Sophie Okonedo

Biographie

Sophie Okonedo © United International Pictures

Geboren am 1.1.1969 in London, England, Grossbritannien Autor Stefanie Rufle

„Ich lasse mich immer voll und ganz auf die Geschichte eines Films ein. Ich könnte ohne weiteres in einem kleinen Theater irgendwo am Ende der Welt spielen, wenn nur die Geschichte stimmt. Mir bleibt immer ein etwas schaler Geschmack im Mund zurück, wenn ich etwas nur um des Geldes willen tue. Darin bin ich wirklich schlecht. Ich gehöre nicht zu den Schauspielern, die aus Müll etwas richtig Gutes machen können. Manche Leute sind perfekt darin – das ist eine besondere Gabe.“ (Sophie Okonedo)

Sophie Okonedo wurde am 01. Januar 1969 in London geboren. Ihren Abschluss machte sie an der Universität von Cambridge und beteiligte sich dann an einem Workshop für Creative Writing. Dort entdeckte Sophie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei und bewarb sich am Royal Court Theater. Sie bekam ein Stipendium für die berühmte Royal Academy of Dramatic Art in London, die bereits große Stars wie Orlando Bloom, Anthony Hopkins oder Roger Moore ausgebildet hat. Für ihre Arbeit am Theater erhielt Okonedo großartige Kritiken und schon bald sollte ihre erste Kinorolle folgen. In der britischen Produktion „Young Soul Rebels“ (1991) hatte die Schauspielerin allerdings nur eine verschwindend kleine Rolle und in den folgenden Jahren war sie dann nur noch im britischen Fernsehen zu sehen. In diesen ersten Jahren ihrer Karriere konzentrierte Sophie sich vorwiegend auf die Arbeit am Theater. Ihren nächsten Kinoauftritt hatte die Mimin dann wieder in einer britischen Produktion: „Go Now! Jetzt erst recht“ (1995). Die Britin mit nigerianischen Wurzeln sagte einmal, dass sie im britischen Kino immer nur die Rolle der besten Freundin angeboten bekam. Noch im selben Jahr sollte damit allerdings Schluss sein – Sophie hatte ihr Hollywood-Debut in Jim Carreys „Ace Ventura – Jetzt wird’s wild“ (1995) als Wachati Prinzessin. Zwei Jahre später stand sie mit Bruce Willis und Richard Gere in „Der Schakal“ (1997) vor der Kamera – doch den erhofften Durchbruch brachte ihr auch dieser Film nicht.

Danach war Okonedo erst einmal wieder vermehrt in britischen Fernsehproduktionen vertreten. Die erste Rolle, mit der sie wirklich internationale Aufmerksamkeit erregte, war die der Prostituierten neben Audrey Tautou in „Kleine schmutzige Tricks“ (2002). Dieser Auftritt war ausschlaggebend für die Nebenrolle in „Hotel Ruanda“ (2004), die ihr eine OSCAR Nominierung als Beste Nebendarstellerin einbringen sollte. Sophie war zudem die erste farbige Schauspielerin nach Angela Bessett (1994), die eine NAACP Image Award Nominierung für dieselbe Rolle bekam, für die sie auch für den OSCAR nominiert wurde. „Hotel Ruanda“ bedeutete den internationalen Durchbruch für die Mimin. Danach war sie an der Seite von Ewan McGregor und Billy Nighy im Action-Abenteuer „Stormbreaker“ (2006) zu sehen, und im selben Jahr stand sie für die Comic-Verfilmung „Aeon Flux“ (2006) neben Charlize Theron vor der Kamera. 2007 wurde sie für den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie oder einem Fernsehfilm für „Tsunami – Die Killerwelle“ (2006) nominiert und 2009 kam sie mit "Die Bienenhüterin" (2009) in die deutschen Lichtspielhäuser. Die Theaterarbeit ist Sophie Okonedo aber nach wie vor wichtig. Die Mimin, die aus ihrer früheren Beziehung mit dem irischen Cutter Eoin Martin ihre Tochter Aoife hat, sagt, dass ein Jahr ohne Theater für sie ein verlorenes sei.


Filmographie Sophie Okonedo

  • 1991: Young Soul Rebels
  • 1991: Casualty (TV-Serie)
  • 1992: Maria's Child (TV)
  • 1993: Age of Treason (TV)
  • 1994: The Bill (TV-Serie)
  • 1995: The Governor (TV-Serie)
  • 1995: Go Now! Jetzt erst recht
  • 1995: Ace Ventura - Jetzt wirds wild
  • 1996: Staying Alive (TV-Serie)
  • 1996: Deep Secrets (TV)
  • 1996: Murder Most Horrid (TV-Serie)
  • 1997: Der Schakal
  • 1999: Lover oder Loser
  • 1999: Mad Cows
  • 2000: In Defence (TV-Serie)
  • 2000: Peaches
  • 2000: Never Never (TV)
  • 2001: Once Seen
  • 2001: Table 12 (TV-Serie)
  • 2001: Sweet Revenge (TV)
  • 2002: Dead Casual (TV)
  • 2002: Kleine schmutzige Tricks
  • 2002: Clocking Off (TV-Serie)
  • 2003: Cross My Heart
  • 2003: Im Angesicht des Feindes (TV)
  • 2003: Spooks (TV-Serie)
  • 2003: Alibi (TV)
  • 2003: Doctor Who: Scream of the Shalka (TV-Serie) (nur Stimme)
  • 2004: Hotel Ruanda
  • 2004: Whose Baby?
  • 2005: Born with Two Mothers (TV)
  • 2005: Blitz: London´s Firestorm
  • 2005: Aeon Flux
  • 2006: Scenes of a Sexual Nature
  • 2006: Stormbreaker
  • 2006: Flash Frames
  • 2006: The True Voice of Rape (TV)
  • 2006: Celebration
  • 2006: Tsunami - Die Killerwelle (TV)
  • 2007: Mein Kind vom Mars
  • 2007: Oliver Twist (TV)
  • 2008: Skin
  • 2009: Die Bienenhüterin
  • 2009: Criminal Justice (TV-Serie)
  • 2009: Father & Son (TV-Serie)
  • 2010: Mrs Mandela (TV)
  • 2010: Doctor Who (TV-Serie)
  • 2010: Whole Lotta Sole

Filmpreise

OSCAR Nominierungen:
2004: Beste Nebendarstellerin: Hotel Ruanda