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Paul Newman †
Paul Leonard Newman
Biographie
© 20th Century Fox Germany
|
Geboren am Gestorben am: |
26.1.1925 26.09.2008 |
in |
Shaker Heights, Ohio, USA Westport, Connecticut, USA |
Autor | Thomas Ays |
|---|
"Wenn Du ein Schauspieler sein willst, musst Du ein Kind sein."
Ein Hollywoodstar mit Ehre und politischem und sozialem Engagement, ohne skandalträchtige Geschichten und ohne besonders großes Geltungsbedürfnis. Paul Newman war ein ganz besonderer Mensch und Schauspieler.
"Ich war immer ein Charakterdarsteller."
Als Sohn eines aus Deutschland stammenden Juden und einer katholischen Irin erblickte Paul Newman 1925 in Cleveland, Ohio das Licht der Welt. Eigentlich wollte der junge Paul Sportler werden, doch eine Verletzung zwang ihn, diesen Traum aufzugeben. Fortan versuchte er sich als Schauspieler, der bald in New York City am berühmten „Actors' Studio“ angenommen und von Lee Strasberg persönlich ausgebildet wurde. 1953 feierte er mit "Picnic" sein Broadway-Debüt. Seine Darstellung war derart herausragend, dass ihn einige Verantwortliche der Filmfirma Warner Brothers, die im Publikum saßen, nach Hollywood holten.
Die Medien warfen sich förmlich auf Newman, als der in der Traumfabrik ankam und feierten ihn schon als neuen „Marlon Brando“. Schlecht war nur, dass seine beiden ersten Filme „Der silberne Koch“ und „Anklage: Hochverrat“ sich als totale Flops herausstellten. Erst 1956 mit „Die Hölle ist in mir“ gelang Paul Newman der Durchbruch im Filmgeschäft. Zwei Jahre später war er neben Elizabeth Taylor in „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ zu sehen. Für seine Darstellung erhielt Newman seine erste OSCAR Nominierung als Bester Hauptdarsteller. Die zweite erhielt er 1961 für seine Leistungen in dem Film „Haie der Großstadt“, die dritte für „Der Wildeste unter Tausend“. Und auch hier ging die Trophäe an ihm vorbei. Nach „Man nannte ihn Hombre“ war er 1967 in „Der Unbeugsame“ zu sehen. Hierfür bekam er seine 4. Nominierung als Bester Hauptdarsteller für einen Acadamy Award.
1968 gab Paul Newman dann sein Debüt als Regisseur. Mit „Die Liebe eines Sommers“ erntete er nicht nur von Kritikern, sondern auch von den Zuschauern positive Kritik. Die Nominierung als Bester Film bei den Acadamy Awards war da natürlich reine Formsache.
In den 70er Jahren gründete Paul Newman gemeinsam mit Barbra Streisand und Steve McQueen die "First Artists", die sich hauptsächlich um die Rechte von Schauspielerin kümmern.
Seine Leistungen in dem Film „Die Sensationsreporterin“ brachte Newman seine 5. OSCAR Nominierung als Bester Hauptdarsteller ein. Doch erst 1986 – nach über 35 Jahren im Showgeschäft – erhielt er die goldene Statue endlich für „Die Farbe des Geldes“.
Er bekam jedoch noch zwei weitere Nominierungen: Eine für „Nobody's Fool“ 1994 und eine für seine exzellente Darstellung in „Road to Perdition“ neben Tom Hanks.
"Ich wurde immer 'unnahbar' genannt. Das stimmt nicht. Ich bin nur vorsichtig."
Doch auch fernab der Leinwand machte der Hollywood-Star auf sich aufmerksam. Die Gewinne seiner Lebensmittelfirma "Newman's Own“ spendete er regelmäßig für soziale Zwecke. Neben „First Artists“ und den damit verbundenen Pflichten für die Rechte von Schauspielern zu kämpfen, arbeitete er für seine Stiftungen, wie beispielsweise der "Scott Newman Foundation", die er nach dem Drogentod seines Sohnes gegründet hatte, und für sein "Hole-in-the-Wall Gang"-Projekt für krebskranke Kinder.
Der Schauspieler heiratete 1949 Jackie Witte. Mit ihr bekam er drei Kinder. Die Ehe wurde 1958 geschieden. Mit seiner zweiten Frau, Joanne Woodward, die er 1958 ehelichte, hatte Newman weitere drei Kinder.
Paul Newman war neben Frank Sinatra der einzige Schauspieler in der Geschichte der OSCARs, der einen Acadamy Award, einen Humanitarian Academy Award und einen Special Honorary Academy Award erhielt.
Auch sehr interessant ist, dass Newman auf der berühmten "Feindesliste" von President Nixon auf Platz 19 stand, was den Schauspieler immer sehr stolz machte. Er galt zu Lebzeiten immer als ein Mensch, der zu seiner Meinung stand. Bewundernswert.
Paul Newman war das, was man eine wahre Größe nennt, ein großartiger Schauspieler und ein prominenter Aktivist in sozialen Fragen. Am 26. September 2008 starb der Hollywoodstar nach einer schweren Krebserkrankung im Alter von 83 Jahren.
Filmographie Paul Newman
- 1952: Tales of Tomorrow (TV-Serie)
- 1952: Suspense (TV-Serie)
- 1952: The Aldrich Family (TV-Serie)
- 1952: The Web (TV-Serie)
- 1953: You Are There (TV-Serie)
- 1954: The Joe Palooka Story (TV-Serie)
- 1954: The Mask (TV-Serie)
- 1954: Goodyear Television Playhouse (TV-Serie)
- 1954: Armstrong Circle Theatre (TV-Serie)
- 1954: Danger (TV-Serie)
- 1954: Der silberne Kelch
- 1954: The United States Steel Hour (TV-Serie)
- 1955: Appointment with Adventure (TV-Serie)
- 1955: The Philco Television Playhouse (TV-Serie)
- 1955: Producers' Showcase (TV-Serie)
- 1955: Playwrights '56 (TV-Serie)
- 1956: Die Hölle ist in mir
- 1956: Anklage: Hochverrat
- 1956: The Kaiser Aluminum Hour (TV-Serie)
- 1957: Ein Leben im Rausch
- 1957: Land ohne Männer
- 1958: Playhouse 90 (TV-Serie)
- 1958: Der lange heiße Sommer
- 1958: Einer muß dran glauben
- 1958: Die Katze auf dem heißen Blechdach
- 1958: Keine Angst vor scharfen Sachen
- 1959: Der Mann aus Philadelphia
- 1960: Von der Terrasse
- 1960: Exodus
- 1961: Haie der Großstadt
- 1961: Paris Blues
- 1962: Süßer Vogel Jugend
- 1962: Hemingways Abenteuer eines jungen Mannes
- 1963: Der Wildeste unter Tausend
- (auch Sänger)
- 1963: Eine neue Art von Liebe
- 1963. Der Preis
- 1964: Immer mit einem anderen
- 1964: Carrasco, der Schänder
- 1965: Lady L
- 1966: Ein Fall für Harper
- 1966: Der zerrissene Vorhang
- 1967: Man nannte ihn Hombre
- 1967: Der Unbeugsame (auch Sänger)
- 1968: Die Liebe eines Sommers
- (nur Produzent, Regie)
- 1968: Der Etappenheld
- 1969: Indianapolis (auch Co-Ex.Produzent)
- 1969: Zwei Banditen (auch Co-Ex.Produzent)
- 1970: Machenschaften (auch Co-Produzent)
- 1971: Sie möchten Giganten sein (auch Regie, Co-Ex.Produzent)
- 1971: Der Verkehrte Sherlock Holmes (nur Produzent)
- 1972: Zwei glücklose Cowboys
- 1972: Das war Roy Bean (auch Co-Ex.Produzent)
- 1972: Die Wirkung von Gammastrahlen auf Ringelblumen (nur Produzent, Regie)
- 1973: Der Mackintosh Mann
- 1973: Der Clou
- 1974: Flammendes Inferno
- 1975: Unter Wasser stirbt man nicht
- 1976: Buffallo Bill und die Indianer
- 1976: Great Performances: Dance in America (TV Serie)
- 1977: Schlappschuss
- (auch Produzent)
- 1979: Quintett
- 1980: Der Tag, an dem die Welt unterging
- 1980: The Shadow Box (nur Regie)
- 1981: The Bronx
- 1981: Die Sensationsreporterin
- 1982: Come Along with Me (TV)
- 1982: The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
- 1984: Harry & Sohn (auch Produzent, Drehbuch, Regie)
- 1986: Die Farbe des Geldes
- 1987: Die Glasmenagerie (nur Regie)
- 1989: Die Schattenmacher
- 1989: Blaze - Eine gefährliche Liebe
- 1990: Mr. & Mrs. Bridge
- 1994: Hudsucker - Der große Sprung
- 1994: Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich
- 1998: Im Zwielicht
- 1999: Message in a Bottle
- 2000: Where the Money is - Ein heißer Coup
- 2002: Road to Perdition
- (auch Sänger)
- 2003: Freedom: A History of Us (TV-Serie)
- 2003: Our Town (TV)
- 2005: Empire Falls (TV) (auch Ex.Produzent)
- 2005: Magnificent Desolation: Walking on the Moon 3D (nur Stimme)
- 2006: Cars
- (nur Stimme)
- 2006: Mater and the Ghostlight
- (nur Stimme)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1961: Bester Schauspieler - Drama: Haie der Großstadt
1962: Bester Nebendarsteller: Hemingways Abenteuer eines jungen Mannes
1963: Bester Schauspieler - Drama: Der wildeste unter Tausend
1967: Bester Schauspieler - Drama: Der Unbeugsame
1982: Bester Schauspieler - Drama: The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
1986: Bester Schauspieler - Drama: Die Farbe des Geldes
1994: Bester Schauspieler - Drama: Nobody's Fool - Ein charmanter Dickkopf
2003: Bester Nebendarsteller: Road to Perdition
Gewonnene Golden Globes:
1957: Bester Newcomer
1968: Beste Regie: Die Liebe eines Sommers
OSCAR Nominierungen:
1958: Bester Schauspieler: Die Katze auf dem heissen Blechdach
1961: Bester Schauspieler: Haie der Großstadt
1963: Bester Schauspieler: Der Wildeste unter Tausend
1967: Bester Schauspieler: Der Unbeugsame
1968: Bester Film: Die Liebe eines Sommers
1981: Bester Hauptdarsteller: Die Sensationsreporterin
1982: Bester Hauptdarsteller: The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
1994: Bester Hauptdarsteller: Nobodys Fool
2002: Bester Nebendarsteller: Road to Perdition
Gewonnene OSCARs
1986: Bester Hauptdarsteller: Die Farbe des Geldes



