Mel Gibson

Mel Columcille Gerard Gibson

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Biographie

Mel Gibson © Buena Vista International

Geboren am 3.1.1956 in Peekskill, New York, USA Autor Thomas Ays

„Es macht mir nichts aus, meinen nackten Hintern zu zeigen. Ich bin nur irritiert, wenn die Frauen im Kino immer schreien: umdrehen, umdrehen!“
Mel Gibson ist siebenfacher Vater, strenggläubiger Katholik, erklärter Abtreibungsgegner und, ganz nebenbei, hält er Feminismus für Schwachsinn. Das Magazin "People" wählte ihn 1995 dennoch zum "Sexiest Man Alive". Frauen quer durch alle Altersgruppen lieben den Mega-Star und rennen scharenweise in seine Filme. Mel Gibson ist ein echter Hollywoodstar.

„Hollywood ist eine Fabrik. Man muss sich klarmachen, dass man in einer Fabrik arbeitet und ein Teil des Mechanismus ist. Wenn Du versagst, wirst Du ersetzt.“
1968 gewann Mels Vater, ein Zugführer, der später Bücher über den Katholizismus schrieb, in der TV-Show "Jeopardy" 21000 Dollar. Daraufhin wanderte die Familie von New York nach Australien aus. In Sydney kam der zwölfjährige Mel auf ein katholisches College mit harten Erziehungsmethoden. Zunächst wollte der Teenager Priester werden, seine Schwester durchkreuzte diese Pläne. Heimlich schickte sie seine Bewerbung an das National Institute für Dramatic Art an der University of New South Walles in Sydney. Und siehe da: Die Schauspielschule fand Gefallen an dem jungen Mann mit den umwerfend blauen Augen. Dort angekommen, spielte er erste Theaterrollen, unter anderem in "Tod eines Handlungsreisenden" und an der Seite von Judy Davis in "Romeo und Julia".
Mel Gibsons Leinwandkarriere startete 1977 mit dem Film "Summer City". 1978 folgte dann einer von Gibsons vielen Kult-Filmen: "Mad Max", dem noch zwei Fortsetzungen folgten: 1981 "Mad Max 2 - Der Vollstrecker" und 1985 "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel".
1987 setzte er seinen Erfolg mit "Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)" fort und wurde der neue Actionheld einer ganzen Generation. 1989 folgte Part 2 "Brennpunkt L. A. (Lethal Weapon 2)". Im selben Jahr war er mit Leinwandgröße Goldie Hawn in "Ein Vogel auf dem Drahtseil", der ebenfalls zu den bekannten Mel Gibson-Blockbustern zählt, auf der Leinwand zu sehen. Diese beiden Schauspieler sind eine wunderbar komische Kombo!

„Ich liebe die Regie mehr. Es macht mehr Spaß. Es ist der gleiche Job, wie Geschichtenerzählen, aber Du hast mehr Kontrolle darüber, wie Du die Geschichte erzählst. Ich liebe es.“
1992 setzte er seinen Erfolg der Lethal Weapon - Reihe mit "Brennpunkt L. A. - Die Profis sind zurück (Lethal Weapon 3)" fort. Die folgenden Jahre waren wieder extrem erfolgreich für Gibson: 1992 "Forever Young", ein Jahr später "Der Mann ohne Gesicht" und 1994 "Maverick" an der Seite von Jodie Foster. Mel Gibson war noch nie sogenanntes Kassengift.
1995 war dann wohl Gibsons Jahr. Mit "Braveheart" landete er einen der beliebtesten und größten Hits seiner Karriere. Er wurde für das Schlacht Epos mit zwei OSCARs für den Besten Film und die Beste Regie ausgezeichnet. In Deutschland lockte der Film über 2 Millionen Menschen in die Kinos.

„Ich habe viele verrückte Dinge getan und ich bin überrascht, dass ich noch lebe.“
Die Erfolgssträhne riss nicht ab: 1996 landete er mit einem weiteren Regie-Projekt "Kopfgeld" einen Hit. Neben Julia Roberts spielte Gibson in "Fletcher's Visionen" ein Jahr später. 1998 folgte der vierte Teil der Lethal Weapon Reihe "Lethal Weapon 4", der wieder erfolgreich bei uns lief. Wen wunderts? Der Name Mel Gibson ließ sich schließlich schon immer gut verkaufen.
2000 wollte er wohl an den Erfolg von "Braveheart" anknüpfen und kam mit "Der Patriot" in unsere Kinos. Im selben Jahr hechelte er Helen Hunt in "Was Frauen wollen" hinterher. Die Rolle meisterte er wieder mit gewohnter Souveränität. 2002 kam zur Abwechslung erneut ein Kriegsfilm in unsere Kinos: "Wir waren Helden". Wohl nach "Braveheart" der Beste mit ihm.

„Filme drehen ist das, was ich jetzt liebe. Ich will nicht mehr der Star eines Films sein.“ (Dezember 2006)
"Signs - Zeichen" - ebenfalls 2002 - war nicht der Hit, aber dennoch ein weiterer erfolgreicher Mel Gibson Film. 2004 kam dann Mel Gibsons Regie Arbeit "Die Passion Christi" in die deutschen Kinos und sorgte weltweit für heftigste Diskussionen. Auch Gerüchte über Antisemitismus wurden laut. Wie auch immer: Der Film wurde einer der erfolgreichsten, zumindest was die Zahlen am ersten Startwochenende sagen. Hier sollte jeder Einzelne selbst entscheiden, was er aus diesem Film mitnimmt und was nicht.
2006 brachte er uns einen neuen, heißerwarteten Streifen in unsere Kinos: "Apocalypto" startete bei uns im Dezember. 2010 war er in „Auftrag Rache“ endlich wieder als Schauspieler zu sehen. Ein Jahr später folgte "Der Biber" neben Jodie Foster.

Mel heiratete 1980 Robyn Moore, gemeinsam haben sie 7 Kinder: Hannah (*1980), Edward und Christian, Zwillinge (*1982), Willie (*1985), Louis (*1988); Milo (*1990) und Tommy Gibson (*1999). Lange Zeit galt die Ehe als traumhaft, 2009 wurde die Scheidung vollzogen.


Filmographie Mel Gibson

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1996: Bester Schauspieler - Drama: Kopfgeld
2000: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Was Frauen wollen

Gewonnene Golden Globes:
1995: Beste Regie: Braveheart

Gewonnene OSCARs
1995: Bester Film: Braveheart
1995: Beste Regie: Braveheart