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© 20th Century Fox Germany
| Geboren am | 29.3.1957 | in | Great Neck, Long Island, New York, USA | Autor | Stefanie Rufle |
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“Es mag ein Fehler sein, das so offen zu bekennen, aber ich kenne sehr wohl meine Grenzen als Schauspieler und ich weiß, was ich kann und was eben nicht. Robert De Niro kann alles spielen – ich nicht. Ein Film wie 'Highlander' ist genau mein Ding. Was ich versuche ist, meine Fähigkeiten als Schauspieler weiterzuentwickeln und mein Bestes im Fantasy- und Action-Genre zu geben. Ich wäre sehr gern einmal „Rain Man“, aber das wäre wohl die letzte Rolle, die ich bekommen würde.“ (Christopher Lambert)
Selten erlebt man im Filmbusiness eine derart realistische und ehrliche Selbsteinschätzung, der übertriebene Starallüren völlig fern liegen. Aber genau diese Haltung macht den Schauspieler Christopher Lambert so sympathisch. Dennoch war seine Darstellung des unsterblichen schottischen Highlanders Connor MacLeod in Russel Mulcahys „Highlander – Es kann nur Einen geben“ (1986) legendär – und mal ganz ehrlich: Es muss doch auch die Schauspieler geben, die einen Highlander, Tarzan, Beowulf oder Vercingétorix derart spielerisch darstellen können und dabei noch so unverschämt gut aussehen wie Christopher Lambert.
Obwohl Christophe Guy Denis Lambert in New York geboren wurde, zog er mit seiner Familie im Alter von zwei Jahren in die Schweiz. Sein Vater war als Diplomat für die UN tätig und Christopher wurde in Privatschulen in Genf unterrichtet. Als Zwölfjähriger wirkte er bei einem Theaterstück mit und entdeckte hier wohl seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Dennoch ging der Sohn französich-schweizerischer Eltern am Ende seiner Schulzeit zunächst einmal nach London, wo er für kurze Zeit am London Stock Exchange, einer der wichtigsten Börsen arbeitete. Dann studierte Lambert am Pariser National-Konservatorium drei Jahre lang Schauspielerei. Seine ersten Rollen bekam der Mime in französischen Krimis wie „Le Bar du Télèphone“ (1980) oder „Ciao, les mecs“ (1979). Dann spielte Christopher Lambert, wie er sich inzwischen nannte, in der Tarzan-Adaption „Greystoke – Die Legende von Tarzan“ (1984). Durch seine zurückhaltende Darstellung des Tarzan wurde der Mime schlagartig bekannt, der Film war dreimal für den OSCAR nominiert und ebnete Lambert den Weg nach Hollywood.
Nach einigen eher belanglosen Filmen bekam er die Rolle angeboten, an der er in Zukunft immer gemessen werden sollte. In der Tat hauchte Christopher Connor MacLeod in „Highlander – Es kann nur Einen geben“ derart eindringlich Leben ein, dass es wohl hauptsächlich ihm zu verdanken ist, dass dieser Streifen bis heute Kultstatus besitzt. Der besondere Reiz Christopher Lamberts ist sein finsteres Auftreten, das nur schwer die unterschwellige Erotik verbergen kann. Ein Jahr später spielte der Mime den Banditen Salvatore Giuliano in „Der Sizilianer“ (1987) und in den folgenden Jahren gab er noch zweimal den Highlander auf der Kinoleinwand: in „Highlander 2 – Die Rückkehr“ (1991) und „Highlander III – Die Legende“ (1994). Vor allem durch diese Rolle war der unglaublich attraktive und gutgebaute Schauspieler zum Sexsymbol anvanciert. In den Neunzigerjahren war Lambert hauptsächlich in nicht besonders hochwertigen Action-Filmen wie „Gunmen“ (1994), „Mortal Kombat“ (1995), „Nirvana – Jagd im Cyberspace“ (1997) oder „Fortress“ (1993 und 1999) zu sehen. Gleichzeitig betätigte Christopher sich in dieser Zeit erstmals als Produzent, so etwa in Carl Schenkels „Knight Moves“ (1992), wo er ein Schachgenie auf Mörderjagd spielte. Für diesen Film, in dem auch seine damalige Ehefrau Diane Lane mitspielte, wurde ihm wieder einige Anerkennung zuteil. Im Hugh Grant-Film „Nine Months“ (1995) und in „Vergiß nicht, dass du sterben musst“ (1995) betätigte sich Lambert wieder als Produzent.
Es folgten viele französische und US-Produktionen und 1992 spielte Christopher noch einmal Connor MacLeod im Pilotfilm zur TV-Serie "Highlander" und im Jahr 2000 dann in "Highlander: Endgame" (2000). Als Produzent war er für den großen Erfolg „The Good Shepherd“ (2004) verantwortlich und in „Day of Wrath“ (2006) spielte er einen Sheriff im Spanien der Inqusitionszeit. In den letzten Jahren war der Schauspieler mit dem intensiven Blick, der Ergebnis einer Kurzsichtigkeit in Kindheitstagen ist, wieder hauptsächlich in französischen Produktionen wie „Janis et John“ (2003), „À ton image“ (2004) an der Seite von Nastassja Kinski oder "L'homme de chevet" (2009) zu sehen. In der Comic-Verfilmung "Ghost Rider: Spirit of Vengeance" (2012) stand er mit Nicholas Cage vor der Kamera.