Maria Schell †

Margarete Schell

Biographie

Maria Schell © Rekord Film

Geboren am
Gestorben am:
15.1.1926
26.04.2005
in Wien, Österreich
Preitenegg, Carinthia, Österreich
Autor Thomas Ays

Ein beeindruckendes Leinwand-Phänomen und eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen, die sich auch in Hollywood durchsetzen konnten: Maria Schell.
Die Tochter eines Schriftstellers und einer Schauspielerin kam im Januar 1926 in Wien zur Welt. Groß wurde sie gemeinsam mit ihren Geschwistern Carl, Maximilian und Immy (alle ebenfalls Schauspieler) in der Schweiz, da ihre Familie vor den Nationalsozialisten fliehen musste.
Mit 16 Jahren begann sie eine kaufmännische Ausbildung, brach aber ab, da sie – wohlgemerkt OHNE irgendeine schauspielerische Erfahrung – für den Film „Steinbruch“ engagiert wurde. Ihr anschließender Schauspielunterricht brachte sie auf die Bühne und danach wieder auf die Leinwand. Erste Erfolge konnte sie mit „Es kommt ein Tag“ und „Dr. Holl“ feiern, bevor sie mit „Bis wir uns wieder sehen“ mit ihrem Filmpartner O.W. Fischer zu DEM Traumpaar des deutschsprachigen Nachkriegs-Kinos avancierte. International setzte sie sich mit „Die Brüder Karamasov“ durch und auch der Hollywood Streifen „Der Galgenbaum“ brachte ihr internationale Anerkennung.
Viele Menschen, die Maria Schell und ihre Karriere genau kennen, sagen: „Wäre sie in Hollywood geblieben, wäre sie ein grosser Weltstar geworden!“ Doch die Liebe zu ihrer Familie war stärker und so kehrte das „Seelchen vom Dienst“, wie sie in Deutschland gerne und sehr zum Leitwesen ihres Bruders Maximilian genannt wurde, in die Heimat zurück. In den 60er Jahren war sie sowohl in Fernsehproduktionen, wie auch auf der Bühne zu sehen. Und auch weitere internationale Projekte brachte Maria Schell erfolgreich hinter sich.
Wenn die Kameras aus waren, war von dem ganzen Ruhm und der nicht enden wollenden weltweiten Anerkennung nicht viel übrig. Ihre beiden Ehen (die erste mit Horst Hächler, die zweite mit Veit Relin) wurden beide geschieden. Die grosse Schauspielerin verfiel in schwere Depressionen, die mit dem Selbstmordversuch 1991 erstmals öffentlich wurden. Sie versuchte sich mit Tabletten das Leben zu nehmen, wovon sich das „Seelchen“ nicht mehr erholte. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte sie, als sie gemeinsam mit Bruder Maximilian 2002 ihren gemeinsamen Film, die Dokumentation „Meine Schwester, Maria“, vorstellte.
Maria Schell starb am 26. April 2005 mit 79 Jahren an Herzversagen auf ihrer Alm in Kärnten.


Filmographie Maria Schell

  • 1942: Steinbruch
  • 1948: Der Angeklagte hat das Wort
  • 1948: Der Engel mit der Posaune
  • 1948: Nach dem Sturm
  • 1949: Die letzte Nacht
  • 1950: The Angel with the Trumpet
  • 1950: Es kommt ein Tag
  • 1951: Der Wunderbare Flimmerkasten
  • 1951: Dr. Holl
  • 1952: Wenn das Herz spricht
  • 1952: Bis wir uns wiedersehen
  • 1953: Solange Du da bist (1953)
  • 1953: Der Träumende Mund
  • 1953: Tagebuch einer Verliebten
  • 1953: Das Herz aller Dinge
  • 1954: Herr über Leben und Tod
  • 1954: Die letzte Brücke
  • 1955: Napoléon
  • 1955: Die Ratten
  • 1956: Rose Bernd
  • 1956: Gervaise
  • 1956: Liebe
  • 1957: Weiße Nächte
  • 1958: Die Brüder Karamasov
  • 1958: Ein Frauenleben
  • 1958: Der Schinderhannes
  • 1959: Der Galgenbaum
  • 1960: Ninotchka (TV)
  • 1960: Raubfischer in Hellas
  • 1960: Kavalkade westwärts
  • 1961: Gebrandmarkt
  • 1961: Das Riesenrad
  • 1962: Ich bin auch nur eine Frau
  • 1963: Das Übersinnliche Landhaus
  • 1963: Zwei Whisky und ein Sofa
  • 1965: Nora oder Ein Puppenheim (TV)
  • 1965: Who Has Seen the Wind? (TV)
  • 1969: Die ungarische Hochzeit (TV)
  • 1969: The Provocation
  • 1969: Der heisse Tod
  • 1969: Pack den Tiger schnell am Schwanz
  • 1970: Der Hexentöter von Blackmoor
  • 1972: Die Pfarrhauskomödie
  • 1972: Chamsin
  • 1973: Keusche Susanne (TV)
  • 1973: Occupation (TV Serie)
  • 1973: Immobilien (TV)
  • 1973: Dust in the Sun
  • 1973: Marie
  • 1974: Die Ohrfeige
  • 1974: Die Kurpfuscherin (TV)
  • 1974: Der Fall Odessa
  • 1975: So oder so ist das Leben
  • 1975: Das Konzert (TV)
  • 1975: Die Heiratsvermittlerin (TV)
  • 1975: Change
  • 1975: Tatort – Die Abrechnung (TV)
  • 1976: Die verrückten Reichen
  • 1976: Reise der Verdammten
  • 1977: Teerosen (TV)
  • 1978: Spiel der Verlierer
  • 1978: Superman
  • 1979: Der Wald
  • 1979: Schöner Gigolo, armer Gigolo
  • 1979: Moral (TV)
  • 1979: Die erste Polka
  • 1979: Christmas Lilies of the Field (TV)
  • 1980: Der Thronfolger
  • 1980: Liebe bleibt nicht ohne Schmerzen
  • 1980: Die Marschroniken (TV Serie)
  • 1981: Frau Jenny Treibel (TV)
  • 1982: Der Besuch der alten Dame (TV)
  • 1982: Die Spaziergängerin von Sans-Souci
  • 1982: Inside the Third Reich (TV)
  • 1983: Der Trauschein (TV)
  • 1983: Krimistunde (TV Serie)
  • 1984: Samson und Delilah (TV)
  • 1984: König Drosselbart
  • 1985: 1919
  • 1987: Die glückliche Familie (TV Serie)
  • 1991: Das letzte Wort (TV)
  • 1993: Nach langer Zeit (TV Serie)
  • 1995: Der Clan der Anna Voss (TV Serie)
  • 1996: Tatort – Heilig Blut (TV)
  • 2002: Meine Schwester, Maria (Dokumentation)