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Tom Hanks
Thomas Jeffrey Hanks
Biographie
© Sony Pictures
| Geboren am | 9.7.1956 | in | Concord, Kalifornien, USA | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
„In diesem Geschäft beruhen die Karrieren auf Langlebigkeit!“ (Tom Hanks über das Filmbusiness.)
„Zerrüttet“, so beschreibt Tom Hanks die Familienverhältnisse seiner Kindheit. Geschadet scheint ihm der Umstand, dass sich seine Eltern scheiden ließen, nicht. Nach der Trennung der Eltern blieb Tom beim Vater und dessen wechselnden Frauen. Der unstete Lebenswandel des Vaters brachte auch häufige Umzüge und Schulwechsel mit sich. Dennoch wurde aus Tom Hanks der erfolgreiche „Mr. Saubermann“ Hollywoods. Er gilt als bescheiden und integer. Der Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und erfolgreiche Produzent prägte nicht nur über Jahrzehnte das Blockbuster-Kino mit seinen Rollen, sondern ist auch seit 2005 Vorstandsmitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die jährlich die OSCARs vergibt. Es hätte wahrlich schlechter laufen können!
„Mein Lieblingsfilm zu Weihnachten ist „Im Westen nichts Neues“ (1930). Ohne diesen Film ist es einfach nicht Dezember in meinem Haus.“
Bereits auf der High School begeisterte sich Tom Hanks für das Theater. Eine Leidenschaft, die sich auch am College fortsetzte und aus der schließlich sein Broterwerb werden sollte. Nachdem Hanks in Cleveland erste Theatererfahrungen gemacht hatte, ging er 1979 nach New York und gab 1980 mit dem Horrorfilm „Panische Angst“ sein Filmdebüt. Es folgten weitere Kinoprojekte bevor er mit „Big“ das erste dicke Ausrufezeichen in Sachen große Karriere hinter seinen Namen setzen konnte. Der Film bescherte Tom Hanks seinen ersten Golde Globen als bester Schauspieler und seine erste Nominierung bei den OSCARs als bester Hauptdarsteller. Auch das Publikum liebte Tom Hanks und seine nachfolgenden Filme wie „Scott & Huutsch - Eine Dogge zum Knutschen“ oder „Eine Klasse für sich“. Die Romanze „Schlaflos in Seattle“ etablierte ihn endgültig als Kassenmagnet. Generationsübergreifend begeisterte der Amerikaner die Kinogänger. Zweifellos waren die 80ger und 90ger Jahre bislang DIE Zeit des Mimen. Für die männlichen Kinogänger war er der Kumpel, für die Kids der Held und seit er und Meg Ryan sich in dem wohl romantischsten Happy Ende der Neuzeit über den Dächern von Seattle fanden, liebten ihn die Frauen sowieso. Kino ohne den Namen Hanks war einfach undenkbar in jenen Tagen. 1993 war dann klar, dass der Name Hanks auch für Charakterrollen mit Klasse stand. In einer Zeit, als Homosexualität und HIV noch nicht die öffentliche Tabuzone verlassen hatten bekannte der Amerikaner Farbe und machte sich sicherlich nicht nur Freunde als er mit ergreifendem Engagement in die Rolle des AIDS-Kranken Rechtsanwaltes Andrew Beckett schlüpfte und der Krankheit damit ein prominentes Gesicht gab. Ob wohl je wieder zwei Männer so schön miteinander tanzen werden wie Hanks und Antonio Banderas in „Philadelphia“? Die Kritiker belohnten Tom Hanks’ Einsatz und der Mime erhielt seinen ersten OSCAR als bester Hauptdarsteller.
Der Mime schien in dieser Zeit ein Händchen für „große“ Kinostoffe gehabt zu haben. Nur ein Jahr später legte er mit „Forrest Gump“ einen weiteren hochkarätigen Film vor und konnte erneut den Goldjungen für den besten Hauptdarsteller mit nach Hause nehmen. Heute zählt die Tragikkomödie über einen besonderen Mann und seine Geschichte, die gleichzeitig auch die Geschichte der Vereinigten Staaten ist wohl zu den emotionalsten Filmen. Forrest Gump und Tom Hanks – mittlerweile eine untrennbare Einheit für viele Kinogänger.
Einmal so richtig in Fahrt war Tom Hanks nicht mehr zu stoppen. Sein Name auf dem Plakat reichte, um für volle Kinokassen zu sorgen und so strömten die Besucher in den kommenden Jahren in Streifen wie „Apollo 13“, „Der Soldat James Ryan oder auch „The Green Mile“. In der romantischen Komödie „E-Mail für Dich“ gab es dann auch das von den Fans lang ersehnte Wiedersehen mit Meg Ryan. Mit „Toy Story“ gab Tom Hanks zudem 1995 seinen Einstand als Synchronstimme. Nach dem „Cast away“ Hanks im Jahr 2000 nicht nur körperlich so einiges abverlangt hatte und er mit dem Film noch einmal bei den OSCARs eine Nominierung verbuchen konnte, wurde es in Sachen Kinofilme etwas ruhiger. Der Mime trat vermehrt als Produzent oder Regisseur in Erscheinung und war unter anderem an dem erfolgreichen TV-Projekt „Band of Brothers“ beteiligt. Im Kino liefen die Filme „Road to Perdition”, „Catch me if you can“, “Ladykillers”„ und „Terminal“ und zeigten uns einen variablen aber nicht mehr ganz so erfolgreichen Tom Hanks. Die Zeiten des Kassenmagnets schienen erstmal vorbei und auch die wahrhaftig großen Charakterrollen blieben aus. Hanks war in seinen Rollen ohne jede Frage noch immer gut, aber man vermisste das Besondere, was er früher seinen Rollen mitgegeben hatte.
Der Trend zum Produzieren scheint bei Tom Hanks ungebrochen. Der Schauspieler verlagerte seinen Arbeitsschwerpunkt Stück für Stück, aber konsequent hinter die Kamera. Vor der Kamera machte sich der Schauspieler rar. Mit „Der Polarexpress“ und „The Da Vinci Code – Sakrileg“ meldete er sich zwar auf der Leinwand zurück, doch die Lücken zwischen den Filmen wurden größer. Für eine jüngere Kinogeneration gehört der Name Hanks sicherlich bereits in die Schublade mit den „alten“ Stars von gestern. Die großen Namen auf den Plakaten der Blockbuster gehören heutzutage anderen. 2008 erhielt Tom Hanks für „Der Krieg des Charlie Wilson“ erneut eine Nominierung bei den Golden Globes. 2009 kam mit „Illuminati“ die zweite Verfilmung eines Dan Brown Buches in unsere Kinos. 2011 startete mit der Komödie "Larry Crowne" die Darsteller-Regie-Produzent-Drehbuch-Kombi-Arbeit von Tom Hanks in unseren Kinos. An Weitere Projekte sind bereits in der Pipeline.
Tom Hanks ist bereits zum zweiten Mal verheiratet. Von 1978 bis 1987 war er mit Samantha Lewes liiert. Aus dieser Ehe gingen 2 Kinder hervor: Colin und Elizabeth Hanks (beide sind ebenfalls Schauspieler.). Samantha Lewes starb 2002 an Krebs. Seit 1988 ist er mit Schauspielkollegin Rita Wilson verheiratet, und auch mit ihr hat er 2 Kinder.
Filmographie Tom Hanks
- 1980: Panische Angst
- 1980: Love Boat (TV-Serie)
- 1980: Bosom Buddies (TV-Serie)
- 1982: Taxi (TV-Serie)
- 1982: Happy Days (TV-Serie)
- 1982: Familienbande (TV-Serie) - Staffel 1
- 1982: Labyrinth der Monster (TV)
- 1983: Jede Menge Familie (TV-Serie)
- 1984: Splash - Jungfrau am Haken
- 1984: Bachelor Party
- 1985: Der Verrückte mit dem Geigenkasten
- 1985: Alles hört auf mein Kommando
- 1986: Geschenkt ist noch zu teuer
- 1986: Nothing In Common - Sie haben nichts gemeinsam
- 1986: Liebe ist ein Spiel auf Zeit
- 1986: Schlappe Bullen beißen nicht
- 1987: Big
- 1988: Punchline - Der Knalleffekt
- 1989: Meine teuflischen Nachbarn
- 1989: Scott & Huutch
- 1989: Geschichten aus der Gruft (TV-Serie) (nur Regie)
- 1989: Joe gegen den Vulkan
- 1990: Fegefeuer der Eitelkeiten
- 1992: Flug ins Abenteuer (ungenannt)
- 1992: Geschichten aus der Gruft (TV-Serie)
- 1992: Eine Klasse für sich
- (auch Regie)
- 1993: Fallen Angels (TV-Serie) (auch Regie)
- 1993: Schlaflos in Seattle
- 1993: Philadelphia
- 1994: Vault of Horror I (TV) (auch Regie)
- 1994: Forrest Gump
- 1995: Apollo 13
- 1995: Toy Story
- (nur Stimme)
- 1996: That Thing You Do!
- (auch Drehbuch, Regie und Musik)
- 1998: Der Soldat James Ryan
- 1998: From the Earth to the Moon (TV-Serie) (nur Drehbuch, Regie, Produzent)
- 1998: E-Mail für dich
- 1999: Toy Story 2
- (nur Stimme)
- 1999: The Green Mile
- 2000: Cast Away - Verschollen
- (auch Produzent)
- 2000: The American Experience (TV-Serie) (nur Produzent)
- 2000: West Point (TV-Serie) (nur Ex.Produzent)
- 2001: We Stand Alone Together (TV) (nur Produzent)
- 2002: Band of Brothers - Wir waren wie Brüder (TV-Serie)
- (nur Regie, Drehbuch, Ex.Produzent)
- 2002: Road to Perdition
- 2002: Catch me if you can
- 2002: My big fat greek wedding - Hochzeit auf Griechisch
- (nur Produzent)
- 2003: My Big Fat Greek Life (TV-Serie) (nur Produzent)
- 2003: Freedom: A History of Us (TV-Serie)
- 2004: Connie und Carla
- (nur Produzent)
- 2004: Ladykillers
- 2004: Terminal
- 2004: Elvis has left the building
- 2004: Der Polarexpress
- (auch Produzent)
- 2005: We're with the Band (TV) (nur Produzent)
- 2005: Magnificent Desolation: Walking on the Moon 3D (nur Drehbuch, Produzent, Stimme)
- 2005: Big Love (TV-Serie) (nur Ex.Produzent)
- 2006: Cars
- (nur Stimme)
- 2006: The Da Vinci Code - Sakrileg
- 2006: Starter for 10
- (nur Produzent)
- 2006: Lucas, der Ameisenschreck
- (nur Produzent)
- 2006: Neil Young: Heart of Gold (nur Produzent)
- 2008: David McCullough: Painting with Words (TV) (nur Produzent)
- 2008: John Adams (TV-Serie) (nur Produzent)
- 2008: Surfer Dude (nur Produzent)
- 2008: Der Krieg des Charlie Wilson
- 2008: Mamma Mia!
- (nur Produzent)
- 2008: The Great Buck Howard (auch Produzent)
- 2008: City of Ember - Flucht aus der Dunkelheit
- (nur Produzent)
- 2009: My big fat greek Summer
- (nur Produzent)
- 2009: Wo die Wilden Kerle wohnen
- (nur Produzent)
- 2009: The Pacific (TV-Serie) (nur Produzent)
- 2009: Illuminati
- 2009: Beyond All Boundaries (nur Stimme, Ex.Produzent)
- 2009: Late Show with David Letterman (TV-Serie)
- 2010: Toy Story 3
- (nur Stimme)
- 2010: The Pacific (TV-Mini-Serie)
- (nur Stimme, Ex.Produzent)
- 2010: Black & White in Colors (nur Co-Produzent)
- 2011: Hawaiian Vacation (nur Stimme)
- 2011: The 3 Minute Talk Show (TV-Serie) (nur Ex.Produzent)
- 2011: Prohibition (TV-Serie)
- 2011: Electric City (nur Drehbuch, Produzent)
- 2011: Larry Crowne
- (auch Regie, Produzent, Drehbuch)
- 2011: Game Change (TV) (nur Produzent)
- 2012: Der Wolkenatlas
- 2012: Extrem laut und unglaublich nah
- 2013: American Gods (TV-Serie) (nur Produzent)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1993: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Schlaflos in Seattle
1998: Bester Schauspieler - Drama: Der Soldat James Ryan
2007: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Der Krieg des Charlie Wilson
Gewonnene Golden Globes:
1988: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Big
1993: Bester Schauspieler - Drama: Philadelphia
1995: Bester Schauspieler - Drama: Forrest Gump
2000: Bester Schauspieler - Drama: Cast Away - Verschollen
OSCAR Nominierungen:
1988: Bester Hauptdarsteller: Big
1998: Bester Hauptdarsteller: Der Soldat James Ryan
2000: Bester Hauptdarsteller: Cast Away - Verschollen
Gewonnene OSCARs
1993: Bester Hauptdarsteller: Philadelphia
1994: Bester Hauptdarsteller: Forrest Gump