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Jane Fonda
Lady Jayne Seymour Fonda
Biographie
© Warner Bros. Pictures
| Geboren am | 21.12.1937 | in | New York, New York, USA | Autor | Thomas Ays |
|---|
„Wenn ich beginne, einem Weg zu folgen, von dem ich denke, es ist der richtige, gehe ich mit allem, was ich habe.“
Jane Fonda – Antikriegs-Aktivistin und ganz nebenbei ein echter Hollywoodstar.
Die Tochter des großen Filmstars Henry Fonda fand sich als Kind nicht damit ab, auch Schauspielerin werden zu müssen – auch wenn ihre ganze Familie irgendwo in der Traumfabrik arbeitete. Nach ihrer mehr oder weniger elitären Schulausbildung und dem tragischen Selbstmord ihrer Mutter ging Jane nach Europa – weg vom Starrummel um die Familie. Nach einiger Zeit in Paris kehrte sie jedoch nach New York zurück, verdiente ihre Brötchen als Journalistin und fing ein Kunst- und Klavier-Studium an. Doch dann packte auch Jane Fonda die Liebe und Leidenschaft zum Theater. Am berühmten Actor's Studio wurde sie von Lee Strasberg persönlich ausgebildet.
„Als ich die Westküste verließ, war ich liberal. Als ich in New York landete, war ich eine Revolutionärin.“
Nach ersten Schritten im Schauspielfach, u. a. mit „Zeit der Anpassung“ und „Der Reigen“, zielte die private Jane Fonda vor allem in eine Richtung: In die der Politik. Bei den Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwochen 1974 sagte sie: "Ich bin hier nicht als Filmstar, sondern als Kämpferin, als Vertreterin der amerikanischen Antikriegsbewegung". Zu dieser Zeit drehte Jane fast keine Filme mehr – die Arbeit gegen Krieg und Gewalt war ihr wichtiger als große Produktionen. Den OSCAR als beste Hauptdarstellerin hatte sie bereits für „Klute“ erhalten, für „Pferden gibt man den Gnadenschuss“ gab’s eine Nominierung – die Fonda war schon ein Star.
„Ich war verzweifelt, als ich 30 wurde. Ich war schwanger, hatte Mumps und Faye Dunaway kam gerade mit ‚Bonnie & Clyde’ groß raus. Ich dachte: ‚Oh Gott! Ich werde nie wieder arbeiten! Ich bin alt!’“
Die Rückkehr nach Hollywood und die darauf folgenden Filme wurden sehr erfolgreich. Für „Julia“ gab es eine weitere OSCAR-Nominierung, ein Jahr später erhielt sie für „Coming Home - Sie kehren heim“ ihre zweite Statue. Für „Das China Syndrom“ erhielt sie weiteren, internationalen Beifall und auch „Am goldenen See“ trug zum Bekanntheitsgrad von Jane Fonda bei – in diesem Streifen stand sie im übrigen zum einzigen Mal mit ihrem Vater Henry Fonda vor der Kamera. 1990 drehte Jane ihren vorerst letzten Film. Erst 2005 kehrte sie nach 15 Jahren Kino-Abstinenz wieder mit einem Streifen auf unsere Leinwände zurück. In „Das Schwiegermonster“ trat sie „gegen“ Jennifer Lopez an, was sehr sehenswert war. Auf DVD kam sie anschließend mit dem Drama „Georgias Gesetz“ zu uns.
„Emotionalität ist sehr einfach für mich. Mein Vater sagte immer, dass die Fondas über ein gutes Steak weinen könnten.“
Die Familiengeschichte: Jane Fonda ist die Tochter von Hollywood-Legende Henry Fonda. Aus der ersten Ehe mit Roger Vadim hat sie eine Tochter, Vanessa. Mit Ehemann Nummer zwei, Tom Hayden, bekam sie Sohn Troy Garity (Schauspieler) und adoptierte ein weiteres Mädchen. Ihr Bruder ist der Hollywood-Schauspieler Peter Fonda. Ihre Nichte, Bridget Fonda ist ebenfalls erfolgreiche Schauspielerin, ihr Neffe Justin arbeitet auch in der Traumfabrik. Von 1991 bis 2001 war Jane Fonda mit Ted Turner verheiratet.
Filmographie Jane Fonda
- 1960: Je länger, je lieber
- 1961: A String of Beads (TV)
- 1962: Auf glühendem Pflaster
- 1962: Der Chapman-Report
- 1962: Zeit der Anpassung
- 1963: Begierde an schattigen Tagen
- 1963: Sonntag in New York
- 1964: Wie Raubkatzen
- 1964: Der Reigen
- 1965: Cat Ballou - Hängen sollst du in Wyoming
- 1966: Ein Mann wird gejagt
- 1966: Die Beute
- 1966: Jeden Mittwoch
- 1967: Morgen ist ein neuer Tag
- 1967: Barfuss im Park
- 1968: Außergewöhnliche Geschichten
- 1968: Barbarella
- 1969: Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß
- 1971: Klute
- 1972: Alles in Butter
- 1973: Ganoven auf Abwegen
- 1973: Nora
- 1976: Der blaue Vogel
- 1977: Das Geld liegt auf der Straße
- 1977: Julia
- 1978: Coming Home - Sie kehren heim
- 1978: Eine Farm in Montana
- 1978: Das verrückte California Hotel
- 1979: Das China Syndrom
- 1979: Der elektrische Reiter
- 1980: Warum eigentlich... bringen wir den Chef nicht um?
- 1981: Lily: Sold Out (TV)
- 1981: Am goldenen See
- 1981: Das Rollover-Komplott
- 1982: 9 to 5 (TV-Serie)
- 1984: Dollmaker - Ein Traum wird wahr (TV)
- 1985: Agnes - Engel im Feuer
- 1986: Der Morgen danach
- 1989: Old Gringo
- 1990: Stanley und Iris
- 2005: Das Schwiegermonster
- 2008: Georgias Gesetz
- 2010: Et si on vivait tous ensemble?
- 2011: Peace, Love, & Misunderstanding
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1965: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Cat Ballou - Hängen sollst du in Wyoming
1966: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Jeden Mittwoch
1969: Beste Schauspielerin - Drama: Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss
1979: Beste Schauspielerin - Drama: Das China-Syndrom
1981: Beste Nebendarstellerin: Am goldenen See
Gewonnene Golden Globes:
1962: Bester Necomer (weiblich)
1971: Beste Schauspielerin - Drama: Klute
1977: Beste Schauspielerin - Drama: Julia
1978: Beste Schauspielerin - Drama: Coming Home - Sie kehren heim
OSCAR Nominierungen:
1969: Beste Schauspielerin: Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß
1977: Beste Hauptdarstellerin: Julia
1979: Beste Hauptdarstellerin: Das China Syndrom
1981: Beste Nebendarstellerin: Am goldenen See
1986: Beste Hauptdarstellerin: Der Morgen danach
Gewonnene OSCARs
1971: Beste Schauspielerin: Klute
1978: Beste Hauptdarstellerin: Coming Home - Sie kehren heim



