Leonardo DiCaprio

Leonardo Wilhelm DiCaprio

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Biographie

Leonardo DiCaprio © Warner Bros. Pictures

Geboren am 11.11.1974 in Hollywood, Kalifornien, USA Autor Kathrin Lang

„Ich gehöre nicht zu der Art von Menschen, die versuchen cool oder trendy zu wirken. Ich bin definitiv ein Individuum.“
Seit 2007 zählt Leonardo DiCaprio laut dem amerikanischen Forbes Magazine zu den best verdienenden Schauspielern in Hollywood. Er erhielt Gagen in Höhe von 45 Millionen Dollar und spielt damit in der oberen Schauspielliga. Doch auch seine Karriere ist gezeichnet von Hoch- und Tiefpunkten. Wie im Bilderbuch ging es bei ihm nicht immer zu.

„Ich kann mir eben Sachen, die ich gesehen oder gehört habe, leicht aneignen. Im Unterschied zu anderen, die alles erst erfühlen müssen. Ich muss keine Drogen nehmen oder auf der Straße leben, um zu zeigen, wie man sich dabei fühlt. Meine Methode ist, dass ich keine Methode habe.“
Das Talent zur Schauspielerei wurde dem Amerikaner quasi angeboren. Eine Schauspielschule hat er nie besucht und wird er jetzt auch nicht mehr besuchen. Mit den bisher gezeigten Leistungen klappt es, wie man sieht, trotzdem und das von Anfang an. Bereits als Fünfjähriger stand er für einige Werbefilme vor einer Kamera. Als Vierzehnjähriger fing seine Karriere langsam an ernst zu werden. 1990 wurde er festes Ensemblemitglied der TV-Serie „Eine Wahnsinnsfamilie“ und machte damit erstmals auf sich aufmerksam. So, mit kleineren Fernseh- und Kinorollen, ging es für DiCaprio noch einige Zeit weiter, bis 1993 die Karrierebombe voll einschlug und der Amerikaner innerhalb von nur einem Jahr zu einem gefeierten Hollywoodstar wurde. Alles begann mit einer tragenden Rolle in dem Drama „This Boy’s Life“, in dem der noch junge Leonardo neben Schauspielgrößen wie Robert De Niro und Ellen Barkin agierte. Glanzvoll weiter ging es mit dem bewegenden Drama „Gilbert Grape –Irgendwo in Iowa“, in dem DiCaprio den geistig behinderten Arnie verkörperte. Seine Darstellung war hervorragend und brachte ihm eine Nominierung für den OSCAR als bester Nebendarsteller ein. Dass der damals 19-Jährige den begehrten Goldjungen nicht mit nach Hause nehmen durfte, machte ihm nach eigenen Aussagen nicht viel aus: „Mir wäre bei der OSCAR-Verleihung sicher etwas Peinliches passiert. Ich wäre gestolpert oder in Tränen ausgebrochen. Und als Tommy Lee Jones gewonnen hat, war ich der glücklichste Mensch der Welt. Ich schwöre es.“ , sind die Worte des Mimen, wenn man ihn heute auf dieses „Versäumnis“ anspricht.

Nachdem DiCaprio anschließend in den zwei weniger bekannten Filmen "Jim Carroll - In den Straßen von New York" und "Total Eclipse" zu sehen war, folgte 1996 ein weiterer Höhepunkt seiner Schauspielkarriere: In der modernen Verfilmung des Shakespeare-Klassikers "Romeo + Julia" übernahm er an der Seite von Claire Danes die Rolle des Romeo. Im selben Jahr war er auch in dem Drama "Marvin's Töchter" neben Schauspielgrößen wie Robert De Niro und Meryl Streep in den Lichtspielhäusern vertreten. Der große und endgültige Durchbruch gelang Leonardo DiCaprio im Jahr 1997, als er in James Camerons Kassenschlager „Titanic“ die männliche Hauptrolle besetzte. Kaum jemand hat diesen Film im Kino verpasst. Leonardo DiCaprio war gefragter als je zuvor. Ursprünglich wollte er die Rolle des Jack ablehnen, ließ sich von Regisseur Cameron schlussendlich aber doch für das Projekt begeistern. Sonderlich rosig sah es für den Mimen nach diesem Megaerfolg allerdings nicht aus. Ein Jahr später, 1998, folgte mit seiner Doppelrolle in "Der Mann in der eisernen Maske" zwar ein erneut erfolgreicher Film, doch danach ging es Berg ab. „The Beach“ floppte gewaltig an den Kinokassen und ließ DiCaprio fast drei Jahre von der Bildfläche verschwinden. Vor allem „Titanic“-Fans bangten um ihren neu gewonnen Star und sehnten sich den Sunnyboy zurück auf die Leinwand. Zu dieser Zeit begann die Gerüchteküche rund um den Hollywoodstar ordentlich zu brodeln. Während manche davon sprachen, dass DiCaprio den Drogen verfallen sei, berichteten andere Medien von einer kreativen Pause und Neufindungsphase. Gerade zu ersterem Gerücht, gab der Amerikaner in einem Interview an: “Ich bin absolut clean. Ich habe niemals irgendetwas ausprobiert. Das ist keine Lüge!“ Sein Image wurde dennoch beschädigt. Den großen Star Leonardo DiCaprio, der ein Idol für viele Jugendliche war und eine große Fangemeinde hatte, gab es vorerst nicht mehr.

„Schauspielerei ist nicht schwer. Eine Karriere aufrechtzuerhalten ist schwer."
Heute wissen wir, so sehr es viele von uns auch bedauert haben, dass es gut für DiCaprio war, sein Sunnyboy-Image loszuwerden. Als er aus seiner Schauspielpause zurückkehrte, sahen wir plötzlich einen anderen DiCaprio vor uns. Zwar war er noch nicht gänzlich gereift, doch eines war klar: Der Sprung hin zum großen Charakterdarsteller ist nicht mehr weit. Und so war es dann auch. Nach dem erfolgreichen Streifen „Catch me if you can“, folgte mit „Aviator“ ein erster Vorgeschmack auf den neuen Leonardo DiCaprio: ernster, erwachsener und merklich reifer in seiner Darstellung. Der Lohn dafür war eine erneute Nominierung für den OSCAR. Selbst den letzten Kritiker überzeugte er mit seiner Darstellungen in Martin Scorseses Thriller „Departed: Unter Feinden“. Danach ließ es sich nicht mehr von der Hand weisen: Leonardo DiCaprio will ernst genommen werden und hat auch das Zeug dazu. Mit Filmen wie „Blood Diamond“, der ihm erneut eine Nominierung für den OSCAR einbrachte, und „Der Mann, der niemals lebte“ unterstrich er seinen neuen Weg und sein neues Wesen.

2009 führte Regisseur Sam Mendes das Traumpaar Kate Winslet und Leonardo DiCaprio in dem Drama "Zeiten des Aufruhrs" wieder zusammen. Die beiden Mimen lieferten sich ein grandioses Leinwandduell, das DiCaprio eine Nominierungen für den Golden Globe einbrachte. 2010 sahen wir Leonardo erneut in einer Charakterrolle. "Shutter Island" war nach "Departed: Unter Feinden" der nächste Film, den Martin Scorsese mit DiCaprio in der Hauptrolle inszenierte. Anschließend folgte erneut eine eindrückliche Leistung in Christopher Nolans "Inception". Seine vielleicht bislang beeindruckendste Leistung lieferte der Charaktermime Anfang 2012 in Clint Eastwoods "J. Edgar" ab. Für seine Darstellung wurde DiCaprio bereits für einen Golden Globe nominiert.

Außerhalb seiner Schauspielkarriere, setzt sich der Amerikaner nun seit einigen Jahren auch für unsere Erde ein. Ein eindringliches Statement gab er 2007 ab, als er mit „11th Hour – 5 vor 12“ in die Fußstapfen von Al Gore trat und eine Dokumentation über die globale Erderwärmung und die Zerstörung unserer Umwelt in die Kinos brachte.


Filmographie Leonardo DiCaprio

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
1993: Bester Nebendarsteller: Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa
1997: Bester Schauspieler - Drama: Titanic
2002: Bester Schauspieler - Drama: Catch me if you can
2006: Bester Schauspieler - Drama: Blood Diamond
2006: Bester Schauspieler - Drama: Departed: Unter Feinden
2008: Bester Schauspieler - Drama: Zeiten des Aufruhrs
2011: Bester Schauspieler - Drama: J. Edgar

Gewonnene Golden Globes:
2004: Bester Schauspieler - Drama: Aviator

OSCAR Nominierungen:
1993: Bester Nebendarsteller: Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa
2004: Bester Hauptdarsteller: Aviator
2006: Bester Hauptdarsteller: Blood Diamond