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Jerry Lewis
Joseph Levitch
Biographie
© unbekannt
| Geboren am | 16.3.1926 | in | Newark, New Jersey, USA | Autor | Thomas Ays |
|---|
„Hollywood: Das ist ein riesengroßer Make-up-Tisch, umgeben von angsterfüllten Menschen.“
Es gibt bestimmt nicht viele, aber vor allem nicht viele Amerikaner, die Jerry Lewis nicht kennen. In den 50er und 60er Jahren feierte der Comedy-Star furiose Erfolge und das nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im Fernsehen und vor allem aber auf der Bühne. A Tribute to the King of Comedy. Am 16. März wurde der große Jerry Lewis stolze 80 Jahre alt. Moviesection gratuliert dem Komiker, Produzenten, Drehbuchautoren und Regisseur herzlich zum Geburtstag.
Als Joseph Levitsch im Staat New Jersey geboren, wuchs er bei Verwandten auf. Bereits mit fünf Jahren stand er auf der Bühne und trällerte feuchtfröhlich Kinderlieder. Die Bretter, die die Welt bedeuten sollte er so schnell nicht wieder verlassen. Auch während er kellnerte und Würstchen verkaufte liebte er die Bühnenluft ganz besonders.
Mit 20 Jahren kam es dann zu einer schicksalhaften Begegnung. In einer Bar lernte er den Schnulzensänger Paul Dino Crocetti, besser bekannt als Dean Martin, kennen. Die Idee, gemeinsam auf Tour zu gehen, war schnell geboren und wurde für beide eine der besten Gedankenblitze ihre Karriere. Ihr Programm gestaltete sich recht einfach: Jerry tollpatschte durch die Gegend, schnitt Grimassen und stolperte über die Bühne, Dean Martin gab den sympathischen Frauenhelden. Das Duo wurde ein grandioser Hit.
1948 entdeckte die Produktionsfirma Paramount die beiden und nahm sie unter Vertrag. Im Laufe ihrer äußerst erfolgreichen Karriere drehte das Duo Martin / Lewis 16 (!) gemeinsame Filme, die alle auch noch außerordentlich erfolgreich wurden. Hinzukamen weiterhin Bühnen- und Radioshows, sowie einige TV-Auftritte, kurzum: Die Amerikaner liebten ihre Stars abgöttisch. 1956 kam dann das Aus für die beiden. Ihre berufliche Zusammenarbeit war beendet und sollte auch nicht wieder aufleben.
1957 drehte Jerry Lewis seinen ersten Film ohne Dean Martin. „Dümmer als die Polizei erlaubt“ war der Auftakt zu einer erfolgreichen „Solokarriere“. Es geschah, was auf der Bühne Programm war: Lewis brachte alle zum Lachen, Dean Martin machte als Charaktermime (zumindest zeitweise) Karriere. Jerry Lewis war der Liebling der Amerikaner geblieben. Verschob er sein Gesicht, lag ihm die Nation dies- und jenseits des großen Teichs zu Füssen.
1960 zeigte Lewis dann, dass er mehr ist, als „nur“ ein Schauspieler. Der Regisseur, Drehbuchautor und der Produzent brach durch und brachte „Hallo, Page!“ in die internationalen Kinos. Zwei Jahre später führte er Regie bei dem äußerst erfolgreichen „Der verrückte Professor“, in dem er auch die Hauptrolle spielte und das Drehbuch schrieb. Hier konnte er als Spaßmacher und Frauenschwarm gleichermaßen überzeugen.
1972 drehte Lewis den Streifen „Der Tag, an dem der Clown weinte“. Der Film erzählt die Geschichte eines Clowns in einem KZ, der die Kinder zum Lachen bringt. Rechtliche Gründe verhinderten jedoch, dass der Film beendet wurde. Für den Künstler Jerry Lewis war dies ein schwerer Schlag.
In den restlichen 70er Jahren schien die Karriere des Filmstars beendet zu sein. Comebackversuche scheiterten, seine Filme floppten in den Vereinigten Staaten genauso, wie in Europa. Die Konsequenz war klar: Lewis zog sich nach und nach aus dem Filmgeschäft zurück und war nur noch vereinzelt im Fernsehen oder im Kino zu sehen – und wenn, dann in keiner Hauptrolle.
Ein Stern ist erloschen. Jerry Lewis, der sich seit mehr als 30 Jahren für schwerkranke Kinder einsetzt, macht in Hollywood nicht mehr von sich reden. Nun wurde der Comedy-Star 80 Jahre alt. Seine Arbeit inspirierte jahrzehntelang andere Künstler, sein Wissen teilte Lewis mit seinen Studenten der University of California, wo er von 1967 an als Filmprofessor arbeitete. In Texas soll es mal eine Frau gegeben haben, die sich über Jerry Lewis im wahrsten Sinne des Wortes „totgelacht“ haben soll. Ob die Geschichte stimmt, weiß keiner so recht – Vorstellbar ist sie auf jeden Fall, wenn man Jerry Lewis kennt.
Filmographie Jerry Lewis
- 1948: Welcome Aboard (TV-Serie)
- 1949: How to Smuggle a Hernia Across the Border (auch Regie, Drehbuch)
- 1949: My Friend Irma
- 1950: Irma, das unmögliche Mädchen
- 1950: The Milkman
- 1950: Krach mit der Kompanie
- 1951: That's My Boy
- 1952: Seemann, paß auf!
- 1952: Der Schrecken der 9. Division
- 1952: Der Weg nach Bali
- 1953: Der Prügelknabe
- 1953: Starr vor Angst
- 1953: Der Tolpatsch
- 1953: Narr im Harem
- 1954: Der sympathische Hochstapler
- 1954: Der Zirkusclown
- 1955: Noch einmal jung sein
- 1955: Maler und Mädchen
- 1956: Wo Männer noch Männer sind
- 1956: Jerry, der Glückspilz
- 1957: Dümmer als die Polizei erlaubt (auch Produzent)
- 1957: Der Regimentstrottel
- 1958: Fünf auf einen Streich (auch Produzent)
- 1958: Jerry außer Rand und Band (auch Produzent)
- 1959: Himmel, Arsch und Zwirn, fluchte der Maat
- 1959: Startime (TV-Serie)
- 1959: Li'l Abner
- 1960: Jerry, der Astronautenschreck
- 1960: Raymie
- 1960: Hallo, Page! (auch Regie, Drehbuch, Produzent)
- 1960: Jerry, der Familientrottel (auch Produzent)
- 1961: Zu heiß gebadet (auch Regie, Drehbuch, Produzent)
- 1961: Der Bürotrottel (auch Regie, Drehbuch)
- 1962: Geld spielt keine Rolle
- 1963: The Jerry Lewis Show (TV-Serie) (auch Drehbuch)
- 1963: Der verrückte Professor (auch Regie, Drehbuch)
- 1963: Das Ding - eine total, total verrückte Welt
- 1963: Der Ladenhüter
- 1964: Der Waschlappen (auch Regie, Drehbuch)
- 1964: Der Tölpel vom Dienst (auch Produzent)
- 1965: Ben Casey (TV-Serie) (auch Regie)
- 1965: Das Familienjuwel (auch Regie, Drehbuch, Produzent)
- 1965: Hullabaloo (TV-Serie)
- 1965: Rote Linie 7000
- 1965: Boeing-Boeing
- 1965: Jerry, der Patientenschreck (auch Regie, Produzent)
- 1966: Verflucht und zugenäht
- 1967: Der Spinner
- 1967: Ein Froschmann an der Angel (auch Regie, Drehbuch, Produzent)
- 1968: Silent Treatment
- 1969: Jerry, der Herzpatient (auch Produzent)
- 1969: The Bold Ones: The New Doctors (TV Serie) (nur Regie)
- 1970: Die Pechvögel (auch Regie)
- 1970: Wo bitte, geht's zur Front? (auch Regie, Produzent)
- 1970: A Christmas Night with the Stars (TV Serie)
- 1971: The Tonight Show Starring Johnny Carson (TV Serie)
- 1972: Der Tag, an dem der Clown weinte (auch Regie, Drehbuch) (unvollendet)
- 1980: Rascal Dazzle
- 1980: Alles in Handarbeit (auch Regie, Drehbuch)
- 1982: Slapstick
- 1983: King of Comedy
- 1983: Immer auf die Kleinen (auch Regie, Drehbuch)
- 1983: Saturday Night Live (TV-Serie)
- 1984: How Did You Get In? We Didn't See You Leave
- 1984: Brothers (TV-Serie) (nur Regie)
- 1984: Jerry, der total beknackte Cop
- 1987: Mein Kind darf nicht sterben
- 1989: Wiseguy (TV-Serie)
- 1989: Cookie
- 1990: Good Grief (TV-Serie) (nur Regie)
- 1990: Super Force (TV-Serie) (nur Regie)
- 1992: Der Letzte Komödiant - Mr. Saturday Night
- 1993: Mad About You (TV-Serie)
- 1993: Arizona Dream
- 1995: Funny Bones
- 1996: Der verrückte Professor
- (nur Drehbuch, Produzent)
- 2000: Familie Klumps und der verrückte Professor (nur Drehbuch, Produzent)
- 2003: Die Simpsons (TV-Serie) (nur Stimme)
- 2004: Miss Castaway and the Island Girls
- 2006: Law & Order: New York (TV-Serie)
- 2008: The Nutty Professor (nur Stimme)
- 2009: Curious George 2: Follow That Monkey!
- 2011: Max Rose
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1965: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Boeing-Boeing