Ed Harris

Edward Allen Harris

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Biographie

Ed Harris © Constantin Film

Geboren am 28.11.1950 in Englewood, New Jersey, USA Autor Melanie Frommholz

”Die Schauspielerei ist für mich kein Wettstreit. Eines der ersten Dinge, die ich über die Schauspielerei lernte war, dass die einzige Person mit der Du wetteiferst Du selbst bist.“
Der amerikanische Schauspieler Ed Harris gilt als einer der besten Charakterdarsteller seiner Generation. Er versteht es seinen Rollen einen unvergleichlichen Stempel aufzudrücken und so auch dann im Gedächtnis zu bleiben, wenn er „nur“ in einer Nebenrolle zu sehen war.

Ed Harris Weg in Richtung Schauspielkunst begann während seiner Zeit an der Columbia University in New York. Hier studierte er Sport, interessierte sich dann jedoch - angeregt durch Theaterbesuche - zunehmend für die Schauspielerei. Er wechselte 1971 das Studienfach und ging an die Universität von Oklahoma. 1973 zog es ihn nach Kalifornien, wo er am Institute of the Arts 1975 seinen Abschluss machte. Harris gab in kleineren Produktionen seinen Theatereinstand bevor er 1982 in Sam Shepard's Stück „Fool for love“ sein Off-Broadway-Debüt gab. Ein Einstand nach Maß, erhielt Ed Harris doch den Theater-OSCAR „Obie“ für seine darstellerische Leistung. Bis heute ist Ed Harris der Bühne treu geblieben.

Abseits der Bühne hatte Ed Harris bereits ab 1976 erste Rollen in TV-Produktionen und kleineren Filmen. Die Kritiker nachhaltig auf sich aufmerksam machte er jedoch erst im Jahr seines großen Theatererfolges 1983 mit „Der Stoff aus dem die Helden sind“. Der Film war zwar kein Publikumserfolg, sicherte Harris jedoch einen festen Platz in Hollywood. In den folgenden Projekten waren es dennoch zunächst Nebenrollen, in die er schlüpfte. 1989 überzeugte Ed Harris in James Cameron OSCAR-prämierten „Abbys“ in einer Hauptrolle. Im selben Jahr erhielt er für „Jacknife“ seine erste Golden Globe-Nominierung. „Im Vorhof der Hölle“, „Tollwütig“, „Die Firma“ oder die Stephen King Verfilmungen „The Stand“ und „Needful Things - In einer kleinen Stadt“ waren die Harris-Projekte der folgenden Jahre. 1995 wagte sich der Schauspieler mit „Apollo 13“ erneut ins All und erhielt eine Nominierung bei den Golden Golbes und den OSCARs. Die 90er Jahre waren durchweg eine überaus erfolgreiche Zeit für den Amerikaner. Mit „Nixon“, „The Rock - Fels der Entscheidung“, „Absolute Power“ und „Die Truman Show“ war er Teil etlicher großer und erfolgreicher Produktionen. Besonders sein bizarrer Part als Produzent der Truman Show ist bis heute unvergessen und zu recht mit einem Golden Globe und einer OSCAR-Nominierung als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Im Jahr 2000 gab Ed Harris mit dem Künstler-Biopic „Pollock“ sein Regiedebüt. Er übernahm bei dem Film auch die Hauptrolle und erhielt hierfür eine weitere OSCAR-Nominierung. Nachdem er 2002 neben Russell Crowe in „A beautiful Mind” in einer Nebenrolle glänzte, überzeugte er in dem Drama „The Hours” neben den OSCAR-Preisträgerinnen Meryl Streep, Nicole Kidman und der OSCAR-nominierten Julianne Moore. Ed Harris erhielt für seine erneut beeindruckende Leistung wieder eine Nomierung bei den OSCARs als bester Nebendarsteller, ging aber erneut leer aus.

“Ich suche nicht bewusst Filmprojekte aus, die kommerziell nicht erfolgreich werden. Es ist einfach so, dass die meisten interessanten Drehbücher, die ich lese außerhalb des Mainstream stehen. (…)“
Mit „Der menschliche Makel“, „A History of Violence” oder “Gone Baby Gone” blieb Ed Harris auch in den folgenden Jahren im Gespräch. Als Ludwig van Beethoven glänzte er 2007 in „Klang der Stille - Copying Beethoven“. Ebenfalls 2007 schaffte es „Cleaner - Sein Geschäft ist der Tod” auf unseren DVD-Markt. 2008 verwirklichte Ed Harris mit dem Western „Appaloosa“ seine zweite Regiearbeit. Für 2011 stand unter anderem eine Hauptrolle in dem Drama „The Way Back - Der lange Weg“ auf dem Programm. 2012 sahen wir den Mimen in „Ein riskanter Plan".

Ed Harris ist seit 1983 mit der Schauspielerin Amy Madigan verheiratet. Die beiden haben eine Tochter.


Filmographie Ed Harris

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1989: Bester Nebendarsteller: Jacknife
1995: Bester Nebendarsteller: Apollo 13
2002: Bester Nebendarsteller: The Hours

Gewonnene Golden Globes:
1998: Bester Mebendarsteller: Die Truman Show

OSCAR Nominierungen:
1995: Bester Nebendarsteller: Apollo 13
1998: Bester Nebendarsteller: Die Truman Show
2000: Bester Hauptdarsteller: Pollock
2002: Bester Nebendarsteller: The Hours