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Juliette Binoche
Biographie
© Buena Vista International
| Geboren am | 9.3.1964 | in | Paris, Frankreich | Autor | Melanie Frommholz |
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"Schauspielen ist wie Zwiebelschälen. Du musst eine Schicht ablösen um die nächste offen zu legen."
Juliette Binoche gehört zu den wenigen französischen Filmstars, die auch jenseits der Landesgrenzen und jenseits des großen Teiches Erfolge feiern.
Als Tochter einer Schauspielerin und eines Bildhauers war ihr die künstlerische Berufsrichtung quasi bereits mit in die Wiege gelegt. Nach dem Abschluss einer Pariser Schauspielschule wurde Juliette 1983 für den Film „Ich grüße Dich, Maria“ entdeckt. Nur zwei Jahre später erregte sie mit ihrer Rolle in „Rendez-Vous“ größere Aufmerksamkeit. Schritt für Schritt arbeitete sich die Französin auf der Karriereleiter nach oben.
"Ich will Filme machen, die politisch und gesellschaftskritisch sind. Filme mit einer Botschaft oder einer Idee. Filme, die wagen zu fragen."
Bei der Rollenauswahl blieb sie stets kritisch und zog anspruchsvolle Filme vermeintlichen Kassenschlagern vor. Mit „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ gelang Juliette Binoche 1988 dann der endgültige Durchbruch. Ihre Fähigkeit Emotionen auch ohne viele Worte zum Publikum zu transportieren konnte sie auch 1991 in „Die Liebenden von Pont Neuf“ eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Dank ihrer sehr guten Englischkenntnisse war Juliette Binoche auch jenseits des großen Teiches als Schauspielerin zunehmend gefragt. So drehte sie 1992 den Film „Verhängnis“ zusammen mit Jeremy Irons und war in „Eine Couch in New York“ mit William Hurt zu sehen. 1996 war die Französin als Krankenschwester in „Der englische Patient“ vertreten. Der Streifen wurde mit 9 gewonnenen Oscars zum Abräumer der Verleihung und es war, für Juliette Binoche selbst völlig überraschend, ein Goldjung für ihre Leistungen als beste Nebendarstellerin dabei. Auch den Silbernen Bären und den europäischen Filmpreis erhielt sie für ihre Darstellung. "Als ich nach dem Oscargewinn zurück nach Frankreich kam, wurde ich wie das Mitglied eines Königshauses oder ein Fußball-Star behandelt."
Im neuen Jahrtausend war die charmante Französin unter anderem mit „Chocolat“ und „Jet Lag – Wo die Liebe hinfliegt“ in unseren Kinos vertreten. Für „Chocolat“ erhielt die Schauspielerin eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Der Streifen war insgesamt für 5 Academy Award nominiert, erhielt jedoch leider keinen einzigen. 2006 überzeugte die Französin dann in dem nervenaufreibenden Thriller "Caché" in unseren Kinos. 2007 war Juliette Binoche unter anderem in "Paris, je t`aime" und "Breaking & Entering - Einbruch & Diebstahl" zu sehen. Auch 2008 liebte es Juliette Binoche abwechslungsreich. Mit "Dan - Mitten im leben" spielte sie in einer amerikanischen Komödie und mit "So ist Paris" gab es eine französische Tragikkomödie zu sehen. 2010 wurde Juliette Binoch bei den Filmfestspielen von Cannes für "Die Liebesfälscher" mit dem Preis für die beste Schauspielerin geehrt. 2011 kam „Son of No One“, eine Zusammenarbeit mit Al Pacino, auf unseren DVD-Markt.
"Ich bekam bislang vier Heiratsanträge. Zweimal zu Beginn einer Beziehung, zweimal zum Ende einer Beziehung. Ich habe nie: „Nein“ gesagt. Ich habe einfach nicht geantwortet."
Juliette Binoche ist unverheiratet. Zu ihren Lebensabschnittsgefährten zählen die Schauspieler Olivier Martinez und Mathieu Amalric. Mit Schauspielkollege Benoît Magimel hat Binoche eine Tochter, die 1999 zur Welt kam. Mit dem Taucher Andre Halle hat sie einen Sohn, Raphaël.
Filmographie Juliette Binoche
- 1983: Ich grüße Dich, Maria
- 1983: Dorothèe, danseuse de corde (TV)
- 1985: Fort bloque (TV)
- 1985: Maria und Joseph
- 1985: Girls, Girls, Girls!
- 1985: Rendez-Vous
- 1985: Le Meilleur de la vie
- 1985: Adieu blaireau
- 1986: Mon beau-frère a tué ma soeur
- 1986: Die Nacht ist jung
- 1986: Der Mann, der weint
- 1988: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
- 1989: Runde Karussell
- 1991: Women & Men 2: In Love There Are No Rules
- 1991: Die Liebenden von Pont Neuf
- 1992: Stürmische Leidenschaft
- 1992: Verhängnis
- 1993: Drei Farben: Blau
- 1994: Drei Farben: Rot
- 1995: Der Husar auf dem Dach
- 1996: Eine Couch in New York
- 1998: Der englische Patient
- 1998: Alice und Martin
- 1999: Das Liebesdrama von Venedig
- 2000: Die Witwe von Saint Pierre
- 2000: Code Unbekannt
- 2000: Chocolat
- 2002: Jet Lag - Oder wo die Liebe hinfliegt
- 2004: Country of my skull
- 2005: Verstrickt
- 2005: Mary: This Is My Blood
- 2005: Die Buchstabenprinzessin
- 2006: Caché
- 2006: A Few Days in September - Die Zeit läuft aus...
- 2007: Paris, je t`aime
- 2007: Breaking & Entering - Einbruch & Diebstahl
- 2007: Der Flug des roten Ballons
- 2007: Trennung
- 2008: Dan - Mitten im Leben!
- 2008: L'heure d'été
- 2008: So ist Paris
- 2008: Shirin
- 2010: Die Liebesfälscher
- 2011: Das bessere leben
- 2011: The Son of No One
- 2012: Cosmopolis
- 2012: La vie d'une autre
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1993: Beste Schauspielerin - Drama: Drei Farben: Blau
1996: Beste Nebendarstellerin: Der englische Patient
2000: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Chocolat
OSCAR Nominierungen:
2000: Beste Hauptdarstellerin: Chocolat
Gewonnene OSCARs
1996: Beste Nebendarstellerin: Der englische Patient



