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William Hurt
William M. Hurt
Biographie
© Concorde Film
| Geboren am | 20.3.1950 | in | Washington, District of Columbia, USA | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
“Ich bin kein Schauspieler. Ich bin nur ein Mann, der das Schauspielen liebt. Ich bin was ich bin. Ein Niemand. Ich existiere nicht. Aber die Arbeit existiert. Die Arbeit ist mehr als der Schauspieler.“
William Hurt – dieser Name steht für exzellente Schauspielarbeit aber auch für einen unangepassten Darsteller, dem die Qualität eines Films stets über die Massentauglichkeit geht. Die Zusammenarbeit mit ihm gilt als schwierig, aber die Ergebnisse sind stets erstklassig. Über die Jahrzehnte hinweg prägte die Wandlungsfähigkeit seinen Ruf.
Der Sohn eines Diplomaten wuchs in Guam und Afrika auf. Schon früh zeigte sich, dass Wiliam Hurt gefordert werden wollte. Ein Theologiestudium brach er nach drei Jahren und exzellenter Noten 1972 ab, um das Fach zu wechseln. Er begann in London Schauspiel zu studieren, doch auch hier schmiss er „den Bettel“ hin. 1973 gelang ihm zusammen mit Christopher Reeve und Robin Williams die Aufnahme an der renommierten Juilliard School. Nur diese drei schafften in dem Jahr die Aufnahmenprüfung. 1975 gab William Hurt dann am Shakespeare-Festival in Ashland, Oregon sein Bühnendebüt. 1976 wurde er dann Mitglied der Ensembles Circle Repertory Company. Bis heute ist William seinen Theaterwurzeln treu geblieben und steht regelmäßig auf der Bühne.
”Alles was ich weis ist, dass meine beste Arbeit dann entstand, wenn ich voll dahinter stand und glücklich war.“
1980 gab William Hurt sein Leinwanddebüt mit dem Streifen „Höllentrip“ und erhielt prompt bei den Golden Globes eine Nominierung als bester Newcomer. Nur ein Jahr später gelang ihm an der Seite von Kathleen Turner mit „Heißblütig-Kaltblütig - Eine heißkalte Frau“ der endgültige Durchbruch. 1985 war Hurt dann im Alter von nur 35 Jahren auf dem Karrierehöhepunkt angelangt. Für seine Darstellung eines homosexuellen Sträflings in „Der Kuss der Spinnenfrau“ erhielt er den OSCAR als Bester Hauptdarsteller. William Hurt hatte den Schauspielolymp geknackt und glänzte auch in den folgenden Jahren mit erfolgreichen und anspruchsvollen Filmen. So erspielte er sich 1986 in „Gottes vergessene Kinder“ eine Golden Globe- und eine Oscar-Nominierung als bester Schauspieler- Drama bzw. bester Hauptdarsteller. Auch „Nachrichtenfieber“ 1987 wurde ein voller Erfolg und Hurt konnte sich erneut mit einer Doppelnominierung schmücken. „Zeit des Schicksals“ und „Die Reisen des Mr. Leary“ rundeten für Hurt die sehr erfolgreichen 80er Jahre ab.
”...Und ich möchte meine Schwierigkeiten nicht als ein Beispiel dafür anführen, was zu tun ist und was nicht. Aber es gibt dieses alte Credo: in vino veritas. Im Wein liegt Warheit. Eine menge Leute glauben daran. Aber eines Tages wachst Du auf und sagst: „Das ist dumm und falsch.“ Und es war falsch. Daher unternahm ich etwas dagegen.“
Anfang der 90er Jahre wurde es etwas ruhiger um den Mimen. Seine Alkoholprobleme und der Unterhalts- und Sorgerechtsstreit mit Ex-Lebensgefährtin Sandra Jennings, die von 1981 bis 1984 an seiner Seite war, hielten ihn auf Trab. International meldete sich der Schauspieler 1996 mit der Literaturverfilmung „Jane Eyre“ und der Komödie „Michael“ zurück. Es folgte der Science-Fiction -Streifen „Lost in Space“ und das Drama „Familiensache“. Zu Beginn des neuen Jahrtausends war der Schauspieler dann eher wenig auf den deutschen Leinwänden vertreten. Nach "A.I. - Künstliche Intelligenz" 2001 und "Spurwechsel" 2002 war er erst 2004 in M. Night Shyamalan Thriller "The Village - das Dorf" wieder zu sehen.
2006 meldete sich William Hurt zurück auf der großen Bühne Hollywood. Für seine Leistungen in dem Streifen "A History of Violence" erhielt er eine weitere Oscarnominierung, diesmal im Fach Bester Nebendarsteller. Zudem war er in dem viel beachteten Polithriller von George Clooney "Syriana" mit dabei. Mit Nebenrollen ging es weiter: 2007 spielte er in "Der gute Hirte" und einen größeren Part als zweites Ich von Kevin Costner in "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir". 2008 bewies der Mime erneut seine Wandlungsfähigkeit in so unterschiedlichen Projekten wie “8 Blickwinkel“, „Into the Wild“ und „Der unglaubliche Hulk“. 2009 intrigierte er gegen Julie Delpy in dem Historiendrama „Die Gräfin“ und überzeugte in dem gefühlvollen Liebesfilm "Das gelbe Segel". Für 2010 stand die Neuverfilmung von "Robin Hood" an.
Wiliam Hurt war bislang zwei Mal verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe mit Heidi Henderson hat er zwei Söhne. Von 1971 bis 1982 war er mit der Schauspielerin Mary Beth Hurt verheiratet. Mit Sandra Jennings, mit der er von 1981 bis 1984 zusammenlebte hat Hurt einen Sohn. Mit der französischen Schauspielerin Sandrine Bonnaire hat er eine Tochter, das Paar lebt ohne Trauschein seit 1992 zusammen.
Filmographie William Hurt
- 1977: Einsatz in Manhattan (TV-Serie)
- 1977: The Best of Families (TV-Serie)
- 1978: Verna: USO Girl (TV)
- 1980: Der Höllentrip
- 1981: Der Augenzeuge
- 1981: Heißblütig-Kaltblütig - Eine heißkalte Frau
- 1981: All the Way Home (TV)
- 1982: A Midsummer Night's Dream
- 1983: Der große Frust
- 1983: Gorky Park
- 1985: Der Kuss der Spinnenfrau
- 1986: Gottes vergessene Kinder
- 1988: Nachrichtenfieber - Broadcast News
- 1988: Zeit des Schicksals
- 1988: Die Reisen des Mr. Leary
- 1990: Alice
- 1990: Ich liebe dich zu Tode
- 1990: Der Doktor - Ein gewöhnlicher Patient
- 1990: Marilyn Hotchkiss' Ballroom Dancing and Charm School (nur Stimme)
- 1991: Bis ans Ende der Welt
- 1991: American Masters (TV-Serie) (nur Stimme)
- 1991: A. Einstein: How I See the World (TV) (nur Stimme)
- 1992: Die Pest
- 1993: Mr. Wonderful
- 1994: Probezeit
- 1994: Secrets Shared with a Stranger
- 1994: Die Geschworene
- 1995: Smoke - Raucher unter sich
- 1996: Eine Couch in New York
- 1996: Jane Eyre
- 1996: Michael
- 1997: Mißbrauchte Liebe
- 1998: Wunsch & Wirklichkeit
- 1998: Lost in Space
- 1998: Dark City
- 1998: Familiensache
- 1999: The 4th Floor – Haus der Angst
- 1999: Die Akte Romeo
- 1999: Do not disturb - Zwei Augen zu viel
- 2000: Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein
- 2000: Bei Berührung Tod
- 2000: The Simian Line
- 2000: Dune - Der Wüstenplanet (TV-Serie)
- 2000: Der Mann der tausend Wunder (TV) (nur Stimme)
- 2001: The Flamingo Rising (TV)
- 2001: Varian's War (TV)
- 2001: A.I. - Künstliche Intelligenz
- 2001: Rare Birds
- 2001: Rivière-des-Jérémie (TV-Serie)
- 2002: Spurwechsel
- 2002: Tuck Everlasting
- 2002: King of Queens (TV-Serie)
- 2002: Robert Hanssen, der Meisterspion (TV)
- 2002: Dem Paradies ganz nah
- 2004: The Blue Butterfly
- 2004: The Village - Das Dorf
- 2004: Die Kreatur
- (TV)
- 2005: Jagd nach Gerechtigkeit (TV)
- 2005: The King
- 2005: A History of Violence
- 2005: Neverwas
- 2005: Downloading Nancy
- 2006: Syriana
- 2006: The Legend of Sasquatch (nur Stimme) (auch Co-Poduzent)
- 2006: Stephen King's Alpträume (TV-Serie)
- 2006: Beautiful Ohio
- 2007: Der gute Hirte
- 2007: Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
- 2007: Noise
- 2008: 8 Blickwinkel
- 2008: Into the Wild
- 2008: Der unglaubliche Hulk
- 2009: Damages - Im Netz der Macht (TV-Serie) - Staffel 2
- 2009: Die Gräfin
- 2009: Endgame
- 2009: Das gelbe Segel
- 2010: Robin Hood
- 2010: Shadows
- 2010: The River Why
- 2011: Moby Dick (TV-Serie)
- 2011: Late Bloomers
- 2011: Too Big to Fail (TV)
- 2012: J'enrage de son absence
- 2013: Seelen
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1980: Bester Newcomer: Der Höllentrip
1985: Bester Schauspieler - Drama: Der Kuss der Spinnenfrau
1986: Bester Schauspieler - Drama: Gottes vergessene Kinder
1987: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Nachrichtenfieber
OSCAR Nominierungen:
1986: Bester Hauptdarsteller: Gottes vergessene Kinder
1987: Bester Hauptdarsteller: Nachrichtenfieber
2005: Bester Nebendarsteller: A History of Violence
Gewonnene OSCARs
1985: Bester Hauptdarsteller: Der Kuss der Spinnenfrau



