Emilio Estevez

Biographie

Emilio Estevez © Kinowelt

Geboren am 12.5.1962 in New York, New York, USA Autor Melanie Frommholz

“Das Bedeutungsvollste, was mein Vater mich lehrte ist, dass mein Job nicht weniger oder mehr wert ist als jeder andere.“
Emilio Estevez hat „Film“ im Blut. Der Amerikaner hatte in den 1980 Jahren ein erstes Karrierehoch als Schauspieler und macht sich in den letzten Jahren zunehmend einen Namen als Filmemacher. Der älteste Sohn von Martin Sheen (Emilio behielt den Nachnamen seiner Mutter bei) und Bruder von Charlie Sheen („Hot Shots“) ist wahrlich nicht erst seit gestern im Geschäft. Seinen Einstand im Filmbusiness gab Emilio 1980 mit dem TV-Film „Seventeen going on Nowhere“. Nach einigen weiteren, kleineren Rollen sollte dann mit dem Teenager-Drama „Die Outsider“ 1983 ein größeres Publikum auf den Amerikaner aufmerksam werden. Das Genre kam bei den Kinobesuchern gut an und Filme wie „Breakfast Club – Der Frühstücksclub“ oder St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief“ folgten. Als Mitglied des so genannten „Brat Pack“ sagte im die Presse eine große Karriere voraus.

“Ich verbringe einen Grossteil meines Lebens mit Reisen und ich weiß, dabei habe ich am meisten gelernt, nicht in der Schule.“
Emilio Estevez wollte jedoch nicht nur vor der Kamera arbeiten. 1985 lieferte er das Drehbuch zu „Jungs außer Kontrolle“. Bereits ein Jahr später, 1986, gab er mit „Wisdom - Dynamit und kühles Blut“ auch sein Debüt als Regisseur. Zu dem Streifen schrieb er auch das Drehbuch und war in einer Hauptrolle zu sehen. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre blieb Emilio Estevez mit Kinofilmen wie „Young Guns“ an der Seite von Kiefer Sutherland und Bruder Charlie Sheen oder „Mighty Ducks – Das Superteam“ im Gespräch. Dann kam der Knick. Eine zeitlang wurde sehr still um den amerikanischen Schauspieler. Grosse Filme in deutschen Kinos: Fehlanzeige. Doch Estevez war nicht untätig. Er arbeitete als Regisseur fürs Fernsehen und war hinter der Kamera unter anderem für die Walt Disney Studios tätig. Im März 2008 kam das Projekt "Bobby" in unsere Kinos. Für den Film, der sich mit der Ermordung des U.S. Senators Robert F. Kennedy befasst, trat Estevez erneut auch als Regisseur, Drehbuchautor und als Produzent in Erscheinung. Der Streifen wurde unter anderem bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet. Emilio Estevez unterstrich mit dem Streifen nachdrücklich, seine Ambitionen als Filmemacher. Für 2010 sind die Projekte „The Way“ und „The Public“ in der Planung.

Von 1992 bis 1994 war Emilio Estevez mit der Sängerin Paula Abdul verheiratet. Mit seiner Ex-Freundin Carey Salley hat der Amerikaner zwei Kinder. 2006 gab Estevez seine Verlobung mit Sonja Magdevski bekannt.


Filmographie Emilio Estevez

  • 1980: Seventeen going to Nowhere (TV)
  • 1980: Insight (TV-Serie)
  • 1981: To climb a Mountain (TV)
  • 1982: Making the Grade (TV-Serie)
  • 1982: Unter den Augen der Justiz
  • 1982: Tex
  • 1983: Die Outsider
  • 1983: Albträume
  • 1984: Repoman
  • 1985: The Breakfast Club
  • 1985: St. Elmo's Fire - Die Leidenschaft brennt tief
  • 1985: Jungs außer Kontrolle (auch Autor)
  • 1985: Rhea M – Es begann ohne Vorwarnung
  • 1986: Wisdom - Dynamit und kühles Blut (auch Autor, Regie)
  • 1987: Die Nacht hat viele Augen
  • 1988: Young Guns
  • 1988: Das Highway Trio (ungenannt)
  • 1989: Operation Nightbreaker (TV)
  • 1990: Blaze of Glory - Flammender Ruhm
  • 1990: Men at work (auch Autor, Regie)
  • 1992: Freejack
  • 1992: Mighty Ducks - Das Superteam
  • 1993: Loaded Weapon 1
  • 1993: Die Abservierer
  • 1993: Judgment Night
  • 1994: D2: The Mighty Ducks
  • 1995: The Jerky Boys (nur Ex.Produzent)
  • 1996: Mission: Impossible
  • (ungenannt)
  • 1996: Heimatfront (auch Autor, Regie)
  • 1996: D3: The Mighty Ducks
  • 1998: Django - Ein Dollar für den Tod (TV)
  • 1999: Mit Vollgas durch die Nacht (TV)
  • 2000: Sand
  • 2000: Rated X (TV)(auch Regie)
  • 2001: The Guardian (TV-Serie) (nur Regie)
  • 2003: The West Wing (TV-Serie)
  • 2003: Los Reyes magos (ungenannt)
  • 2004: Cold Case - Kein Opfer ist je vergessen (TV-Serie)(nur Regie)
  • 2004: The L.A. Riot Spectacular
  • 2005: Culture Clash in AmeriCCa (nur Regie)
  • 2005: CSI: NY (TV-Serie) (nur Regie)
  • 2005: Close to Home (TV-Serie) (nur Regie)
  • 2006: Arthur und die Minimoys
  • (nur Stimme)
  • 2007: Bobby
  • (auch Regie, Drehbuch, Produzent)
  • 2008: Mein cooler Onkel Charlie (TV-Serie)
  • 2010: The Way (auch Regie, Drehbuch, Produzent)
  • 2010: The Public (auch Regie, Drehbuch, Produzent)