Robert De Niro

Robert Mario De Niro Jr.

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Biographie

Robert De Niro © United International Pictures

Geboren am 17.8.1943 in New York, New York, USA Autor Kathrin Lang

"Ich könnte auch ein Schnitzel spielen!"
Robert De Niro gehört zur unangefochtenen Elite von Hollywood. Kaum einer seiner Kollegen vermag ihm das Wasser zu reichen: Als einer der größten Charakterdarsteller der Traumfabrik liegt ihm beinahe jede Rolle. Von witzig bis unberechenbar und gefährlich – De Niro konnte noch in jedem Genre das Publikum von sich überzeugen. Nicht völlig zu unrecht wurde der Amerikaner auch schon mehrmals bei den OSCAR-Verleihungen bedacht. Ganze sechs Mal wurde er für den begehrten Goldjungen bereits nominiert, wovon er ihn zwei Mal mit nach Hause nehmen durfte.

“Die Schauspielerei erlaubt dir das Leben anderer zu führen, ohne den Preis dafür zahlen zu müssen.”
Den Weg zur Schauspielerei fand der 1943 in New York geborene Mime über das Theater. Bereits als Zehnjähriger stand er zum ersten Mal auf der Bühne und mit 16 verdiente er sich sein erstes Geld mit der Schauspielerei, als er von einem Tournee-Theater engagiert wurde. Seine Ausbildung erhielt er bereits im Jugendalter am Stella Adler Konservatorium. Nach seinem ersten Leinwandauftritt, den De Niro 1965 mit einer Rolle in „Drei Zimmer in Manhattan“ absolvierte, ging es für den Mimen Knall auf Fall: Nachdem er für seine Darstellung in Filmen wie „Das letzte Spiel“ und „Hexenkessel“ von der Presse schon hoch gelobt wurde, gewann er 1974 für seine Rolle in „Der Pate II“ seinen ersten OSCAR als bester Nebendarsteller. Danach war der Erfolgssträhne des Amerikaners kaum noch ein Ende zu setzen. 1976: Für seine Rolle in „Taxi Driver“ wird Robert De Niro für den Golden Globe sowie den OSCAR nominiert. 1977: Eine erneute Nominierung für den Globe als bester Schauspieler für seine Darstellung in „New York, New York“. 1978: Eine weitere OSCAR und Golden Globe-Nominerung für „Die durch die Hölle gehen“. 1980: Robert De Niro gewinnt zum zweiten Mal den OSCAR und zum ersten Mal den Golden Globe als bester Schauspieler für „Wie ein wilder Stier“. Noch kaum einer seiner Kollegen erzielte einen solch erfolgreichen Einstieg in das Showgeschäft wie Robert De Niro.

In den kommenden Jahren war der Superstar Robert De Niro kaum mehr aus den Kinos wegzudenken. Immer wieder sahen wir sein markantes Gesicht auf den Leinwänden und immer wieder schaffte er es auf ein Neues, mit seiner Darstellung zu begeistern. Vor allem seine enorme Wandlungsfähigkeit und sein Talent, beinahe jede Rolle mit Bravour zu meistern, machten aus De Niro einen Diamanten unter den Hollywoodakteuren. Egal ob in großen Dramen wie „Es war einmal Amerika“ oder in Polit-Thrillern wie „Die Unbestechlichen“ – Robert De Niro enttäuschte seine Fans niemals. Auch der bekannte Regisseur Martin Scorsese war von Anfang an von dem Talent De Niros begeistert. Bislang war Robert De Niro ganze acht Mal in Filmen von Scorsese zu sehen. Angefangen hat die Zusammenarbeit 1973 mit „Hexenkessel“ und ging dann weiter mit Filme wie „GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia“, „Kap der Angst“ und „Casino“. „Wir müssen nicht reden, um uns zu verstehen“, sind die Worte von Scorsese über das Erfolgsrezept der beiden.

Dass De Niro ein Garant für gute Filme ist, wissen wir noch heute. Streifen wie der Kult-Thriller „Heat“ (1995) oder die tolle Komödie „Reine Nervensache“ (1999), sind noch immer gerngesehene Filme. Aber auch mit neueren Produktionen wie dem 2005 entstandenen Horror-Thriller „Hide and Seek“ oder dem Fantasyfilm „Der Sternenwanderer“ (2007), füllte Robert De Niro mühelos die Kinosäle. Auch das Kinojahr 2009 starte für den Amerikaner hervorragend: Die Wiedervereinigung von Pacino und De Niro in „Kurzer Prozess - Righteous Kill“ kam zwar nicht ganz an den Erfolgshit "Heat" heran, konnte aber dennoch überzeugen. Die ebenfalls für 2009 angekündigte Komödie „Inside Hollywood“ wurde hingegen ein voller Hit. 2010 kehrte er in der Tragik-Komödie "Everybody's Fine" auf die Leinwände zurück und übernahm zudem eine Rolle in Robert Rodriguez´ "Machete".

Für seine überragenden Leistungen, die De Niro seit Anbeginn seiner Karriere erbringt, wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Am 12.6.2003 wurde Robert De Niro für drei Jahrzehnte im Filmgeschäft mit dem 31. American Film Institute (AFI) - "Lifetime Achievement Award" geehrt. Aus Deutschland gab es für den Mimen 2008 die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. Anfang 2011 wurde dem Urgestein aus Hollywood schließlich eine große Ehre zuteil, als ihn die Golden Globe-Jury mit dem Cecil B. DeMille Award auszeichnete. Ein gutes Zeichen für die weitere Karriere von De Niro, den wir sicherlich noch einige Male in unseren Kinos zu sehen bekommen werden.

"Mein größter Traum war immer, selbst ein Drehbuch zu schreiben und das dann selbst zu verfilmen. Das ist die vollkommenste Form des Filmemachens."
Schon bald zeigte Robert De Niro auch für andere Möglichkeiten, sich bei der Entstehung eines Filmes zu beteiligen, Interesse. Seit 1989 betätigte er sich schon etliche Male als Produzent. Unter anderem wirkte er auf diese Weise bei Filmen wie „In den Straßen der Bronx“, „Marvins Töchter“ und „Meine Braut, ihr Vater und ich“ hinter den Kulissen mit. Für „In den Straßen der Bronx“ nahm De Niro sogar erstmals auch auf dem Regiestuhl Platz. Dies wiederholte er 2006, als er für das Drama „Der gute Hirte“ erneut die Regie führte. Ein Drehbuch hat er bislang noch nicht geschrieben, doch auch diesen Traum wird sich das Multitalent gewiss eines Tages verwirklichen.

"Mir geht es gut. Ich bin glücklich, einen Doktor gefunden zu haben, der bei einer Biopsie so früh etwas entdeckte, was nicht stimmt."
2003 ereilten die Medien grausame Nachrichten. Die Ärzte diagnostizierten bei Robert De Niro Krebs, womit für den Mimen ein harter Kampf ums Überleben begann. Zur Seite standen ihm in dieser schweren Zeit seine zweite Exfrau Grace Hightowe und De Niros Kinder. Die viele Zeit, die Grace und Robert De Niro miteinander verbrachten, heilte schlussendlich nicht nur die Krankheit, sondern glücklicherweise auch die Herzen: 2004 klingelten die Hochzeitsglocken für die beiden erneut.


Filmographie Robert De Niro

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
1976: Bester Schauspieler - Drama: Taxi Driver
1977: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: New York, New York
1978: Bester Schauspieler - Drama: Die durch die Hölle gehen
1989: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht
1991: Bester Schauspieler - Drama: Kap der Angst
1999: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Reine Nervensache
2000: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Meine Braut, ihr Vater und ich

Gewonnene Golden Globes
1980: Bester Schauspieler - Drama: Wie ein wilder Stier

OSCAR Nominierungen:
1976: Bester Schauspieler: Taxi Driver
1978: Bester Hauptdarsteller: Die durch die Hölle gehen
1990: Bester Hauptdarsteller: Zeit des Erwachens
1991: Bester Hauptdarsteller: Kap der Angst

Gewonnene OSCARs
1974: Bester Nebendarsteller: Der Pate 2
1980: Bester Hauptdarsteller: Wie ein wilder Stier