Ken Duken

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Biographie

Ken Duken © Stardust

Geboren am 17.4.1979 in Heidelberg, Baden Württemberg, Deutschland Autor Kathrin Lang

„Die Schauspielerei war für mich der Inbegriff der Freiheit. Alles was man normalerweise nicht machen durfte, durfte man auf der Bühne tun. Und dann war klar: Ja da will ich hin.“
Ken Duken, ein deutscher Mime, der den Weg zur Schauspielerei gänzlich ohne Ausbildung an einer Schauspielschule fand. Als Sohn der Theater- und Filmschauspielerin Christina Loeb wurde ihm das Talent quasi in die Wiege gelegt. Sein Onkel war ebenfalls Theaterschauspieler und stand häufig in Garmisch-Patenkirchen, wo Ken aufwuchs, auf den Brettern, die die Welt bedeuten. In einem Interview gab Ken Duken einst an, dass es sein Onkel war, der ihn mit der Darstellung des Affen in Franz Kafkas „Bericht aus einer Akademie“ so sehr begeisterte, dass er sofort den Entschluss fasste, in die Fußstapfen seiner Familienangehörigen zu treten. So waren es also 'Mama und Onkel Duken', die Ken den Weg zu dem Beruf ebneten, den er heute mit großer Leidenschaft und viel Talent ausübt. Christina Loeb führte ihren Sohn schließlich auch in die Schauspielkunst ein, indem sie ihm einige Unterrichtsstunden gab. Später wurde Duken sogar von James Reynolds und Bruce McDonald unterrichtet – eine Schauspielschule sah er jedoch nie von innen.

„Hätte mich vor ein paar Jahren jemand gefragt, ob mir Erfolg wichtig ist, hätte ich verneint. Heutzutage weiß ich, dass Erfolg bedeutet, das machen zu können, was man will“.
Nachdem Ken Duken anfänglich selbst auch auf der Bühne stand und seinen Beruf im Theater erlernte, entdeckte er schon bald die 'Welt der Kameras' für sich. 1998 feierte er sein Fernsehdebüt in dem TV-Krimi „Blutiger Ernst“, in dem er unter anderem neben Daniel Brühl und Nadja Uhl agierte. Nach zwei weiteren Fernsehauftritten folgte im November 1999 schließlich sein Kinodebüt. In dem gefeierten Thriller „Schlaraffenland“ von Friedemann Fromm übernahm Duken die Rolle des Laser und erspielte sich damit an der Seite von Franka Potente, Heiner Lauterbach und etlichen Nachwuchsdarstellern die Gunst der deutschen Kinogänger. Danach ging es für den gebürtigen Heidelberger stetig aufwärts. Regelmäßig ergatterte er größere Fernseh- und Kinorollen, so dass wir den Mimen kaum missen mussten. Einen seiner größten Erfolge verzeichnete Ken Duken 2004, als er in Curt M. Faudons Thriller „Tödlicher Umweg“ die männliche Hauptrolle übernahm und für seine Darstellung mit dem NEO Award sowie dem Undine Award ausgezeichnet wurde. Noch besser verliefen die Dinge für ihn 2004, als er an der Seite von seiner Mutter Christina Loeb in der Tragik-Komödie „Kiss and Run“ agierte und dafür prompt mit dem renommierten Grimme-Preis in der Kategorie 'Bester Darsteller' geehrt wurde. Zwischenzeitlich begann er damit, in der vom ZDF produzierten Polizeifilm-Reihe „Nachtschicht“ als Jungkommissar Teddy Schrader aufzutreten. Jahrelang gehörte er zur Stammbesetzung der beliebten Serie, stieg 2008 jedoch aus.
Nach seinem Erfolg mit „Kiss and Run“ musste Ken Duken auf den nächsten großen Wurf nicht lange warten. 2006 übernahm der Deutsche die Rolle des Toni in dem Sport-Drama „Eine andere Liga“. An der Seite von Karoline Herfurth überzeugte Duken so dermaßen, dass er für seine Darstellung erneut mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Nach vielen Leinwanderfolgen punktete Duken 2008 schließlich mit seinem Fernsehauftritt in dem Drama „Willkommen zuhause“, für den er sogar mit dem Bayerischer Fernsehpreis als bester Schauspieler in der Kategorie 'Fernsehfilm' ausgezeichnet wurde.
In den kommenden Jahren sahen wir Ken Duken in deutschen Großproduktionen wie den Til Schweiger-Filmen „1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde“ (2008) sowie „Zweiohrküken“ (2009). Zudem feierte er guten Erfolg in der internationalen Co-Produktion „Max Manus“ (2008) sowie in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ (2009). Nachdem Duken 2010 eine Nebenrolle in dem tschechischen Krimi „Kajinek“ übernahm, sind für 2011 bereits einige weitere Kinoauftritte angekündigt. Unter anderem war der Mime in der Komödie „Powder Girl“ an der Seite von Bill Nighy zu sehen.

“Regie gibt mir die Freiheit, einfach meinen Film zu machen. Als Schauspieler bedienst du den Regisseur und versuchst seine Vision umzusetzen.“
2003 gründete Ken Duken zusammen mit einigen Kollegen seine eigene Produktionsfirma Grand Hôtel Pictures. Die Filmschmiede brachte bereits drei Spielfilme hervor. Unter anderem entstand dort der Kurzfilm „From Another Point of View“, bei dem kein geringerer als Ken Duken selbst auf dem Regiestuhl platz nahm und das Drehbuch beisteuerte.


Filmographie Ken Duken

  • 1998: Blutiger Ernst (TV)
  • 1998: Julia - Kämpfe für deine Träume! (TV)
  • 1999: Der Bulle von Tölz (TV-Serie)
  • 1999: Schlaraffenland
  • 2000: Der Kanacke
  • 2000: Gran Paradiso
  • 2000: Einladung zum Mord (TV)
  • 2000: Die Nacht der Engel (TV)
  • 2001: Benny X
  • 2001: Das schwangere Mädchen (TV)
  • 2001: Rette deine Haut (TV)
  • 2001: 100 Pro
  • 2001: Feindesland
  • 2002: Mörderherz (TV)
  • 2002: Hit and Run
  • 2002: Polizeiruf 110 (TV-Serie)
  • 2002: Kiss & Run
  • 2002: Rosa Roth (TV-Serie)
  • 2003: From Another Point of View (auch Produzent, Regie, Drehbuch)
  • 2003: Zur Hölle mit Dir
  • 2003: Entrusted (TV)
  • 2003: Nitschewo
  • 2003: Nachtschicht (TV-Serie)
  • 2003: Mein Vater, der Kaiser (TV)
  • 2004: Tödlicher Umweg
  • 2004: La Fuga degli innocenti (TV-Serie)
  • 2004: Die schöne Braut in Schwarz (TV)
  • 2004: Nachtangst
  • 2005: Karol, un uomo diventato Papa (TV)
  • 2006: Eine andere Liga
  • 2006: Störtebeker (TV)
  • 2007: Eichmann (nur Ex.Produzent)
  • 2007: Ali Baba et les 40 voleurs (TV)
  • 2007: Krieg und Frieden (TV-Serie)
  • 2008: Il Commissario De Luca (TV-Serie)
  • 2008: Résolution 819 (TV)
  • 2008: Willkommen zuhause (TV)
  • 2008: Fire!
  • 2008: 1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
  • 2008: König Drosselbart (TV)
  • 2009: Distanz (auch Produzent)
  • 2009: Inglourious Basterds
  • 2009: Flug in die Nacht - Das Unglück von Überlingen (TV)
  • 2009: Gellert (auch Produzent)
  • 2009: Zweiohrküken
  • 2010: Kajinek
  • 2010: Max Manus
  • 2010: Der Kriminalist (TV-Serie)
  • 2010: Pius XII (TV)
  • 2011: Powder Girl
  • 2011: Laconia (TV-Serie)
  • 2011: Nie mehr ohne doch (TV)
  • 2011: Lisas Fluch (TV)
  • 2011: Carl & Bertha (TV)
  • 2011: One Last Game (auch Ex.Produzent)
  • 2011: Das Wunder von Kärnten (TV)
  • 2011: Tatort - Der Weg ins Paradies (TV)
  • 2012: Die Männer der Emden
  • 2012: Zwei Leben
  • 2012: Banklady