
|---|
Thomas Cruise Mapother IV
„Ich weiß noch, wie ich in der Highschool immer dachte: ‚Junge, bin ich froh, wenn ich das hier hinter mir habe!’ Als ich 19 war und „Lockere Geschäfte“ drehte dachte ich dann: ‚Ah, das heißt also leben – es ist ein wenig schwieriger, als ich dachte!“
Geboren wurde Thomas Cruise Mapother IV 1962 in Syracuse, im amerikanischen Bundesstaat New York als Sohn von Thomas Mapother III, einem Elektroingenieur und May Lee Pfeiffer, einer Lehrerin. Toms Eltern ließen sich scheiden, als er 12 Jahre alt war. Bereits als Kind litt Tom Cruise unter Dyslexie, was ihm, besonders während der Schulzeit, schwer zu schaffen machte. (Unter Dyslexie versteht man Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten bei normalem Seh- und Hörvermögen der betroffenen Person.) Mit 14 Jahren stand dann der Berufswunsch fest: Priester wollte er werden – wir wissen ja, was daraus wurde.
1980 schloss der 18järhige Cruise die Glen Ridge Highschool in New Jersey erfolgreich ab. Bereits auf der Schule war einer seiner größten Leidenschaften das Wrestling. Eine Knieverletzung beendete dann den Traum, seinen Sport auch beruflich ausüben zu können. Kurz nach dem Ende seiner „Karriere“ widmete sich Tom dann der Schauspielerei – und damit seiner wahren Passion. Später ließ er sich dann in New York im Actors Studio zum Schauspieler ausbilden.
Aus Thomas Cruise Mapother IV wurde Tom Cruise – der Filmstar.
„Als junger Schauspieler dachte ich immer: ‚Das ist es, was ich liebe! Und ich hoffe, das ich das für den Rest meines Lebens tun kann!’“
Tom Cruise ist einer der wenigen Schauspieler des amerikanischen Kinos, die seit jeher gänzlich ohne TV-Projekte auskamen (und kommen) und den Luxus genießt, ausschließlich Kinofilme drehen zu können. So startete der charismatische und fantastisch aussehende Jungschauspieler in einer Mini-Minirolle in „Endlose Liebe“. Mit „Die Kadetten von Bunker Hill“, seinem zweiten Film, wurde nicht nur seine Screentime größer, sondern auch die Namen seiner Schauspielkollegen prominenter. In diesem Drama war er an der Seite der beiden OSCAR-Preisträger George C. Scott und Timothy Hutton, außerdem neben Sean Penn, zu sehen. Der Einstieg ins Filmgeschäft war also geglückt und Tom hatte, wie man so schön sagt, „den Fuß in der Tür“.
Nach „Lockere Geschäfte“ und dem Fantasyfilm „Legende“ kam der erste Tom-Cruise-Kultstreifen in die internationalen Kinos. „Top Gun“ bescherte dem aufstrebenden jungen Star tolle Kritiken, vor allem aber eine aussagekräftige Fanbase, die sich mit „Die Farbe des Geldes“ und „Cocktail“ noch weiter aufbaute.
Nach „Rain Man“, für den Kollege Dustin Hoffman den OSCAR als bester Hauptdarsteller erhielt, spielte Tom die Hauptrolle in dem Anti-Kriegsfilm „Geboren am 4. Juli“. Prompt hagelte es nicht nur eine Nominierung für den OSCAR, sondern auch einen Golden Globe als bester Schauspieler in einem Drama. Zu verdanken hat Tom Cruise diese Ehrungen im Übrigen Hollywood-Legende Paul Newman, den er am Set zu „Die Farbe des Geldes“ näher kennen lernte und der den unbeteiligten und vor allem uninteressierten jungen Schauspieler mit politischen Idealen beeindruckte. Die Gespräche schienen Wirkung gezeigt zu haben, schließlich verließ Tom Cruise anschließend die Pfade von Actionfilmen und wollte als Charakterschauspieler punkten.
Doch so richtig konsequent wurde der Versuch nicht durchgezogen: 1990 befriedigte er dann wieder seine Fans mit einem weiteren, massentauglichen Highspeedstreifen. „Tage des Donners“ wurde erneut sensationell erfolgreich und Tom Cruise weiterhin als echter Garant für Publikumsfilme gefeiert. Am Set lernte er übrigens auch seine spätere Ehefrau, Schauspielerin Nicole Kidman, kennen und lieben.
Nach „In einem fernen Land“, in dem Cruise erneut neben Kidman zu sehen war, brillierte er als junger Armee-Anwalt in dem großartig gespielten Drama „Eine Frage der Ehre“ neben Charakterkopf Jack Nicholson, der für seine Rolle eine OSCAR-Nominierung als bester Nebendarsteller erhielt.
Frei nach dem Motto: „Jeder muss mal in einer John-Grisham-Verfilmung mitspielen!“ erfüllte auch Tom Cruise seine Pflicht und verhalf damit dem Streifen „Die Firma“ zum gewünschten Erfolg.
Nach „Interview mit einem Vampir“, in dem er endlich und erstmals richtig fies sein durfte und neben Brad Pitt überzeugte, legte er mit „Mission: Impossible“ einen großartigen Action-Thriller nach, den Fans noch heute immer und immer wieder gerne sehen. Hier war Cruise auch erstmals als Produzent tätig.
Ähnlich beliebt – allerdings bei einer anderen Zielgruppe – ist das Drama „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“, in dem Tom Cruise den Titel“helden“ spielte. Kollege Cuba Gooding jr. durfte für seinen Part den OSCAR als bester Nebendarsteller mit nach Hause nehmen. Cruise ging, wie bisher bei allen OSCAR-Verleihungen, leer aus.
Nachdem Tom Cruise ein letztes Mal mit seiner Ehefrau Nicole Kidman auf der großen Leinwand zu sehen war – in dem speziellen Drama „Eyes wide shut“ – erhielt er für seinen Part in „Magnolia“ seine dritte OSCAR Nominierung, dieses Mal im Fach „Beste Nebenrolle“. In diesem Jahr ging der Award aber an Kollege Michael Caine, der bei seiner Dankesrede Tom Cruise den Rat gab, sich doch zu freuen, hier nicht gewonnen zu haben und fragte ihn von der Bühne in den Zuschauerraum, ob er denn wisse, wie viel Nebendarsteller verdienen?! Cruise nahm seine „Niederlage“ gelassen hin.
Im Jahr 2000 kehrte er als Geheimagent Ethan Hunt endlich in die Kinos zurück und beglückte Fans auf der ganzen Welt mit „Mission: Impossible II“. Von der Presse umjubelt wurde dann „Vanilla Sky“, in dem Cruise eine durchweg gute Leistung zeigte.
Zwei Jahre später brachte das Gespann Tom Cruise-Steven Spielberg den Science-Fiction-Streifen „Minority Report“ mit großem Erfolg in die internationalen Kinos. Auch „Last Samurai“ nahmen die Fans an und sorgten somit dafür, das auch endlich Tom Cruise sein Epos bekam.
Nachdem der charmante Schauspieler in „Collateral“ wieder einmal schön böse sein durfte, kehrte er, erneut unter Steven Spielberg, in „Krieg der Welten“ 2005 auf unsere Leinwände zurück. Auch „Mission: Impossible III“ lief erfolgreich, wenn auch seine PR-Maschine nicht mehr so tadellos lief, wie noch vor ein paar Jahren – was natürlich mit seinen privaten Aktionen zu tun haben mag.
2007 dann eine weitere Paraderolle für den Schauspieler: Mit dem Robert Redford-Film „Von Löwen und Lämmern“ konnte er wieder zeigen, was er kann und überzeugte nicht nur Kritiker, sondern auch viele seiner (fast verlorenen) Fans. 2009 kam er – nicht unumstritten – in dem NS-Drama „Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat“ als Claus von Stauffenberg in unsere Kinos. 2010 war er neben Cameron Diaz in "Knight & Day" zu sehen. Ende 2011 kam dann auch endlich ein neuer "Mission Impossible"-Fall in die Kinos. Wir freuen uns auf viele weitere Filme mit Ethan Hunt!
Scientology.
„Du kennst die Geschichte der Psychiatrie nicht. Ich schon! Deshalb bin ich mit dieser Behandlungsform nicht einverstanden!“
Seine erste Ehefrau, Schauspieler-Kollegin Mimi Rogers brachte ihn zu der international stark kritisierten und umstrittenen Sekte Scientology. Lange Jahre war zwar bekannt, Cruise gehöre dazu, besondere Werbefeldzüge oder „Predigten“ waren nicht zu hören. Insofern erzeugte der beliebte Schauspieler vor allem seiner Filme wegen, internationale Aufmerksamkeit. In Interviews erzählte er jedoch immer wieder gern, das Scientology ihn von Dyslexie heilte.
Im neuen Jahrtausend jedoch veränderte sich wohl das Umfeld von Tom Cruise und vermutlich auch der Hollywoodstar selbst. Immer mehr rückte die Sekte in den Vordergrund und verdrängte die Film-PR in den Hintergrund. Cruise tat sich beispielsweise keinen Gefallen, als er 2005 öffentlich Schauspieler-Kollegin Brooke Shields kritisierte, weil die in ihrer Biographie erzählte, sie sei nur mit Hilfe von Medikamenten über ihre schweren Depressionen nach der Geburt ihres Kindes hinweggekommen. Anti-Depressiva würden ohnehin nicht helfen, so Cruise und empfahl seiner Kollegin stattdessen die Einnahme von Vitaminen. Shields konterte mit dem Zitat: „Die Bemerkungen von Tom Cruise sind unverantwortlich und gefährlich. Tom sollte lieber weiter die Welt vor Aliens retten und Frauen, die an postnataler Depression leiden, lieber selbst entscheiden lassen, was gut für sie ist.“ Ein Jahr später besuchte der Scientologe die erboste Kollegin und entschuldigte sich für seine Äußerungen. Brooke Shields nahm die Entschuldigung an.
2007 stürzten sich die Zeitungen auf die Meldung, Tom Cruise sei mittlerweile die Nummer 2 von Scientology und der wichtigste PR-Mann der Sekte. Das lässt sich leicht glauben, schließlich besitzt Cruise eine große Fanlobby – oder zumindest besaß er sie noch vor einigen Jahren. Es lässt sich nur hoffen, dass der talentierte und überzeugende Schauspieler wieder mehr durch seine Filme in der Presse zu finden ist, als durch seine umstrittene Position bei dieser gefährlichen Institution. Ob sich der beliebte Darsteller bewusst ist, wie sehr seine Marketingstrategie Scientology gegenüber dem Schauspieler Tom Cruise schadet?
Die Liebe.
„Das wichtigste bei Kindern ist, das man sie liebt, sie beschützt und ihnen hilft herauszufinden, wer sie sind. Als Vater, liegt es in meiner Verantwortung, sie unabhängig zu machen und sie all das wissen zu lassen, was sie im Leben und auf unserem Planeten wissen müssen. Ich weiß das Nic (Nicole Kidman) mir da absolut zustimmt. Und genau das ist es, was wichtig ist: Da sein!“
Tom Cruise und die Frauen: Ein weiteres mehr als interessantes Thema.
Mimi Rogers: 1987 heiratete der junge, 25jährige Schauspieler seine 6 Jahre ältere Kollegin Mimi Rogers. Die Ehe hielt jedoch nur 3 Jahre und wurde im Februar 1990 wieder geschieden.
Nicole Kidman: Lange Zeit galt das Ehepaar Tom Cruise-Nicole Kidman als das Hollywood-Traumpaar. Skandalfrei. Liebend. Turtelnd. Und obwohl sie nie hohe Schuhe tragen durfte, um ihn nicht noch kleiner erscheinen zu lassen, als er ist, schien die Ehe, die 1990 geschlossen wurde, glücklich. Cruise und Kidman adoptierten dann die 1992 geborene Isabella und den 1995 geborenen Connor, da es hieß, das Paar selbst könne keine Kinder bekommen.
Kidman konvertierte übrigens zu keinem Zeitpunkt der Ehe zu Scientology und war wohl für ihren Mann das personifizierte Gewissen. Er trat zwar ihretwegen nie aus der Sekte aus, hielt sich jedoch während der Ehe in der Öffentlichkeit mit diversen Äußerungen stark zurück. Als 2001 die Ehe geschieden wurde, änderte sich das Verhalten von Tom Cruise. Es ist anzunehmen, dass Kidman bis zur Scheidung einen beachtlichen Druck auf ihren Ehemann ausübte, sich nicht über Scientology zu definieren.
Sie blieben jedoch auch nach ihrer Trennung Freunde. Beweise gibt es viele. So gratulierte Tom Nicole als erster per Handy als diese ihren wohlverdienten OSCAR für "The Hours" erhielt. Nicole sagte anschließend über ihren Ex-Mann: "Er ist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben - noch immer." Außerdem kam er zwar zur Verleihung, machte aber einen Bogen um den roten Teppich und nahm stattdessen den Hintereingang, um seiner Frau nicht die Show zu stehlen.
Penelope Cruz: Nachdem die Scheidung mit Nicole Kidman ausgestanden war, turtelte er von 2001 bis 2004 mit Schauspiel-Kollegin Penelope Cruz. Von Heirat war jedoch nie die Rede.
Katie Holmes: Neue Frau, neues Leben – neues Image. Erst bei Katie Holmes schien es wieder zu passen. Wir erinnern uns besser nicht, wie Tom Cruise wie vom Affen gebissen auf der Couch von Talkqueen Oprah Winfrey herum sprang und so die Liebe zu einer Katie lobpreiste. „Bizarr“ ist das Wort, das man hier verwenden kann (oder muss?!), um diesen Auftritt zu beschreiben. Im April 2006 kam Töchterchen Suri zur Welt und im November desselben Jahres gaben sich die beiden dann das Ja-Wort. Hoffen wir auf eine glückliche Ehe. Katie Holmes ist übrigens jetzt auch bei Scientology.
Filmographie Tom Cruise
- 1981: Endlose Liebe
- 1981: Die Kadetten von Bunker Hill
- 1983: Die Outsider
- 1983: Der Aufreißer von der Highschool
- 1983: Lockere Geschäfte
- 1983: Der richtige Dreh
- 1985: Legende
- 1986: Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel
- 1986: Die Farbe des Geldes
- 1988: Cocktail
- 1988: Young Guns
- (ungenannt)
- 1988: Rain Man
- 1989: Geboren am 4. Juli
- 1990: Tage des Donners
- (auch Story)
- 1992: In einem fernen Land
- 1992: Eine Frage der Ehre
- 1993: Die Firma
- 1993: Fallen Angels (TV-Serie) (nur Regie)
- 1994: Interview mit einem Vampir
- 1996: Mission: Impossible
- (auch Produzent)
- 1996: Jerry Maguire - Spiel des Lebens
- 1998: Without Limits (nur Produzent)
- 1998: Hinterm Mond gleich links (TV Serie)
- 1999: Eyes wide shut
- 2000: Magnolia
- 2000: Mission: Impossible II
- (auch Produzent)
- 2001: The Others
- (nur Ex.Produzent)
- 2002: Vanilla Sky
- (auch Produzent)
- 2002: Narc
- (nur Ex.Produzent)
- 2002: Hitting it hard (nur Produzent)
- 2003: Shattered Glass (nur Ex.Produzent)
- 2002: Minority Report
- 2004: Last Samurai
- (auch Produzent)
- 2004: Suspect Zero
- (nur Produzent)
- 2004: Collateral
- 2005: Elizabethtown
- (nur Produzent)
- 2005: Krieg der Welten
- 2006: Ask the Dust
- (nur Produzent)
- 2006: Mission: Impossible III
- (auch Produzent)
- 2007: Von Löwen und Lämmern
- (auch Produzent)
- 2008: Tropic Thunder
- 2009: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
- (auch Ex.Produzent)
- 2010: Knight and Day
- 2011: Mission: Impossible - Phantom Protokoll
- (auch Produzent, Story)
- 2012: Rock of Ages
- 2013: One Shot
- (auch Produzent)
- 2013: We Mortals Are
- 2013: Horizons
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1983: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Lockere Geschäfte
1992: Bester Schauspieler - Drama: Eine Frage der Ehre
2003: Bester Schauspieler - Drama: Last Samurai
2008: Bester Nebendarsteller: Tropic Thunder
Gewonnene Golden Globes:
1989: Bester Schauspieler - Drama: Geboren am 4. Juli
1996: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Jerry Maguire
1999: Bester Nebendarsteller: Magnolia
OSCAR Nominierungen:
1989: Bester Hauptdarsteller: Geboren am 4. Juli
1996: Bester Hauptdarsteller: Jerry Maguire - Spiel des Lebens
1999: Bester Nebendarsteller: Magnolia



