Ray Liotta

Raymond Liotta

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Biographie

Ray Liotta © 20th Century Fox Germany

Geboren am 18.12.1955 in Newark, New Jersey, USA Autor Melanie Frommholz

„Es wäre schön, mal einen Film zu machen, in dem ich nicht das Mädchen zuerst erwürgen muss, um es zu bekommen.“
Ganz so drastisch wie Ray Liotta es in diesem Zitat beschreibt sah es zwar nicht durchweg in seiner bisherigen Karriere aus, aber es kommt zum Ausdruck, was der amerikanische Schauspieler selten verkörpert: Mr. Nice Guy, der die Frauen bekommt. Auch wenn der Mime sich immer wieder um Rollen jenseits seiner Klischeeschublade bemüht, werden ihn die meisten als knallharten Cop, Gauner, Psychopathen oder gebrochenen Typen in Erinnerung haben. Immer wandelbar, immer ausdruckstark, aber nie der aalglatte Schönling.

„Ich hatte in meinem ganzen bisherigen Leben bislang nur einen Kampf… und das war in der siebten Klasse. Dennoch denkt jeder ich bin ein Wahnsinniger.“
Liotta, der seinen italienischen Nachnamen einer Adoption im Alter von sechs Monaten verdankt, startete mit 23 Jahren und einer Rolle in der Soap „Another World“ seine Karriere als Schauspieler. Nach dem Abschluss an der Union High School in Union, New Jersey hatte er an der Universität von Miami Schauspiel studiert und war im uni-eigenen Theater aufgetreten. Nach „Another World“ folgten weitere TV-Projekte bevor Ray Liotta mit seiner ersten Hauptrolle in dem Thriller „Gefährliche Freundin“ an der Seite von Melanie Griffith ein erstes dickes Ausrufezeichen hinter seine Ambitionen setzte. Seine gute Leistung wurde mit einer Golden Globe-Nominierung als bester Nebendarsteller belohnt und bescherte Liotta weitere interessante Rollenangebote. 1989 spielte er in den OSCAR-nominierten „Feld der Träume“. Nur ein Jahr später bescherte dem Schauspieler das Mafia-Drama „GoodFellas – Drei Jahrzehnte für die Mafia“ von Regisseur Martin Scorsese den endgültigen Durchbuch in der Traumfabrik. Mit „Fatale Begierde“ und „Flucht aus Absolom“ festigte Ray Liotta sein hartes Image, nur um 1994 an der Seite von Whoopi Goldberg als sensibler Wittwer eine ganz andere Facette seines Könnens zu zeigen.
Mit einer Mischung aus Komödie, Action und Thriller ging es auch gegen Ende der 90er bei Ray Liotta weiter. Nach „Operation Dumbo“ folgte „Unforgettable“, „Turbulence“, „Cop Land“ und „Phoenix - Blutige Stadt“. Der Erfolg seiner Projekte war wechselhaft wie das Wetter. Die ganz großen Kassenschlager waren es nicht. Leider sollte sich zeigen, dass Ray Liotta zwar ein Trumpf in jedem Cast war, doch sein Name als Zugpferd nicht die gewünschten Ergebnisse einfuhr. Auch nach der Jahrtausendwende waren es daher die großen Nebenrollen oder die Co-Hauptrollen wie in „Die Wahrheit über Engel“, „Hannibal“, „Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven“ oder „Identität - Identity“, die den Namen Liotta international im Gespräch hielten. Die Wandlungsfähigkeit zeichnete den Mimen nach wie vor aus.
Für seine Episoden-Rolle in der elften Staffel der Erfolgsserie „Emergency Room“ wurde Ray Liotta 2005 mit einen Emmy als „Outstanding Guest Actor in a Drama Series“ geehrt – Einer seiner wenigen Ausflüge ins TV-Fach. Im Kino machte der Amerikaner mit Streifen wie "Smokin´ Aces" und "Born to be wild - Saumäßig unterwegs" von sich Reden. Es folgte die Komödie „Shopping-Center King - Hier gilt mein Gesetz“ und das Drama "Crossing Over". Die Zukunft hielt viel versprechende neue Projekte bereit. Im Oktober 2010 angelaufen: „Wie durch ein Wunder“ mit Frauenschwarm Zac Efron. Für 2011warem am Start: die Komödie „The Details“ unter anderem mit Tobey Maguire, das Sportlerdrama „Things Fall Apart“ zusammen mit Rapper 50 Cent und „The Son of No One“ an der Seite von Al Pacino, Channing Tatum und Juliette Binoche.

„Ich bin ein echter Stubenhocker. Ich war schon ein Stubenhocker bevor ich eine Familie hatte. Meine Tage waren angefüllt mit Hausarbeit.“
Von 1997 bis 2004 war Ray Liotta mit der Schauspielerin und Produzentin Michelle Grace verheiratet. Aus dieser Beziehung hat er die Tochter Karsen.


Filmographie Ray Liotta

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1986: Bester Nebendarsteller: Gefährliche Freundin