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Peter Alexander †
Peter Alexander Neumayer
Biographie
© unbekannt
|
Geboren am Gestorben am: |
30.6.1926 12.02.2011 |
in |
Wien, Österreich Wien, Österreich |
Autor | Thomas Ays |
|---|
Sänger, Entertainer, Schauspieler – in den 90er Jahren kannten 97% der Deutschen den Mann mit dem "Küss die Hand-Charme": Peter Alexander.
Der Wiener gehörte über 40 Jahre lang wie eine Institution ins deutsche Fernsehen. Er brach mit seinen Shows (unter anderem "Peter Alexander präsentiert Spezialitäten") sämtliche Einschaltquoten-Rekorde. Der deutschsprachige Raum liebte diesen Mann abgöttisch – keiner konnte dem außergewöhnlichen Charme des Österreichers so recht widerstehen. Natürlich gab es auch Peter Alexander-Hasser, die ihn mit "Heile-Welt-Apostel", "Schnulzen-Interpret" oder ähnlichem betitelten. Doch Fakt ist: Dieser Mann brach in gleich drei Sparten Rekorde, an die vorher noch niemand auch nur zu denken wagte. So verkauften sich seine Platten Millionen Mal, seine Tourneen waren regelmäßig ausverkauft, seine Shows der Quotenrenner – Peter Alexander war ein Mann der Bühne.
Eigentlich sollte alles – gut bürgerlich – bei den Wiener Sängerknaben anfangen. Doch Peter Alexander Neumayer, wie er wirklich heißt, hatte damals keine Lust darauf und setzte sich bei seinen Eltern durch. Später lernte er Klavier, und als er dann 1944 ein Jahr in britischer Kriegsgefangenschaft verbrachte, wurden die Kameraden sein Publikum. Peter Alexander wurde langsam zum Entertainer und Sänger, der andere zum Lachen brachte und sie unterhielt.
Zurück in Wien besuchte er – wieder gegen den Willen seines Vaters, der wollte nämlich aus dem Sohn einen Mediziner machen – das "Max-Reinhardt-Seminar", das er 1948 als "Staatlich geprüfter Schauspieler" verließ. In den 50er Jahren wurde Peter Alexander erst Sänger, bevor er Kinofilme drehte. Noch heute gelten Filme wie die Graf Bobby-Teile oder "Charleys Tante" zu den Kult-Klassikern des Schauspielers. Sicher, diese Filme waren allesamt nicht besonders anspruchsvoll, aber das Publikum liebte sie und machte viele dieser Filme zu wahren Kinohits.
„Meine Heimat ist meine Frau. Da, wo sie lebt, möchte ich sein.“
Peter Alexander war seit dem 22. September 1952 mit der Schauspielerin Hilde Haagen verheiratet. Sie zu bekommen war nicht einfach. Monatelang versuchte der damals noch völlig Unbekannte bei der betuchten Dame zu landen, doch vergebens. Zum Glück hat diese Geschichte ein Happy End. Sie wurde seine Managerin, die ihn antrieb und schlussendlich zu dem Mann machte, der er war. Die beiden bekamen zwei Kinder: Sohn Michael und Tochter Susanne. Am 29. März 2003 starb seine geliebte Frau Hilde, die er liebevoll "Schnurrdiburr" nannte, nach 51 Ehejahren.
Peter Alexander bekam unzählige Preise für sein Schaffen und Können im deutschen Fernsehen, darunter dreimal die Goldene Kamera (1969, 79 und 83), 10 (!) Mal den Bambi (1970, 1971, 1972, 1973, 1974,1977,1978,1987,1990 und 1996), den Goldenen Bildschirm 1973 und die Hermann-Löns-Medaille in Gold 1979.
Peter Alexander war nicht umsonst einer der größten und beliebtesten Showmaster, Sänger und Schauspieler. Seit dem Tod seiner Frau lebte er zurückgezogen im Tessin. Nach mehr als 600 TV-Auftritten und einer Karriere, die es so wohl nie wieder geben wird, war ihm das auch gegönnt, auch wenn seine Fans ihn auf der Bühne und im Fernsehen schmerzlich vermissten. Peter Alexander folgte seiner Frau Hilde fast acht Jahre später nach ihrem Tod mit 84 Jahren am 12. Februar 2011.
Filmographie Peter Alexander
- 1952: Verlorene Melodie
- 1952: Königin der Arena
- 1953: Die süßesten Früchte
- 1953: Salto Mortale
- 1954: Die große Starparade
- 1955: Liebe, Tanz und 1000 Schlager
- 1955: Verliebte Leute
- 1956: Kirschen in Nachbars Garten
- 1956: Musikparade
- 1956: Ein Mann muß nicht immer schön sein
- 1956: Bonjour Kathrin
- 1957: Liebe, Jazz und Übermut
- 1957: Das haut hin
- 1957: Die Beine von Dolores
- 1958: Schlag auf Schlag
- 1958: Münchhausen in Afrika / Unser Pauker ist der Beste
- 1958: Wehe, wenn sie losgelassen
- 1958: So ein Millionär hat's schwer
- 1959: Peter schießt den Vogel ab
- 1959: Salem Aleikum
- 1959: Ich bin kein Casanova
- 1960: Im weißen Rößl
- 1960: Kriminaltango
- 1960: Ich zähle täglich meine Sorgen
- 1961: Die Abenteuer des Grafen Bobby
- 1961: Saison in Salzburg
- 1962: Das süße Leben des Grafen Bobby
- 1962: Die lustige Witwe
- 1962: Hochzeitsnacht im Paradies
- 1962: Die Fledermaus
- 1963: Charleys Tante
- 1963: Der Musterknabe
- 1963: Schwejk's Flegeljahre
- 1964: Hilfe, meine Braut klaut
- 1965: Das Liebeskarussell / ... und sowas muss um 8 ins Bett
- 1965: Graf Bobby, der Schrecken des wilden Westens
- 1966: Bel Ami 2000 oder Wie verführt man einen Playboy?
- 1969: Zum Teufel mit der Penne
- 1969: Hurra, die Schule brennt!
- 1972: Hauptsache Ferien