Ben Foster

Biographie

Ben Foster © 20th Century Fox

Geboren am 29.10.1980 in Boston, Massachusetts, USA Autor Stefanie Rufle

"Der Dreh zu "X-Men: Der letzte Widerstand" war wie Urlaub. Als würde ich für sechs Monate in einem Vergnügungspark leben. Ich musste nur herumfliegen und fiese Typen in den Hintern treten."
Zwar wurde Ben Foster in Boston geboren, doch schon bald zogen seine Eltern mit ihm nach Fairfield, Iowa – eine kleine Stadt, die aber über vier kommunale Theater verfügt. Damit war schon einmal der Grundstein für Bens Zukunft gelegt, denn hier konnte der Junge nach Herzenslust seiner Leidenschaft, dem Theaterspielen frönen. Von dem Moment an, als er gehen konnte, beglückte er seine Familie mit seinem Talent. Schon mit acht Jahren stand er auf der Bühne, hatte mit elf Jahren seine erste Hauptrolle im Theaterstück „You´re A Good Man, Charlie Brown“ und schrieb mit zwölf das Drehbuch zu seinem ersten eigenen Stück, bei dem er Regie führte und die Hauptrolle spielte. Dieses Theaterstück gewann den zweiten Platz bei einem internationalen Wettbewerb. Mit vierzehn dann nahm Ben am Interlochen Theater Arts Summer Program in Interlochen, Michigan teil. Eigentlich war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der schauspielbegeisterte Teenager die Schule verlassen würde. Als er sechzehn war, schickte er der Casting-Direktorin Cecily Adams ein selbstgemachtes Audition-Tape zu. Sie rief daraufhin Bens Eltern an und riet ihnen, ihn sofort in ein Flugzeug nach Los Angeles zu setzen – sie wollte ihn für den Pilotfilm zur Disney-Serie „Flash Forward“, den sie castete, vorsprechen lassen. Ben bekam die Rolle und der Grundstein für seine Schauspielkarriere war gelegt.

Sein Filmdebut hatte Foster mit einer kleinen Rolle in „Kounterfeit“ (1996). Danach wirkte der Jungschauspieler in einigen TV-Produktionen mit, bis er in „Liberty Heights – Rock´n Roll & krumme Geschäfte“ (1999) einen rebellischen jüdischen Teenager spielte. Die erste Hauptrolle für Ben kam mit dem Film „Ran an die Braut“ (2001). Hier spielte er neben Kirsten Dunst, mit der er anschließend auch einige Zeit liiert war. Bis zum Jahr 2005 wurde Foster eher für kleine, aber feine und überaus gut gespielte Rollen gebucht. Eigentlich wäre er für die Rolle des Eddie O´Hare in der John Irving-Verfilmung „The Door in the Floor“ (2004) vorgesehen gewesen. Doch er hatte das Gefühl, zu alt für diese Rolle zu sein, weshalb er sie seinem jüngeren Bruder Jon Foster abtrat.

2005 war dann ganz eindeutig das magische Jahr für den Mimen. Er lieferte eine intensive Darstellung des Mashall Krupcheck in „Hostage – Entführt“ (2005) ab. Erstmals wurde Ben vom Publikum wirklich wahrgenommen – sein ungeheures Potential und großes Talent traten hier klar zutage. Seither kann sich Foster, zu dessen liebsten Schauspielern Claire Danes, James Dean und Sean Penn zählen, über einen Mangel an guten Rollen nicht beklagen. Er stand für Blockbuster wie „Alpha Dog“ (2007), „X-Men : Der letzte Widerstand“ (2007), „Todeszug nach Yuma“ (2007) und „30 Days of Night“ (2007) vor der Kamera. 2009 war er neben Dennis Quaid in "Pandorum" (2009) zu sehen und im Jahr darauf folgte "The Messenger" (2010) mit Jena Malone, Woody Harrelson, Steve Buscemi und Samantha Morton. 2011 stand der Mime zusammen mit Donald Sutherland und Jason Statham für "The Mechanic" (2011) vor der Kamera. Fosters Lieblingsfilm ist „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) mit dem grandiosen Jack Nicholson – man wird sehen, wie nah der vielversprechende Mime selber je einem Film dieses Formats kommen wird.


Filmographie Ben Foster