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Sam Shepard

Samuel Shepard Rogers

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Biographie

Sam Shepard © Senator Film

Geboren am 5.11.1943 in Fort Sheridan, Illinois, USA Autor Stefanie Rufle

„Ich werde nicht meinen Weg verlassen, um dieses Kinozeug zu machen. In allererster Linie bin ich immer Autor.“ (Sam Shepard)
Sam Shepard ist einer der wirklich großen Bühnenautoren der USA, doch nichtsdestotrotz zeichnet er sich auch durch ein außergewöhnliches Talent als Schauspieler – sowohl im Film, wie auch auf der Bühne – aus und hat auch schon bei einigen Projekten selber Regie geführt. Zudem ist Shepard Pulitzer-Preisträger – für sein Bühnenstück „Vergrabenes Kind“ wurde er in der Kategorie Drama im Jahr 1979 mit dem begehrten Preis geehrt.

Samuel Shepard wurde am 05. November 1943 in Illinois geboren, seine Eltern Jane Elaine und Samuel Shepard waren beide Lehrer. Sam verbrachte seine Jugend auf einer Farm in Wyoming und ging in Walnut, Kalifornien aufs College. Nach einem kurzen Studium der Agrarwissenschaften ging er Anfang der 60er Jahre nach New York City und begann dort, erste Stücke fürs Theater zu schreiben. Zusammen mit Michelangelo Antonioni schrieb er das Drehbuch für dessen Film „Zabriskie Point“ (1970). Außerdem war Shepard in dieser Zeit Drummer der Bands „Lothar and the Hand People“ und „The Holy Modal Rounders“. Zusammen mit Bob Dylan schrieb das Multitalent den Song „Brownsville Girl“ für das Dylan-Album „Knocked Out Loaded“. 1971 schrieb Sam zusammen mit seiner damaligen Freundin, der Sängerin Patti Smith, das Stück „Cowboy Mouth“ und spielte in der Uraufführung selber mit – eine Erfahrung, die er wohl ziemlich erschreckend fand, Live-Auftritte machen ihm nach eigener Aussage immer Angst.

Anfang der 70er Jahre ging der Autor für einige Jahre nach London und schrieb auch dort wieder erfolgreiche Bühnenstücke. Als Sam dreißig Jahre alt war, hatte er bereits dreißig Drehbücher geschrieben. Während seiner Londoner Zeit hatte er Kontakte mit den Bands The Who und The Rolling Stones. Zurück in den USA bekam Shepard auch seine ersten Filmrollen und ging mit Bob Dylan auf Tournee. In dessen Film „Renaldo and Clara“ (1978), zu dem er das Drehbuch geschrieben hatte, bekam er auch eine Rolle. Bei den Dreharbeiten zu „Frances“ (1982) lernte er die Schauspielerin Jessica Lange kennen, mit der er bis 2009 zusammenlebte. Im Jahr darauf spielte Sam in „Der Stoff aus dem die Helden sind“ (1983) und wurde für seine Nebenrolle für den OSCAR nominiert. Er schrieb das Drehbuch zu Wim Wenders „Paris, Texas“ (1984) – auch bei diesem Film übernahm Shepard wieder eine Rolle. Neben Kim Bassinger stand er für „Fool for Love – Verrückt vor Liebe“ (1985) vor der Kamera und war neben Diane Keaton, Jessica Lange und Sissy Spacek in „Verbrecherische Herzen“ (1986) zu sehen. Es folgten weitere Rollen in „Magnolien aus Stahl“ (1989) und Volker Schlöndorffs Max-Frisch-Verfilmung „Homo Faber“ (1991), wo Sam die Titelrolle spielte. An der Seite von Denzel Washington und Julia Roberts stand der Mime für die Grisham-Verfilmung „Die Akte“ (1993) vor der Kamera und schrieb das Drehbuch und führte Regie bei „Schweigende Zungen – Die Rache der Götter“ (1994), dem letzten Film mit River Phoenix. Nach seiner Rolle im OSCAR nominierten „Schnee, der auf Zedern fällt“ (1999) konzentrierte Shepard sich zunehmend auf Action-Produktionen wie „Passwort- Swordfish“ (2001), „Black Hawk Down“ (2001), das mit zwei OSCARs prämiert wurde oder „Stealth – Unter dem Radar“ (2005). Neben Brad Pitt und Casey Affleck war Shepard in „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ (2007) zu sehen und im Jahr darauf kam er mit "Zufällig verheiratet" (2008) in unsere Kinos. Neben Naomi Watts und Sean Penn war er im Polit-Thriller "Fair Game" (2010) zu sehen und im folgenden Jahr kam er mit dem ergreifenden Kriegs-Drama "Brothers" (2011) mit Jake Gyllenhaal, Natalie Portman und Tobey Maguire in die Lichtspielhäuser. Im Action-Thriller "Safe House" (2012) war er an der Seite von Ryan Reynolds, Denzel Washington und Vera Farmiga zu sehen, und im Gangster-Thriller "Killing Them Softly" (2012) hatte Shepard erneut einen Auftritt mit Brad Pitt.

Doch das Theater ist und bleibt die große Leidenschaft des Schauspielers, Drehbuchautors und Regisseurs. Zudem ist Shepard Autor der Kurzgeschichten „Hawk Moon: A Book of Short Stories, Poems and Monologues“ (1973), „Rolling Thunder Logbook“ (1977), „Motel Chronicles“ (1982) und „Cruising Paradise“ (1996). Bereits zweimal war er für den Broadway Tony Award als Autor für ein Bestes Stück nominiert. Aus seiner Ehe mit O-Lan Jones hat der Mime, der unter starker Flugangst leidet, ein Kind, aus der Verbindung mit Jessica Lange zwei.


Filmographie Sam Shepard

Filmpreise

OSCAR Nominierungen:
1983: Bester Nebendarsteller: Der Stoff aus dem die Helden sind