Brendan Gleeson

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Biographie

Brendan Gleeson © Warner Bros. Pictures

Geboren am 29.3.1955 in Dublin, Irland Autor Melanie Frommholz

Der Ire Brendan Gleeson ist eher ein Spätzünder, was die Arbeit vor der Kamera angeht; erst im Alter von 34 Jahren drehte er seinen ersten Film. In Sachen Schauspielkunst war er zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits ein alter Hase.

Schon zu Schulzeiten wurde Gleeson „infiziert“ vom Schauspielvirus. Er liebte klassische Texte, besonders Stücke der irischen Autoren, wie Samuel Beckett („Warten auf Godot“), hatten es ihm angetan. Nach der 12 Klasse beschloss er seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und ging für einige Jahre zum Dubliner Shakespeare Theaterfestival. Der dortige Leiter erkannte das Talent des jungen Ihren und riet ihm, sich an verschiedenen Schauspielschulen zu bewerben. Gesagt, getan! Brendan Gleeson folgte dem Rat und wurde an keiner geringeren als der renommierten Royal Academy of Dramatic Art in London angenommen.

Den Abschluss in der Tasche, kehrte Gleeson nach Irland zurück, arbeitet als Lehrer für Englisch und Drama, als ihn erneut ein Ruf aus England erreichte: Die Royal Shakespeare Company in Stratford upon Avon machte ihm ein Angebot, was er nicht ablehnen konnte. Im Alter von 34 Jahre wagte der Schauspieler dann, wie bereits erwähnt, auch den Sprung auf die Leinwand bzw. Mattscheibe. Weiß man um die fundierte klassische Theaterausbildung des Iren, so wundert es nicht, woher er die unglaubliche Präsenz nimmt, mit der er selbst die kleinsten Rollen verkörpert. Mit „Das Feld“ gab Glesson 1990 sein Kinodebüt, aber erst fünf Jahre später, 1995, sollte mit „Braveheart“ sein internationaler Durchbruch gelingen.

Zunächst waren es „nur“ die kleineren Nebenrollen, für die Brendan Gleeson gecaster wurde, doch er schaffte es eindrucksvoll dem Zuschauer im Gedächtnis zu bleiben. Die Rollen wurden größer, die Angebote besser. In den 90ger Jahren war Gleeson ein echter „Vieldreher“, lieferte gleich mehrer Filme pro Jahr ab. So entstanden in dieser Zeit neben „Braveheart“ unter andrem „Michael Collins“ oder der bei Kritikern hoch gelobte Streifen „Der Meisterdieb von Dublin“. Mittlerweile war auch Hollywood auf den Iren mit der exzellenten Ausbildung aufmerksam geworden. Und so flatterten Angebote für Blockbuster wie „Mission: Impossible 2“, „A.I. - Künstliche Intelligenz“ oder „Gangs of New York“ bei den Gleesons ins Haus. Klar, dass man da nicht nein sagt. Trotzdem ließ es sich der Schauspieler nicht nehmen, auch weiterhin in kleineren Produktionen dabei zu sein.

Nach „Troja“ und „The Village – das Dorf“ war Brendan Gleeson im Mai 2005 auch in dem Ritterepos von Ridley Scott „Kingdom of Heaven – Königreich der Himmel“ mit von der Partie. Nicht sein letzter Einsatz auf deutschen Leinwänden im Jahr 2005. Ab November konnten wir den Iren in „Harry Potter und der Feuerkelch“ als Lehrer im Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste, Mad-Ey Moddy, bewundern. Er reihte sich damit ein in die Liste solch namenhafter Schauspieler wie Kenneth Branagh, Emma Thompson oder Maggie Smith. Auch im nächsten "Potter", "Harry Potter und der Orden des Phönix" war Brendan Gleeson wieder mit dabei. 2008 war er in der Actionkomödie "Brügge sehen ... und sterben?" zu sehen. 2009 gab er in dem TV-Film „Into the Storm“ Winston Churchill. Der 2009 abgedrehte Actionstreifen „Kopfgeld - Perrier's Bounty“ kam bei uns nur als DVD auf den Markt. Nach einer kleinen Rolle in „Green Zone“ stand im November 2010 dann der nächste Einsatz als Mad-Ey Moddy in dem ersten Teil des großen Potter-Finales „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (1)“ an. 2012 war Gleeson in dem Action-Kracher „Safe House" zu sehen.

Brendan Gleeson ist seit 1982 skandalfrei mit seiner Frau Mary verheiratet. Die beiden haben 4 Söhne.


Filmographie Brendan Gleeson

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
2008: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Brügge sehen ... und sterben?
2011: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: The Guard - Ein Ire sieht schwarz