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Jeff Goldblum
Jeffrey Lynn Goldblum
Biographie
© Warner Bros. Pictures
| Geboren am | 22.10.1952 | in | Pittsburgh, Pennsylvania, USA | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
„Ich hatte einfach Glück. Gott sei Dank waren die Science-Fiction-Sachen, die ich gemacht habe, gute Filme. Ich habe das Gefühl, dass mein Leben unter einem guten Stern steht.“ (Jeff Goldblum)
Ob die beeindruckende Karriere des Jeff Goldblum in der Tat nur auf purem Glück basiert, sei einmal dahin gestellt. Sicher ist jedenfalls, dass kaum ein anderer Hollywood-Schauspieler über eine derartig exzentrische und unverwechselbare Ausstrahlung verfügt wie er. Goldblum verleiht seinen Rollen als witziger Wissenschaftler in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ oder als Superhirn in „Independence Day“ seinen ganz eigenen und einmaligen Charakter.
Jeffrey Lynn Goldblum wurde am 22. Oktober 1952 als Sohn eines Arztes und einer Radiomoderatorin in Pittsburgh geboren. Schon während seiner Highschool-Zeit begeisterte Jeff sich für die Schauspielerei und als er siebzehn war, zog er nach New York, um dort am renommierten Neighborhood Playhouse Schauspielunterricht zu nehmen. Sein Lehrer war Sanford Meissner, und bereits 1971 hatte Goldblum sein Broadway-Debüt in dem Stück „Two Gentlemen of Verona“. Drei Jahre später war der Mime erstmals auf der Leinwand zu sehen: Er hatte eine kleine Rolle in „Ein Mann sieht rot“ (1974) an der Seite von Charles Bronson, und nach einigen anderen Produktionen stand er dann für Woody Allens „Der Stadtneurotiker“ (1977) und das Remake von „Die Körperfresser kommen“ (1978) vor der Kamera. Doch auch im Fernsehen war der 1,94 Meter große Hüne immer wieder vertreten und in der Krimiserie „Die Schnüffler“, die von 1979 bis 1980 lief, spielte Jeff die Hauptrolle. Seinen großen Durchbruch hatte Goldblum allerdings erst in den Achtzigerjahren, erneut mit einem Remake. Für seine Hauptrolle in dem Horrorstreifen „Die Fliege“ (1986) erntete der Mime durchweg positive Kritiken und war auf einen Schlag berühmt. Seine Partnerin in dem Film war Geena Davis, mit der Jeff von 1987 bis 1990 verheiratet war.
Immer wieder gelingt es Goldblum unter Beweis zu stellen, dass er ein äußerst vielfältiger Mime ist. An der Seite von Michelle Pfeiffer konnte er in „Kopfüber in die Nacht“ (1985) sein komisches Talent zeigen und auch in Thrillern, Dramen oder Actionfilmen macht Jeff eine durchweg gute Figur. In „Der teuflische Mr. Frost“ (1990) spielte er einen dämonischen Finsterling und zwei Jahre später stand er für Robert Altmans Komödie „The Player“ (1992) vor der Kamera. Zu Goldblums größten Erfolgen zählen zweifelsohne die Streifen „Jurassic Park“ (1993), „Independence Day“ (1996) und „Vergessene Welt Jurassic Park“ (1997). Zu diesen Filmen sagte der Schauspieler einmal: „Der Erfolg dieser drei Filme hat ohne Zweifel viel Stress aus meinem Leben herausgenommen. Es macht mir außerdem viel Spaß, Aliens und Dinosaurier zu töten.“ 1996 wurde Jeff Goldblum für sein Regiedebüt „Little Surprises“ (1996) für den OSCAR in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert. Seit Ende der 90er Jahre ist der Mime mehr im Fernsehen als auf der Leinwand zu sehen und hat seit 2008 eine dauerhafte Hauptrolle in der Krimiserie „Criminal Intent“. 2009 kam Goldblum mit Paul Schraders Tragik-Komödie "Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected" (2009) in die deutschen Kinos und im Jahr darauf war er neben Jennifer Aniston und Patrick Wilson in "Umständlich verliebt" (2010) zu sehen. Im Jahr darauf spielte er in der Komödie "Morning Glory" (2011) zusammen mit Diane Keaton, Harrison Ford, Rachel McAdams und Patrick Wilson.
Goldblum, der gemeinhin als Exzentriker bekannt ist und dem Hollywood-Jet-Set lieber fern bleibt, beschäftigt sich mit abstrakter Malerei und Jazzmusik. Mit Schauspielerkollege Peter Weller spielt er in der Jazz-Band „The Mildred Snitzer Orchestra“, die in Clubs in Los Angeles auftritt. Der Mime, der angeblich mit den Ohren wackeln kann und für längere Zeit mit der Schauspielerin Laura Dern liiert war, gründete 1982 mit Robert Carnegie das „Playhouse West“, eine Schauspielschule, an der er bis heute selber unterrichtet. 2008 war er zusammen mit Kevin Spacey auf der Bühne des Londoner Old Vic Theatres in der Hollywood-Satire „Speed-the-Plow“ zu sehen.
Filmographie Jeff Goldblum
- 1974: Ein Mann sieht rot
- 1974: California Split
- 1975: Nashville
- 1975: Columbo - Mord in der Botschaft (TV)
- 1976: Ein Haar in der Suppe
- 1976: Der 500.000 Dollar Coup
- 1976: Der Tag der Abrechnung
- 1976: Bumpers Revier (TV-Serie)
- 1977: Hexensabbat
- 1977: Starsky und Hutch (TV-Serie)
- 1977: Der Stadtneurotiker
- 1977: Zwischen den Zeilen
- 1978: Du wirst noch an mich denken
- 1978: Gottseidank, es ist Freitag
- 1978: Die Körperfresser kommen
- 1980: Die Schnüffler (TV-Serie)
- 1980: The Legend of Sleepy Hollow (TV)
- 1981: Herzchirurg Dr. Vrain
- 1982: Laverne & Shirley (TV-Serie)
- 1982: Eine Probe für den Mörder (TV)
- 1982: The Devlin Connection (TV-Serie)
- 1983: Der große Frust
- 1983: Der Stoff aus dem die Helden sind
- 1984: Popular Neurotics (TV)
- 1984: The New Show (TV-Serie)
- 1984: Ernie Kovacs: Between the Laughter (TV)
- 1984: Buckaroo Banzai - Die 8. Dimension
- 1985: Kopfüber in die Nacht
- 1985: Faerie Tale Theatre (TV-Serie)
- 1985: Silverado
- 1985: Transylvania 6-5000
- 1986: The Ray Bradbury Theater (TV-Serie)
- 1986: Die Fliege
- 1987: Wettlauf zum Ruhm (TV)
- 1987: Therapie zwecklos
- 1988: Vibes - Die übersinnliche Jagd nach der glühenden Pyramide
- 1988: Mein Liebhaber vom andern Stern
- 1989: El sueno del mono loco
- 1989: Das lange Elend
- 1990: Reingelegt (TV)
- 1990: Der teuflische Mr. Frost
- 1990: Captain Planet And The Planeteers (TV-Serie) (nur Stimme)
- 1990: Sing! Sesame Street Remembers Joe Raposo and His Music (TV) (nur Musik)
- 1991: Der Gefallen, die Uhr und der sehr große Fisch
- 1992: Getrennte Wege
- 1992: Jenseits der weißen Linie
- 1992: Trennung mit Hindernissen (1992)
- 1993: Jurassic Park
- 1993: Lush Life (TV)
- 1993: Saturday Night Live (TV-Serie)
- 1994: Futurequest (TV-Serie)
- 1995: Little Surprises (TV) (nur Regie)
- 1995: Hideaway - Das Böse (auch Sänger)
- 1995: Nine Months
- 1995: Powder
- 1996: Die Simpsons (TV-Serie)
- 1996: Great white Hype - Eine K.O.mödie
- 1996: Independence Day
- 1996: Bullet Point
- 1997: Vergessene Welt Jurassic Park
- 1998: Der Guru
- 1998: Mr. Show with Bob and David (TV-Serie)
- 1998: Der Prinz von Ägypten
- (nur Stimme) (auch Sänger)
- 2000: Unter falschem Namen
- 2000: Chain of Fools
- 2000: One Of The Hollywood Ten
- 2001: Perfume (auch Ex.Produzent)
- 2001: Cats & Dogs - Wie Hund und Katz
- 2002: Igby!
- 2002: King of the Hill (TV-Serie)
- 2002: Legend of the Lost Tribe (TV) (nur Stimme)
- 2003: War Stories (TV)
- 2003: Friends (TV-Serie) - Staffel 9
- 2003: Dallas 362
- 2003: Spinning Boris
- 2004: Incident at Loch Ness
- 2004: Tom Goes to the Mayor (TV-Serie) (nur Stimme)
- 2005: Die Tiefseetaucher
- 2005: Crank Yankers (TV-Serie)
- 2005: Will & Grace (TV-Serie)
- 2006: Mini's First Time
- 2006: Fay Grim
- 2006: Man of the Year
- 2006: Pittsburgh (nur Produzent)
- 2007: Raines (TV-Serie)
- 2009: Criminal Intent - Verbrechen im Visier (TV-Serie)
- 2009: Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected
- 2010: Umständlich verliebt
- 2011: Morning Glory
- 2012: Tim and Eric's Billion Dollar Movie
Filmpreise
OSCAR Nominierungen:
1995: Bester Kurzfilm: Little Surprises