Tilda Swinton

Katherine Matilda Swinton

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Biographie

Tilda Swinton © Kinowelt

Geboren am 5.11.1960 in London, England, Großbritannien Autor Melanie Frommholz

„Das Fehlen von Zweifeln hat etwas Wahnsinniges. Für mich jedenfalls sind Zweifel etwas, das einen menschlich macht. Ohne Zweifel verlieren selbst die Rechtschaffenen nicht nur den Blick für die Realität sondern auch ihre Menschlichkeit.“
Katherine Matilda, kurz Tilda, Swinton ist alles andere als eine Mainstream-Schauspielerin! Mit Mut zum Ungewöhnlichen, schlüpft sie auch schon mal glaubhaft in die Rolle eines Mannes, wie 1992 für den Film „Man to Man“. Überhaupt schienen es ihr besonders zu Beginn der Karriere die etwas bizarren, andersartigen Charaktere angetan zu haben.

Warum die hoch gewachsene Tilda überhaupt zur Schauspielerei kam, wird wohl nur sie allein wissen. Nach ihrem Schulabschluss an einer englischen Privatschule, sie war eine Klassenkameradin von Diana Spencer, der späteren Lady Diana, studierte sie zunächst Sozialwissenschaften und Englische Literatur an der Universität von Cambridge. Erst nach Ende des Studiums im Jahr 1983 stieg sie bei der Royal Shakespeare Company ein. Die bekannte Theatergruppe konnte Tilda aber nur ein Jahr halten. Danach fiel sie unter anderem an der Bühne von Edinburgh durch ihr schauspielerisches Talent auf.
Den Weg zum Film fand Tilda Swinton 1985 über die Bekanntschaft mit dem Regisseur Derek Jarman. Man könnte fast sagen, der Mann wurde ihr Mentor, denn bis zu seinem tragischen AIDS-Tod 1994, verband die beiden laut Berichten eine enge Freundschaft und die Engländerin spielt in insgesamt acht von Jarmans Filmen. 1991 war es mit „Edward II“ dann auch ein Jarman-Film, der die Kritiker auf Tilda Swinton aufmerksam machte. Mehr noch, sie konnte mit ihrer Darstellung der Isabella von Frankreich auch die Jury der Filmfestspiele von Venedig überzeugen und gewann die Coppa Volpi als beste Schauspielerin. Nur ein Jahr später legte Swinton, die übrigens aus einer angesehenen und wohlhabenden schottischen Familie stammt (Schloss inklusive, versteht sich), nach. Mit dem Streifen „Orlando“, der Verfilmung einer Geschichte von Virginia Wolf, gelang der endgültige, internationale Durchbruch.

„Du spielt Dich immer selbst. Alles was Du machst ist autobiographisch. (…) Denn das letzte was Du willst, ist, dass es aussieht als würdest Du schauspielern.“
Blieb Tilda Swinton bis Ende der 90er Jahre ihrer Vorliebe für wenig mainstreamfähige Filmstoffe treu, tauchte sie nach der Jahrtausendwende auch in dem ein oder andren größeren Hollywood-Projekt auf. So spielte sie im Jahr 2000 in „The Beach“ die Anführerin einer Aussteiger-Kolonie, war in „Vanilla Sky“ zu sehen und gab 2005 den Erzengel Gabriel in dem Endzeitstreifen „Constantine“ mit Keanu Reeves in der Hauptrolle. Für ihre Darstellung der „Margarete“ in dem Film „Trügerische Stille“ wurde Tilda Swinton 2001 für einen Golden Globe nominiert.
Nach „Broken Flowers“, die Engländerin spielte hier an der Seite von Bill Murray, war Tilda Swinton 2005 in der Kinderbuchverfilmung „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ als weiße Hexe zu sehen. Eine Idealbesetzung! Ein Wiedersehen gab es im Februar 2008 in dem Thriller "Michael Clayton" an der Seite von George Clooney. Für ihre Rolle wurde Tilda Swinton mit einem OSCAR als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Als Schauspielerin, die die Abwechslung liebt, spielt sie im gleichen Jahr im Drama "Julia" eine Alkoholikerin und war in "Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?" mit dabei. 2009 spielte sie in "Der seltsame Fall des Benjamin Button" und in "The Limits of Control“. 2010 stand das italienische Drama "I Am Love" auf dem Programm. 2012 war Tilda Swinton Teil des Cast von "Moonrise Kingdom".

Tilda Swinton ist mit dem Künstler und Autor John Byrne verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder und leben in der Nähe von Inverness in Schottland.


Filmographie Tilda Swinton

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
2001: Beste Schauspielerin - Drama: Trügerische Stille
2007: Beste Nebendarstellerin: Michael Clayton
2011: Beste Schauspielerin - Drama: Wir müssen über Kevin reden

Gewonnene OSCARs:
2007: Beste Nebendarstellerin: Michael Clayton