Michael Douglas

Michael Kirk Douglas

Biographie

Michael Douglas © United International Pictures

Geboren am 25.9.1944 in New Brunswick, New Jersey, USA Autor Stefanie Rufle

“Schauspieler werden dafür bezahlt, dass sie selbstsüchtig und nur mit sich beschäftigt sind.
Gut möglich, dass Michael Douglas diesen Satz aus eigener, leidvoller Erfahrung heraus sagte, ist er doch der Sohn von Leinwandikone Kirk Douglas, den er als Kind nur in den Ferien sah. Sein Vater war angeblich gänzlich gegen Michaels Wunsch, Schauspieler zu werden, doch der ließ sich nicht beirren. Vor allem zu Beginn seiner Karriere wurde Michael oft als „der nächste Kirk Douglas“ bezeichnet, tat aber mit der Auswahl seiner Rollen alles, um diesem Image nicht gerecht zu werden. Deshalb spielte er anfangs, ganz im Gegensatz zu seinem Vater, oft sensible und eher stille Hippie-Typen. Diese Rollenwahl garantierte dem jungen Mimen schon bald seine eigene Identität als Schauspieler. Heute ist der große Michael Douglas längst aus dem Schatten seines berühmten Vaters herausgetreten.

Am 25. September 1944 wurde Michael Kirk Douglas, Sohn von Kirk und Diana Douglas, in New Brunswick geboren. Er wuchs in Massachusetts auf, wo er die Eaglebrook School in Deerfield besuchte. Schon als Achtjähriger hatte Michael einen kleinen Auftritt im Film „Der weite Himmel“ (1952). Nach seinem Studium an der University of California zog es den jungen Mann nach New York, wo er bis 1967 am Neigbourhood Playhouse und am American Place Theater zum Schauspieler und Regisseur ausgebildet wurde. Schon während seines Studiums gründete Michael seine erste Produktionsgesellschaft. Seinen ersten größeren Leinwandauftritt hatte er in „Hail, Hero!“ (1969), wofür er eine Golden Globe Nominierung als Bester Nachwuchsschauspieler erhielt. Weltbekannt wurde Douglas durch die Rolle von Police-Officer Steven Heller in der erfolgreichen TV-Serie „Die Straßen von San Francisco“. Von 1972 bis 1975 war er als sympathischer Ermittler an der Seite von Karl Malden zu sehen, was ihm insgesamt drei Emmys einbrachte. 1975 verließ er die Erfolgsserie, um „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) zu produzieren – ein Stoff, zu dem sein Vater schon vor Jahren die Rechte erworben hatte. Dieser Film bedeutete für Michael den Durchbruch und verhalf zudem seinem Hauptdarsteller Jack Nicholson zu internationalem Ansehen als Charakterdarsteller. Insgesamt fünf OSCARs konnte „Einer flog über das Kuckucksnest“ einheimsen, u. a. für den Besten Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin.

Vier Jahre nach diesem sensationellen Erfolg produzierte Douglas erneut einen Film, in dem er diesmal auch die Hauptrolle spielte. Neben Jane Fonda und Jack Lemmon stand er für den aufrüttelnden Streifen „Das China-Syndrom“ (1979) vor der Kamera. In den überaus erfolgreichen Abenteuerfilmen „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ (1984) und „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ (1985), die er ebenfalls selbst produzierte, stellte der Mime sein komödiantisches Talent unter Beweis und war im Musical-Film „A Chorus Line“ (1985) ein knallharter Choreograph. Für die Rolle des eiskalten Investmentbrokers Gordon Gekko in „Wall Street“ (1987), wo er neben Charlie und Martin Sheen zu sehen war, erhielt Douglas einen OSCAR als Bester Hauptdarsteller. Er ist somit neben Sir Laurence Olivier bisher der einzige Schauspieler, der sowohl einen OSCAR als Bester Hauptdarsteller, wie auch für den Besten Film erhielt. 1988 gründete der talentierte Mime die Produktionsfirma Stonebridge Entertainment, die er 1994 in Douglas-Reuther-Productions umbenannte. Zu einer der herausragenden Produktionen der damaligen Zeit zählte der Thriller „Eine verhängnisvolle Affäre“ (1987), wo Douglas einen Ehemann spielte, der von seiner abgelegten Geliebten (Glenn Close) terrorisiert wurde. Hier begann sich Michael Douglas’ Image erstmals zu wandeln – es sollten noch viele Rollen folgen, in denen er als Alleinkämpfer gegen Frauen antreten musste. Ein Beispiel dafür ist die Scheidungskomödie „Der Rosenkrieg“ (1989), wo Kathleen Turner seine immer rabiater werdende Ehefrau spielte. Im selben Jahr war Douglas außerdem noch im Erfolgsfilm „Black Rain“ (1989) zu sehen, und im Jahr darauf produzierte er „Flatliners“ (1990) mit Julia Roberts und Kiefer Sutherland in den Hauptrollen. Für reichlich Schlagzeilen sorgte der Erotik-Thriller „Basic Instinct“ (1992) mit Sharon Stone, und im Jahr darauf gab Michael eine erschreckende Vorstellung als amoklaufender Spießbürger in „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ (1993). Im selben Jahr produzierte er „Made in America“ (1993) und in „Enthüllung“ (1994) mit Demi Moore war Douglas das Opfer sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Im Psychothriller „The Game“ (1997) überzeugte der Mime restlos an der Seite von Sean Penn und im OSCAR nominierten „Traffic“ (2000) war er an der Seite von Catherine Zeta-Jones zu sehen. Im selben Jahr heirateten er und die 25 Jahre jüngere Schauspielerin – Zeta-Jones' Vater ist jünger als Michael.

Douglas hat mit Catherine zwei Kinder und aus seiner ersten Ehe mit Diandra Douglas stammt Sohn Cameron. Mit ihm und seinem Vater Kirk Douglas stand Michael für den Film „Es bleibt in der Familie“ (2003) vor der Kamera. Michael Douglas, der sowohl als Schauspieler, Regisseur und Produzent äußerst erfolgreich ist, wurde 2003 im Rahmen des World-Awards von Michail Gorbatschow mit dem World Artist Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der schottischen St. Andrews University. Im selben Jahr stand er mit Kim Basinger für „The Sentinel – Wem kannst du trauen?“ (2006) vor der Kamera und beeindruckte im Jahr darauf in der Tragikkomödie „King of California“ (2007). In „Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen“ (2009) war er neben Matthew McConaughey und Jennifer Garner zu sehen und im Jahr darauf gab er an der Seite von Jesse Metcalfe, Amber Tamblyn und Orlando Jones einen hartgesottenen Staatsanwalt in "Gegen jeden Zweifel" (2010). Mit "Wall Street: Geld schläft nicht" (2010), den er auch produzierte, will der Mime offenbar an seinen großen Erfolg anknüpfen.

Douglas, der sich 1992 einer Entziehungskur wegen seines Alkoholmissbrauchs unterzogen hatte, wurde 2008 vom American Film Institute für sein Lebenswerk geehrt. 2010 gab Douglas bekannt, dass er an Kehlkopfkrebs in fortgeschrittenem Stadium erkrankt sei und sich einer Chemotherapie unterziehen müsse.


Filmographie Michael Douglas

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
1969: Bester Newcomer: Hail, Hero!
1989: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Der Rosenkrieg
1995: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Hallo, Mr. President
2001: Bester Schauspieler - Drama: Wonder Boys
2010: Bester Nebendarsteller: Wall Street: Geld schläft nicht

Gewonnene Golden Globes
1987: Bester Schauspieler - Drama: Wall Street

Gewonnene OSCARs:
1975: Bester Film: Einer flog über das Kuckucksnest
1987: Bester Hauptdarsteller: Wall Street