Colin Firth

Colin Andrew Firth

ist bekannt durch
  • Kekse
  • Kekse
  • Kekse
  • Kekse

Biographie

Colin Firth © United International Pictures

Geboren am 10.9.1960 in Hampshire, England, Großbritannien Autor Stefanie Rufle

„Ich liebe es, seltsame Charaktere darzustellen. Manch einer würde das sicherlich auf einen versteckten Teil von mir zurückführen, aber ich glaube, die Erklärung ist sehr viel einfacher: Normale Menschen sind eben nun mal nicht sonderlich interessant.“
Colin Firth zählt zweifelsohne zu den wandlungsfähigsten und außergewöhnlichsten Schauspielern unserer Zeit. Der britische Mime verfügt über ein unglaublich großes Rollenrepertoire, er spielt ebenso den vollendeten Gentleman, wie den leidenschaftlichen Liebhaber oder den finsteren Schurken. Doch auch im „wahren Leben“ trifft Colin zielsicher den richtigen Ton. Nachdem Kollege Hugh Grant nach Ende der Dreharbeiten zu „Tatsächlich…Liebe“ (2003) einige bissige Bemerkungen zu Firth Aussehen und schauspielerischen Fähigkeiten gemacht hatte, war dessen einziger Kommentar dazu, dass er und Grant eine Art von „Bette Davis-Joan Crawford Beziehung“ hätten.

Der am 10. September 1960 in Grayshott geborene Colin Firth stammt aus einer Familie von Akademikern. Sein Vater war Geschichtslehrer am College in Winchester, seine Mutter unterrichtete als Religionslehrerin. Da Colins Großeltern methodistische Missionare waren, verbrachte er seine ersten Lebensjahre in Kenia. Im Alter von fünf Jahren kehrte der Junge nach England zurück und besuchte die Grundschule. Dort machte er auch erste schauspielerische Erfahrungen, als er in einer Weihnachtspantomime auftrat. Nach dem Schulabschluss besuchte Firth das Drama Centre in Chalk Farm und wurde nach einem Auftritt als „Hamlet“ entdeckt. Er erhielt seine erste größere Rolle in der West-End-Produktion „Another Country“, wo er den Bennet spielte. In der gleichnamigen TV-Fassung des Stücks spielte Colin 1984 den Judd. Im selben Jahr war Firth im Fernsehfilm „Die Dame mit den Kamelien“ (1984) an der Seite von Greta Scacchi und Ben Kingsley zu sehen.

"Schauspieler sind vor allem Drag Queens. Natürlich erzählt man, man wäre Schauspieler, um die Menschheit zu heilen oder die Natur der menschlischen Psyche zu erforschen. Ja, vielleicht. Aber hauptsächlich wollen wir uns einfach einen Rock anziehen und tanzen." (Colin Firth)
Es folgten nun die unterschiedlichsten Rollenangebote: Er spielte im Kinderfilm „Der geheime Garten“ (1987), im Polit-Thriller „Apartment Zero“ (1988), im Kostümdrama „Valmont“ (1989) und im Thriller „Femme fatale“ (1991). Im Mittelalter-Drama „Pesthauch des Bösen“ (1993) war Firth als Anwalt neben Ian Holm und Donald Pleasance zu sehen und in der TV-Produktion „Stolz und Vorurteil“ (1995) nach Jane Austen spielte Colin den Mr. Darcy. Auch der große Erfolg „Der englische Patient“ (1996) war wiederum eine Literaturverfilmung, in der der Brite an der Seite von Ralph Fiennes, Juliette Binoche, Willem Dafoe, Kristin Scott Thomas und Jürgen Prochnow zu sehen war. In „Fever Pitch“ (1997) gab Colin einen notorischen Fußballfan und in der Liebeskomödie „Shakespeare in Love“ (1998) stand er neben Gwyneth Paltrow, Joseph Fiennes, Ben Affleck und Judi Dench als finsterer Bösewicht vor der Kamera. Zu den größten Erfolgen Colin Firths zählen ganz sicher „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ (2001) und „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ (2004), beide angelehnt an Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, in denen der Mime den englischen Gentleman Marc Darcy spielt. Im traumhaft schönen Liebesfilm „Tatsächlich…Liebe“ (2003) stand Firth neben einem wahren Staraufgebot vor der Kamera und bezauberte als hoffnungslos verliebter Schriftsteller.

Ganz offensichtlich ist der britische Mime ein Romantiker, hatte er doch schon die eine oder andere Beziehung zu Kolleginnen, die er am Set kennen lernte. Mit Jennifer Ehle stand er für „Stolz und Vorurteil“ vor der Kamera und mit seiner früheren Partnerin Meg Tilly, die er bei den Dreharbeiten zu „Valmont“ traf, hat er einen gemeinsamen Sohn. Seit 1997 ist Colin mit der italienischen Dokumentarfilmerin Livia Guiggioli verheiratet, die beiden haben zwei Söhne zusammen. Seit 2002 ist Firth Botschafter der Entwicklungshilfe-Organisation „Oxfam“. Im Rahmen derer Kampagne „Make Trade Fair“ setzt er sich für die Gleichberechtigung von Bauern in Entwicklungsländern ein. Außerdem ist der Schauspieler Teilhaber der Fair Trade-Kaffeekette „Progreso“ in London – hier war er auch schon des Öfteren hinter dem Tresen zu sehen. Dem Mimen, der abwechselnd in London und Italien lebt, wurde am 19. Oktober 2007 die Ehrendoktorwürde der Universität von Winchester verliehen. Für seine Rolle in "A Single Man" (2010) wurde er sowohl für einen Golden Globe als auch für einen OSCAR als bester Hauptdarsteller nominiert. Im selben Jahr stand er für die Romanadaption "Das Bildnis des Dorian Gray" (2010) neben Ben Barnes und Rachel Hurd-Wood und in "Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" (2010) neben Jessica Biel vor der Kamera. Für seine überzeugende Darstellung des Sohns von King George V. in "The King's Speech" (2011) wurde der britische Mime mit einem Golden Globe als Bester Schauspieler in einem Drama geehrt. Außerdem durfte er für diese Rolle den OSCAR als Bester Hauptdarsteller entgegennehmen. Im Jahr darauf war er der Brite an der Seite von Gary Oldman, Tom Hardy, John Hurt und Mark Strong im Thriller "Dame, König, As, Spion" (2012) zu sehen.
Über seinen Film „Mamma Mia!“ (2008) hat Firth seinen Zuschauern Folgendes zu sagen:
„Wenn Sie wild darauf sind, Männer mittleren Alters in eng anliegenden Klamotten dabei zuzusehen, wie sie versuchen zu singen, dann ist das der richtige Film für Sie.“


Filmographie Colin Firth

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
2009: Bester Schauspieler - Drama: A Single Man

Gewonnene Golden Globes:
2010: Bester Schauspieler - Drama: The King's Speech

OSCAR Nominierungen:
2009: Bester Hauptdarsteller: A Single Man

Gewonnene OSCARs:
2010: Bester Hauptdarsteller: The King's Speech