Jamie Lee Curtis

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Biographie

Jamie Lee Curtis © Buena Vista International

Geboren am 22.11.1958 in Los Angeles, Kalifornien, USA Autor Thomas Ays

„Ich erwarte nicht, an Geburtstagen oder Weihnachten von ihm zu hören. Ich sehe ihn, wenn ich ihn sehe. Er ist wie ein Geist.“ sagte Hollywood-Schauspielerin Jamie Lee Curtis einst über ihren Vater, den berühmten Tony Curtis. Offenbar haben die beiden kein besonders gutes Verhältnis. Sie gab auch regelmäßig in Interviews an, von ihrem Vater ein wenig zu oft enttäuscht worden zu sein. Zu ihrer Mutter, der sehr berühmten Janet Leigh („Psycho“), hatte Jamie offensichtlich ein gutes Verhältnis.
1976 schloss Jamie Lee Curtis die Choate Rosemary Hall-Privatschule erfolgreich ab und entschied sich, nach einem Besuch an der University of the Pacific in Stockton dazu, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten und ebenfalls Schauspielerin zu werden. 1977 erhielt sie als „Mädchen im Unkleideraum“ ihre erste Rolle in einer Folge „Quincy“. Auch in „Columbo“ war sie einige Male zu sehen – jedoch liefen auch diese Parts unter ferner liefen. Ganz anders jedoch in der TV-Serie „Operation Petticoat“, in der sie in über 20 Folgen als Lt. Barbara Duran zu sehen war und somit in weiten Kreisen auf sich aufmerksam machen konnte.

“Ich bin Laurie Strode’s Schutzengel!”
Horror-Spezialist John Carpenter besetzte Jamie Lee Curtis 1978 in seinem heutigen Kultstreifen „Halloween“ als Laurie Strode und tat damit gleich zwei Dinge: 1. darf man diesen Horror-Streifen gern als absoluten Durchbruch für die Schauspielerin betrachten und 2. wurde Jamie Lee Curtis zur ersten offiziellen „Scream-Queen“, wie sie fortan genannt wurde - niemand schreit so schön wie unsere Jamie und, ganz nebenbei gesagt, war sie die einzig wahre Gegnerin des fiesen Michael Myers – bis heute!
Es folgt, was immer folgt, wenn man in Hollywood arbeitet: Einmal Horror-Abteilung, immer Horror-Abteilung. Und so war auch Jamie Lee Curtis dazu verdammt in weiteren gleichwertig oder minder erfolgreichen Horrorfilmen mitzuspielen. Ob in „The Fog“, „Prom Night“ oder „Monster im Nachtexpress“. 1981 kehrte sie sogar als Laurie Strode in „Halloween 2“ auf die Leinwände zurück und stellte sich ein zweites Mal ihrem Albtraum Michael Myers. Danach war jedoch Schluss mit „Scream Queen“. Jamie Lee Curtis wollte nur eines: Raus aus diesem Genre!

„In manchen Kreisen ist mein Caesar-Salat berühmter als mein Körper.“
1983 war sie an der Seite von Dan Aykroyd und Eddie Murphy in „Die Glücksritter“ als Ophelia zu sehen. Anschließend spielte sie die Fitnesstrainerin Jessie in „Perfect“ neben John Travolta. Ihr Körper war in den 80er Jahren (und vermutlich auch noch später) mit Sicherheit der Traum vieler schlafloser Nächte diverser männlicher Fans – schließlich war ihr Spitzname Nummer zwei nicht umsonst „The Body“.
Internationalen Beifall erhielt Jamie Lee Curtis ebenfalls für „Ein Fisch namens Wanda“, in dem sie neben John Cleese zu sehen war. Für ihre Rolle als Wanda erhielt sie ihre erste Golden Globe Nominierung als beste Schauspielerin.
Mit Dan Aykroyd – den sie übrigens als besten „Leinwand-Küsser“ bezeichnet – war sie 1991 in dem sehr erfolgreichen Drama „My Girl – Meine erste Liebe“ zu sehen. Nach „Forever Young“ neben Mel Gibson spielte sie in „My Girl 2“ erneut die Rolle der Shelly. Für ihren Part in dem heute noch immer kultigen „True Lies – Wahre Lügen“ – neben Arnold Schwarzenegger“ – erhielt Jamie Lee Curtis ihren ersten Golden Globe als beste Schauspielerin.
Nach „Hausarrest“ und „Wilde Kreaturen“ realisierten die Macher der „Halloween“-Reihe – auf Wunsch von Jamie Lee Curtis – den Film „Halloween H20 – 20 Jahre später". Sie kehrte erneut als Laurie Strode auf die Leinwände zurück und machte Michael Myers ein drittes Mal das psychologisch auffällige Leben zur Hölle. Dabei bekommt Jamie Lee Curtis ironischerweise panische Angst beim Sehen von Horrorfilmen.

1999 war sie in „Virus“ zu sehen, bevor sie neben Danny DeVito und Bette Midler in „Der Fall Mona“ äußerst authentisch agierte. Nach „Der Schneider von Panama“ kehrte sie 2002 ein letztes Mal als Laurie in „Halloween: Resurrection“ auf die Leinwände zurück. 15 Minuten Screentime und dann ein schneller Tod war für diese Figur sehr unwürdig. Offenbar hatte Jamie Lee Curtis nun endgültig genug davon, im Horror-Genre eine tragende Rolle zu spielen. Unterdessen wurde sie gefragt, ob sie nicht in „Scream 3“ mitspielen wolle – sie sagte (erwartungsgemäß) ab.
2003 war sie neben Lindsay Lohan in der sehr lustigen Komödie „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag“ zu sehen, in dem Jamie eine 15jährige mit Bravour spielte. Herrlich mitanzusehen und immer komisch! Für ihren Part erhielt sie ihre dritte Golden Globe Nominierung. Nach dem eher unnötigen „Verrückte Weihnachten“ spielte sie 2009 in „Beverly Hills Chihuahua“ eine Nebenrolle. 2010 folgte die Komödie "Du schon wieder".

„Glauben Sie mir: Keine funktioniert!“ sagte Jamie Lee Curtis auf die Frage hin, welche Schönheits-OP sie bevorzugen würde.
1984 heiratete die Schauspielerin ihren Kollegen Christopher Guest. Mit ihm adoptierte sie zwei Kinder: Annie (*1986) und Thomas (*1996). Sie schreibt erfolgreich Kinderbücher, für die sie auch mehrmals ausgezeichnet wurde und ist außerdem die Patentante von Schauspieler Jake Gyllenhaal.


Filmographie Jamie Lee Curtis

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1988: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Ein Fisch namens Wanda
2003: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Freaky Friday

Gewonnene Golden Globes:
1994: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: True Lies - Wahre Lügen