Carrie Fisher

Carrie Frances Fisher

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Biographie

Carrie Fisher © 20th Century Fox Germany

Geboren am 21.10.1956 in Los Angeles, California, USA Autor Thomas Ays

„Mark war 24, ich 19 und Harrison 33. Er war wie der ‚große Mann’ am Set. Man sah zu ihm auf und sagte sich selbst: ‚Er wird ein Star!’“
Die Zahl derer, die an der Popolarität, die ihnen „Star Wars“ brachte, fast zugrunde gingen, ist klein, jedoch ist Carrie Fisher („Prinzessin Leia“) eine von ihnen.
Als Tochter von Schauspielerin Debbie Reynolds und Sänger Eddie Fisher wurden ihr Cocktailparties, schicke Klamotten und Chauffeur bereits in die Wiege gelegt. Ihre Kindheit glich einem Märchen. So ist es auch nicht verwunderlich, das sie bereits mit 19 Jahren Warren Beatty in „Shampoo“ verführte, bevor sie dann die Rolle der Prinzessin Leia im ersten Teil der „Krieg der Sterne“ Trilogie „Star Wars – Episode IV – Eine neue Hoffnung“ annahm. Gemeinsam mit Mark Hamill und Harrison Ford wurde Carrie Fisher über Nacht ein Star. Die Welt lag der 21jährigen zu Füssen. Das blieb auch so, als 1980 „Star Wars - Episode V - Das Imperium schlägt zurück“ und 1983 „Star Wars - Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ weltweit in die Kinos kam. Doch nachdem die Trilogie abgeschlossen war, half ihr niemand mehr. Es gibt eben keinen Regisseur für das Leben. Es gibt niemanden, der einer jungen, unselbstständigen Frau erklärt, wie die Liebe funktioniert. Carrie Fisher fiel in ein tiefes Loch.
Sie war weiterhin in Filmen zu sehen, so z.B. in „Die Göttliche“ und „Hannah und ihre Schwestern“, doch ihre Einsamkeit hinter der Kamera wurde immer größer. Sie begann über ihr Leben Tagebuch zu führen und flüchtete gleichzeitig in die Drogenhölle. Von einer Krankenschwester musste sie erfahren, dass man sie mit einer Überdosis aufgefunden hatte.
Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es sich nicht auf alles stürzen würde, was Geld bringt. So auch auf das Tagebuch von Carrie Fisher, die aus selbigem schließlich einen Roman mit dem Titel „"Postcards From the Edge", - Postkarten vom Rande der wirklichen Welt zum Traumland“ machte. Verfilmt wurde er mit Meryl Streep und Shirley MacLaine, doch erstaunlicherweise wurde die Einsamkeit der Hauptdarstellerin nicht erwähnt, viel mehr die Rivalität zwischen Mutter und Tochter.
Nicht genannt ist sie als Co-Autorin von Filmen, wie „Lethal Weapon III“, „Outbreak“, „Sister Act“ und „Eine Hochzeit zum Verlieben“.
Carrie Fisher schrieb weiter. Mit „Surrender the Pink“ arbeitete sie die Beziehung mit Ex-Mann Paul Simon („Simon & Garfunkel“) auf und sie blieb weiter dem Filmgeschäft treu. Sie war in „Mein böser Freund Fred“ und „Lieblingsfeinde“ zu sehen. Doch auch hier, wie schon zuvor, war der einstige Star ausschließlich in (kleinen) Nebenrollen zu sehen.
2008 kam sie neben Mey Ryan in „The Women“, 2009 in "Fanboys" in die Kinos. 2010 folgte der unnötige Horrorfilm "Schön bis in den Tod". Weitere Projekte sind angekündigt.

Es ist tragisch, das sowohl für Mark Hamill („Luke Skywalker“), als auch für Carrie Fisher der Starruhm nicht anhielt. Stattdessen brachte ihr diese Rolle fast den Tod, da sie mit der Ignoranz danach und der ständigen Einsamkeit nicht klarkam. So wie ein Märchen beginnt, sollte es auch enden. Wir hoffen auf ein großes Happyend für Carrie Fisher.


Filmographie Carrie Fisher