Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Judi Dench
Judith Olivia Dench
Biographie
© 20th Century Fox Germany
| Geboren am | 9.12.1934 | in | York, England, Großbritannien | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
„Ich hasse es, wie Daniel Craig attackiert wurde. Es ist jämmerlich und widert mich an. Ich habe in Prag und auf den Bahamas mit ihm gefilmt und er ist ein wirklich guter Schauspieler. Er bringt etwas Neues und Kantiges in die Rolle. Diese voreiligen Kritiken werden sich als falsch erweisen.“
Dieser Ausspruch sagt viel über die charakterlichen Qualitäten von Judi Dench aus, die der Rolle der „M“ in den James Bond-Filmen eine ganz neue Eleganz verleiht. Dench ist die erste Frau, die „M“ ihr Gesicht gab – bereits sechsmal war sie als Chefin von James Bond zu bewundern: in „Goldeneye“ (1995), „Der Morgen stirbt nie“ (1997), „Die Welt ist nicht genug“ (1999), „Stirb an einem anderen Tag“ (2002), „Casino Royale“ (2006) und „Ein Quantum Trost“ (2008). Daneben ist Judi Dench allerdings eine der renommiertesten Bühnendarstellerinnen Großbritanniens und ging in die Theatergeschichte ein, als sie 1996 als erste Person überhaupt den Laurence Olivier Award für zwei unterschiedliche Rollen im selben Jahr erhielt. Unzählige Male wurde die Dench mit dem britischen Theaterpreis geehrt, erhielt mehrere OSCAR und Golden Globe Nominierungen und durfte die begehrten Trophäen auch schon mit nach Hause nehmen. Trotz der vielen Preise sagt die Mimin, dass sie immer noch unsicher sei und immer das Gefühl habe, in der nächsten Vorstellung noch besser sein zu müssen.
Geboren wurde Judith Olivia Dench am 09. Dezember 1934 im britischen York. Sie besuchte die Mount School in York, wo sie auch ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte – sie spielte in einer Schulaufführung eine Schlange. Anschließend studierte sie an der Central School of Speech and Drama in London, wo Vanessa Redgrave zu ihren Mitstudenten zählte. Ihr professionelles Bühnendebüt hatte die junge Schauspielerin 1957 als Ophelia in einer „Hamlet“-Inszenierung des Old Vic Liverpool. Sie spielte in der Royal Shakespeare Company und trat am National Theatre und am Old Vic Theatre auf. Bald schon folgten erste Rollen im Fernsehen und in „The Third Secret“ (1964) bekam die Mimin ihre erste kleine Filmrolle an der Seite von Richard Attenborough und Stephen Boyd. Denchs Bühnenerfahrung war für viele Verfilmungen bekannter Bühnenstücke von großem Vorteil, so war sie etwa in „Ein Mittsommernachtstraum“ (1968) mit Ian Holm und Helen Mirren zu sehen oder als Lady Macbeth neben Ian McKellen in „Macbeth“ (1978). Bereits fünfmal wurde die außergewöhnliche Charakterdarstellerin mit dem British Academy Award ausgezeichnet, u. a. 1982 als Beste Schauspielerin in der Comedy-Serie „A Fine Romance“, wo sie neben ihrem Ehemann Michael Williams zu sehen war, den sie 1971 geheiratet hatte.
Seit Mitte der Achtzigerjahre ist Judi Dench auch im internationalen Filmgeschäft ein Star. Für „Zimmer mit Aussicht“ (1986), wo sie neben Helena Bonham Carter, Julian Sands und Daniel Day-Lewis zu sehen war und für „Eine Handvoll Staub“ (1988) mit James Wilby, Kristin Scott Thomas, Anjelica Huston und Alex Guinness erhielt sie jeweils wieder einen British Academy Award. Ihre erste OSCAR Nominierung als Beste Hauptdarstellerin erhielt die britische Mimin für ihre Darstellung der depressiven Queen Victoria in „Ihre Majestät Mrs. Brown“ (1997) – für diese Rolle gewann sie schließlich den Golden Globe. Schon ein Jahr später durfte die Dench dann den „Goldjungen“ mit nach Hause nehmen: Sie bekam den OSCAR als Beste Nebendarstellerin für ihre Rolle der Queen Elizabeth I. in „Shakespeare in Love“ (1998) – und das, wo ihr Auftritt nur ganze acht Minuten dauerte und sie in nur vier Szenen zu sehen war. Für ihre Darstellung einer verbitterten alten Frau in „Chocolat“ (2000) wurde Ms. Dench erneut als Beste Nebendarstellerin für den OSCAR und den Golden Globe nominiert. 2002 war sie dann neben Kevin Spacey in „Schiffsmeldungen“ zu sehen und im selben Jahr folgten erneut eine OSCAR sowie eine Golden Globe Nominierung als beste Hauptdarstellerin in „Iris“ (2002). Auch für ihre Filme „Lady Henderson präsentiert“ (2005) und „Tagebuch eines Skandals“ (2006) wurde die Dench für diese beiden wichtigsten amerikanischen Filmpreise nominiert – und das, wo sie selber zugibt:
„Ich lese Drehbücher nicht so gerne. Mir gefällt es besser, wenn mir jemand einfach erklärt, worum es in der Geschichte geht.“
1988 wurde der Schauspielerin von Königin Elizabeth II. der Titel Dame Commander of the Britisch Empire verliehen – seither darf sie sich Dame Judi Dench nennen. 2005 wurde sie in den Order of the Companions of Honour aufgenommen. Über ihre lange Ehe mit dem Schauspielerkollegen Michael Williams, der 2001 starb, sagte Judi einmal: “Wir waren einfach nur glücklich, wenn wir zusammen in einem Raum sein konnten.” Die beiden haben eine gemeinsame Tochter, Finty Williams, die ebenfalls Schauspielerin ist. Über die Charakterdarstellerin, die zugibt, dass die Bühne für sie immer an erster Stelle stehen wird, gibt es eine nette Anekdote zu erzählen: Als der Royal Shakespeare Company Direktor Peter Hall sie unbedingt in der Titelrolle einer Inszenierung von „Cleopatra“ besetzen wollte, lehnte sie mit der Begründung ab, sie gäbe der Cleopatra die Gestalt eines Zwerges in der Menopause. Glücklicherweise gelang es Hall aber dann doch noch, die Dench zu überzeugen, und sein Theaterstück wurde dadurch eine hoch gelobte und sehr erfolgreiche Inszenierung. Judi Dench, die sehr oft stolze Frauen mit einem starken Willen und großer Autorität darstellt, erhielt 2008 den Europäischen Filmpreis für ihr Lebenswerk. Über ihren Beruf sagte sie einmal:
„Ich glaube nicht, dass man jemandem erklären kann, wie er zu spielen hat. Ich denke, man kann Ratschläge geben. Aber jeder Schauspieler muss seinen eigenen Weg finden.“
2010 war die Mimin in Rob Marshalls Musical "Nine" (2010) zu sehen und im Jahr darauf beehrte sie den bereits vierten Teil des Piratenabenteuers "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" (2011) mit ihrer gewaltigen Präsenz. Neben Leonardo DiCaprio und Naomi Watts war sie im großartigen Biopic "J. Edgar" (2012) zu sehen, und ebenfalls in diesem Jahr stand sie mit Bill Nighy für die britische Komödie "Best Exotic Marigold Hotel" (2012) vor der Kamera. Im Biopic "My Week with Marilyn" (2012) durfte die Dench neben Michelle Williams, Julia Ormond und Emma Watson glänzen.
Filmographie Judi Dench
- 1959: Hilda Lessways (TV)
- 1959: ITV Play of the Week (TV-Serie)
- 1960: The Terrible Choice (TV-Serie)
- 1960: Armchair Theatre (TV-Serie)
- 1960: An Age of Kings (TV-Serie)
- 1960: Die vier Gerechten (TV-Serie)
- 1962: The Cherry Orchard (TV)
- 1963: Z Cars (TV-Serie)
- 1964: The Third Secret
- 1964: Detective (TV-Serie)
- 1964: Theatre 625 (TV-Serie)
- 1965: Vier Uhr morgens
- 1965: Sherlock Holmer größter Fall
- 1965: The Troubleshooters (TV-Serie)
- 1965: Wer einen Tiger reitet
- 1966: Talking to a Stranger (TV-Serie)
- 1966: Play of the Month (TV-Serie)
- 1968: A Midsummer Night's Dream
- 1968: Jackanory (TV-Serie)
- 1973: Luther (1973)
- 1973: Ooh La La! (TV-Serie)
- 1974: Eine todsichere Sache
- 1978: The Comedy of Errors (TV)
- 1979: Macbeth (TV)
- 1979: BBC2 Playhouse (TV-Serie)
- 1980: Love in a Cold Climate (TV-Serie)
- 1981: The Cherry Orchard (TV)
- 1981: A Fine Romance (TV-Serie) (auch Musik)
- 1983: Saigon: Year of the Cat (TV)
- 1985: Mr. and Mrs. Edgehill
- 1985: The Browning Version
- 1985: The Angelic Conversation
- 1985: Wetherby
- 1986: Zimmer mit Aussicht
- 1986: Ghosts (TV)
- 1987: Zwischen den Zeilen
- 1988: Eine Handvoll Staub
- 1989: Behaving Badly (TV)
- 1989: Henry V
- 1990: Danny (TV)
- 1991: Absolute Hell (TV)
- 1992: As Time Goes By (TV-Serie)
- 1992: The Torch (TV-Serie)
- 1994: Middlemarch (TV-Serie)
- 1994: Spaceship Earth
- 1995: Jack und Sarah
- 1995: As Time Goes By (TV-Serie)
- 1995: James Bond 007 - Goldeneye
- 1996: Hamlet (1996)
- 1997: Ihre Majestät Mrs. Brown
- 1997: James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie
- 1998: Shakespeare in Love
- 1999: Tee mit Mussolini
- 1999: James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug
- 2000: Die legendären Bombshells (TV)
- 2000: Chocolat
- 2001: Angelina Ballerina (TV-Serie) (nur Stimme)
- 2002: Schiffsmeldungen
- 2002: Iris
- 2002: Ernst sein ist alles
- 2002: James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag
- 2004: Die Kühe sind los
- (nur Stimme)
- 2004: Riddick - Chroniken eines Kriegers
- 2004: A Dairy Tale (nur Stimme)
- 2005: Der Duft von Lavendel
- 2005: Stolz und Vorurteil
- 2006: Doogal (nur Stimme)
- 2006: Lady Henderson präsentiert
- 2006: James Bond 007 - Casino Royale
- 2007: Tagebuch eines Skandals
- 2007: Cranford (TV-Serie)
- 2008: James Bond 007 - Ein Quantum Trost
- 2009: Rage
- 2010: Nine
- 2011: Jane Eyre
- 2011: Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten
- 2011: Run for Your Wife
- 2011: Friend Request Pending
- 2012: J. Edgar
- 2012: My Week with Marilyn
- 2012: Best Exotic Marigold Hotel
- 2012: James Bond 007 - Skyfall
- 2012: The Curse of The Buxom Strumpet
- 2013: Better Living Through Chemistry
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen
1998: Beste Nebendarstellerin: Shakespeare in Love
2000: Beste Nebendarstellerin: Chocolat
2001: Beste Schauspielerin - Drama: Iris
2005: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Lady Henderson präsentiert
2006: Beste Schauspielerin - Drama: Tagebuch eines Skandals
Gewonnene Golden Globes
1997: Beste Schauspielerin - Drama: Ihre Majestät: Mrs. Brown
OSCAR Nominierungen
1997: Beste Hauptdarstellerin: Ihre Majastät, Mrs. Brown
2000: Beste Nebendarstellerin: Chocolat
2001: Beste Hauptdarstellerin: Iris
2005: Beste Hauptdarstellerin: Lady Henderson präsentiert
2006: Beste Hauptdarstellerin: Tagebuch eines Skandals
Gewonnene OSCARs
1998: Beste Nebendarstellerin: Shakespeare in Love



