Heidi Brühl †

Heidi Rosemarie Brühl

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Biographie

Heidi Brühl © unbekannt

Geboren am
Gestorben am:
30.1.1941
08.06.1991
in Gräfelfing, Bayern, Deutschland
Starnberg, Bayern, Deutschland
Autor Thomas Ays

Eine große Schauspielerin mit bewegender und tragischer Geschichte: Heidi Brühl.
Geboren in Bayern gehörte die Leidenschaft der jungen Heidi dem Ballett. 1954 wurde sie von Harald Braun für seinen Film „Der letzte Sommer“ entdeckt und engagiert. Es sollten jedoch die „Immenhof“ Teile sein, die Heidi Brühl zu einem echten deutschen Star werden ließen. Mit „Die Mädels vom Immenhof“, „Hochzeit auf Immenhof“ und „Ferien auf Immenhof“ stieg der Teenager zu einem der beliebtesten Kinogesichter dieser Zeit auf. Danach studierte Heidi fünf Jahre Gesang, Tanz und nahm Schauspielunterricht – auch in Englisch und Französisch.
Dann ereilte auch Heidi Brühl das „Romy Schneider-Syndrom“: Wie Romy stets die „Sissi“ blieb, war Heidi für das Publikum immer das Mädchen vom Immenhof. Als sie versuchte ihr Image zu ändern, eine Gesangskarriere zu starten, schaffte sie das zunächst nicht. Erst mit dem Schlager „Wir wollen niemals auseinander gehen“ konnte sie Erfolge feiern. Mit diesem Nummer Eins Hit trat sie auch beim „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ an, bei dem sie den sensationellen 2. Platz belegte.
Doch das deutsche Publikum blieb hart. Ob sie nun mit Sammy Davis Jr. auf der Bühne in Las Vegas stand oder mit den Musicals "Annie Get Your Gun" und "My Fair Lady" wahre Begeisterungsströme auslöste, war den Deutschen egal: Sie war und blieb das „Immenhof“ Mädel.
1975 spielte sie sogar unter der Regie von Clint Eastwood in dem Streifen „Im Auftrag des Drachen“. Später kehrte sie auf den Immenhof zurück. In zwei Filmen, die mit den Ur-Teilen nichts zu tun hatten, spielte sie die Erbin des Reiterhofs.
Anschließend war sie viel im Fernsehen zu sehen, u. a. in den TV Serien „Columbo - Schach dem Mörder“ oder „Praxis Bülowbogen“.
Dann begann das Ende der großen Schauspielerin. Mit bereits 20 Jahren diagnostizierten die Ärzte Krebs bei ihr, doch sie schaffte es, ihn zu besiegen. 1991 jedoch starb Heidi Brühl im Alter von nur 49 Jahren an einem weiteren Krebsleiden. Heidi heiratete 1964 den Amerikaner Brett Halsey. Mit ihm bekam sie zwei Kinder: Clayton Alexander und Nicole. Die Ehe wurde 1976 geschieden.


Filmographie Heidi Brühl

  • 1954: Der letzte Sommer
  • 1954: Heideschulmeister Uwe Karsten
  • 1955: Die Mädels vom Immenhof
  • 1955: Roman einer Siebzehnjährigen
  • 1956: Hochzeit auf Immenhof
  • 1957: Ferien auf Immenhof
  • 1957: Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
  • 1957: Vater, unser bestes Stück
  • 1957: Die Frühreifen
  • 1957: Daphnis und Chloe (TV)
  • 1958: Man ist nur zweimal jung
  • 1958: Solang' die Sterne glüh'n
  • 1958: Oh, diese Ferien
  • 1958: Ohne Mutter geht es nicht
  • 1959: 2 x Adam, 1 x Eva
  • 1959: Der Schäfer vom Trutzberg
  • 1959: Verbrechen nach Schulschluß
  • 1959: Lass mich am Sonntag nicht allein
  • 1960: Immer will ich dir gehören
  • 1960: Der Held meiner Träume
  • 1960: Freddy und die Melodie der Nacht
  • 1960: Schlager-Raketen
  • 1961: Eine hübscher als die andere
  • 1962: Der Zigeunerbaron
  • 1963: Kapitän Sindbad
  • 1970: Dem Täter auf der Spur - Schlagzeile: Mord (TV)
  • 1973: Die Zwillinge vom Immenhof
  • 1973: Columbo - Schach dem Mörder (TV)
  • 1974: How to Seduce a Woman
  • 1974: Frühling auf Immenhof
  • 1975: Im Auftrag des Drachen
  • 1977: Das Gesetz des Clans
  • 1980: Hollywood, ich komme (TV)
  • 1981: Kleiner Mann was tun
  • 1984: Berliner Weiße mit Schuß (TV Serie)
  • 1987: Praxis Bülowbogen (TV Serie)
  • 1991: Zwei Schlitzohren in Antalya (TV Serie)