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Matthias Schweighöfer
Biographie
© 2010 Moviesection.de
| Geboren am | 11.3.1981 | in | Anklam, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland | Autor | Kathrin Lang |
|---|
Das Talent zur Schauspielerei wurde dem deutschen Jungmimen quasi schon in die Wiege gelegt. Beide Elternteile (Michael Schweighöfer, Gitta Schweighöfer) sind schon seit langer Zeit am Theater tätig und führten ihren Sohn bereits in jungen Jahren auf die Bretter, die die Welt bedeuten. So kam es, dass der Mime bereits während seiner Schulzeit auf der Bühne stand. Nach seinem Gymnasialabschluss studierte er an der renommierten Ernst Busch-Schauspielschule in Berlin, brach jedoch nach 12 Monaten wieder ab, da er die praktische Arbeit dem ‚öden‘ Lernen vorzog. „Ich musste einfach gehen, weil ich damit nicht mehr glücklich war“, so Schweighöfer heute.
Im Fall von Matthias Schweighöfer lief es jedoch auch ohne abgeschlossene Schauspielausbildung wie am Schnürchen: Das erste Mal vor der Kamera stand er bereits 1991 für eine kleine Rolle in einer Folge der TV-Serie „Ärzte“. Richtung in Schwung kam seine Karriere ab 1997, als er sein Spielfilmdebüt mit dem Fernsehfilm „Raus aus der Haut“ von Andreas Dresen feierte. Anschließend konnte er regelmäßig kleinere und größere Rollen ergattern.
2000 sollte schließlich das große Jahr für den talentierten Nachwuchdarsteller werden. Damals feierte er nicht nur sein Leinwanddebüt mit dem Kurzfilm „Mein Freund, seine Mutter und die Elbe“, sondern wurde für seine schauspielerischen Leistungen auch mit zwei Preisen geehrt: Zum einen gewann er für die Rolle, die er in dem TV-Film „Verbotenes Verlangen - Ich liebe meinen Schüler“ übernahm den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises und wurde zum anderen mit dem Adolf-Grimme-Preis für seine Darstellung in dem TV-Drama „Die Freunde der Freunde“ ausgezeichnet. Der Durchbruch war damit geschafft und Schweighöfer von nun an ein gefragter und gern gesehener Jungschauspieler.
2002 unternahm Matthias sogar einen kleinen Ausflug nach Hollywood, als man ihn neben dem amerikanischen Schauspieler Stephen Dorff in dem Horror-Thriller „FearDotCom“ bewundern konnte. 2003 war er neben Nora Tschirner in der Literaturverfilmung „Soloalbum“ und in dem Drama „Die Klasse von '99“ in unseren Kinos vertreten. Ein Jahr später brillierte er in dem Drama „Kammerfilmmern“ und wurde dafür auch gleich entsprechend belohnt: 2005 gewann Matthias Schweighöfer für diese Rolle den Bayrischen Filmpreis als bester männlicher Nachwuchsdarsteller. Noch im selben Jahr übernahm der Erfolgsmime die männliche Hauptrolle in der Komödie „Polly Blue Eyes“ und war in dem biographischen TV-Film „Schiller“ in der Titelrolle zu sehen.
Auch die künftigen Jahre brachten Matthias Schweighöfer große Erfolge ein. 2006 standen drei Filme mit dem Deutschen auf dem Programm; 2007 ging es ähnlich erfolgreich weiter. Nachdem Schweighöfer die Hauptrolle in dem 68er-Streifen "Das wilde Leben" übernahm, sahen wir ihn im Dezember in einer Nebenrolle in der Erfolgskomödie "Keinohrhasen" von und mit Til Schweiger. Anfang 2008 übernahm der gebürtige Berliner seine bislang größte Rolle, als er in dem Kriegsfilm "Der rote Baron" die Titelrolle übernahm. Seither geht es mit Schweighöfers Karriere immer weiter aufwärts: 2009 sahen wir ihn in einer Nebenrolle neben Tom Cruise in "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat", in der Komödie "Zweiohrküken" und zudem in dem abenteuerlichen Piratenfilm "12 Meter ohne Kopf". 2010 startete, für den mittlerweile etablierten deutschen Schauspieler, mit einer Hauptrolle in der Komödie „Friendship!“, die zum absoluten Kassenschlager avancierte. Außerdem lieh er einer Figur in "Sammys Abenteuer" seine Stimme. Besonders Highlight stellte 2011 das Projekt "What a Man" dar, mit dem Matthias Schweighöfer sein Regie- und Autorendebüt feierte. In der Komödie übernahm das frischgebackene Multitalent zudem die männliche Hauptrolle. Außerdem agierte er in Detlev Bucks neuer Komödie "Rubbeldiekatz" an vorderster Schauspielfront.
"Es ist eine andere Sache, wenn man selbst bestimmen kann, wo der Zug hinfährt: Ich steig nicht mehr auf und spring wieder ab. Ich möchte meinen Wirkungskreis erweitern, in den Schnitt gehen, Stoffe mitentwickeln, überlegen, wer dazu passt."
Mittlerweile hat Matthias Schweighöfer seine eigene Produktionsfirma gegründet. Gerade arbeitet Schweighöfer an der filmischen Umsetzung des Bestsellers „ „Hectors Reisen“.
Und auch privat ist bei dem sympathischen Darsteller einiges los: Am 01. Mai 2009 erblickte Tochter Greta in Berlin das Licht der Welt. Mutter ist Schweighöfers langjährige Freundin Ani Schromm. Mittlerweile hat sich die dreiköpfige Familie in einem Bauernhof am Rande Berlins niedergelassen.
Filmographie Matthias Schweighöfer
- 1991: Polizeiruf 110 - Ein verhängnisvoller Verdacht (TV-Serie)
- 1997: Raus aus der Haut (TV)
- 1998: Ein Mann fällt nicht vom Himmel (TV)
- 1998: Spuk aus der Gruft (TV)
- 1998: Siska (TV-Serie)
- 1999: Dr. Stefan Frank - Der Arzt dem die Frauen vertrauen (TV-Serie)
- 2000: Mein Freund, seine Mutter und die Elbe
- 2000: Freunde
- 2000: Fremdes Land
- 2000: 3 Tage 44
- 2000: Küss mich, Frosch (TV)
- 2000: Spuk im Reich der Schatten (TV)
- 2000: Verbotenes Verlangen - Ich liebe meinen Schüler (TV)
- 2001: Die Freunde der Freunde (TV)
- 2001: Babykram ist Männersache (TV)
- 2001: Herz über Kopf
- 2001: Polizeiruf 110 - Zerstörte Träume (TV)
- 2001: Tatort - Gewaltfieber (TV)
- 2001: Vorspiel mit Nachspiel (TV)
- 2002: Ballett ist ausgefallen
- 2002: FeardotCom
- 2002: Nachts im Park
- 2003: Hamlet_X
- 2003: Die Klasse von ´99
- 2003: Soloalbum
- 2004: Baal (TV)
- 2004: Kalter Frühling (TV)
- 2004: Kammerflimmern
- 2005: Happy End
- 2005: Kombat Sechzehn
- 2005: Polly Blue Eyes
- 2005: Schiller (TV)
- 2005: Hypochonder
- 2006: Lulu (TV)
- 2006: Fata Morgana
- 2006: Der blaue Affe
- 2007: Ein spätes Mädchen (TV)
- 2007: Das wilde Leben
- 2007: Keinohrhasen
- 2008: Der rote Baron
- 2009: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
- 2009: Der Architekt
- 2009: Rigor Mortis
- 2009: 12 Meter ohne Kopf
- 2009: Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben
- 2009: Zweiohrküken
- 2009: Must Love Death
- 2010: Tatort - Weil sie böse sind (TV)
- 2010: Friendship!
- 2010: Sammys Abenteuer
- (nur Stimme)
- 2010: Night Train
- 2011: 3faltig
- 2011: What a Man
- (auch Regie, Produktion, Drehbuch)
- 2011: Rubbeldiekatz
- 2012: Russendisko



