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Detlev Buck
Biographie
© Delphi
| Geboren am | 1.12.1962 | in | Bad Segeberg, Schleswig-Holstein, Deutschland | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
Er ist Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, wenn es sein muss auch Kameramann und Cutter. Detlev Buck ist das, was man landläufig wohl unter dem Begriff Multitalent einordnen würde. Einer der gerne alle Fäden in Händen hält und einer, der nicht aufgibt. Eigentlich hätte der „holsteinische Jung“ den Hof seiner Eltern übernehmen sollen/können. Doch nach der Ausbildung zum Landwirt versuchte er sein Glück an der Hamburger Schauspielschule – und wurde abgelehnt. Kein Grund, um aufzugeben. Durch seinen ersten Film „Erst die Arbeit und dann?“ empfahl sich Detlev Buck für die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, wo er von 1985 bis 1989 studierte. Während dieser Zeit entstanden einige Filme, die später auch den Weg auf unsere Leinwände und Mattscheiben schafften. 1991 gründete Detlev Buck mit Claus Boje, Gesellschafter des Delphi-Kinos und Geschäftsführer des Delphi-Filmverleihs, die Boje-Buck Filmproduktion GbR (ab 1992: Boje-Buck Produktion GmbH).
Ab 1992 war Detlev Buck vermehrt als Schauspieler aktiv. Aber natürlich konnte er auch von Regieprojekten nicht lassen. 1996 wieder eine Kombiarbeit: „Männerpension“ kam auf ganzer Linie gut an und Detlev Buck überzeugte als Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor. Weitere Kinoprojekte mit Buck vor und/oder hinter der Kamera waren „Aimée & Jaguar“, „Sonnenallee“ und „Der grosse Bagarozy“ und etablierten den Schleswig-Holsteiner endgültig in der Branche. Auch Werbespots und Videoclips kamen in den 90er Jahren aus dem Hause Detlev Buck. So führte er für zwei Clips der Gruppe „Die Ärzte“ Regie.
Zu den bekannten Projekten von Detlev Buck ab dem Jahr 2000 gehörten „Herr Lehmann“, für den er den Deutschen Filmpreis in Gold als bester Nebendarsteller bekam, oder die Ostalgie-Komödie „NVA“, mit „Echt“-Sänger Kim Frank in der Hauptrolle. 2006 war er mit seiner viel beachteten Regiearbeit „Knallhart“ erneut in den Kinos. Der Streifen wurde bei den Berliner Filmfestspielen gleich zweifach ausgezeichnet und erhielt den Deutschen Filmpreis in Silber. 2007 verfilmte Buck das Buch von Cornelia Funke "Hände weg von Mississippi" und übernahm auch eine kleine Rolle als Dorfpolizist. Auch 2008 war Buck wieder mit einem seiner bekannten Cameo-Auftritte im Kino zu sehen. In der Liebeskomödie "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe", der von seiner Produktionsfirma betreut wurde, war er in einem kleinen Part mit dabei. Ganz als Schauspieler arbeitete er beim Projekt "Die Geschichte vom Brandner Kaspar".
Nach "Contact High" spielte Detlev Buck 2009 in dem bedrückenden Schwarz-Weiß-Film "Das weiße Band" und in dem Kostümstreifen "12 Meter ohne Kopf". 2010 konnten wir dann seine neue Regiearbeit "Same Same But Different" im Kino sehen. In der Hauptrolle dieser berührenden Liebesgeschichte war David Kross zu sehen. Buck überschritt mit diesem Film erstmals die Deutsche Landesgrenze und drehte seinen ersten Auslandsfilm. 2011 realisierte er die Komödie "Rubbeldiekatz". Hier war er auch wieder vor der Kamera zu sehen.
Detlev Buck hat eine Tochter.
Filmographie Detlev Buck
- 1984: Erst die Arbeit und dann? (auch Regie, Drehbuch)
- 1986: Normal bitte (nur Regie)
- 1987: Worauf wir abfahren (nur Regie)
- 1987: Eine Rolle Duschen (nur Regie, Schnitt)
- 1988: Was drin ist (nur Regie)
- 1990: Alles offen
- 1990: Hopnick (auch Regie, Drehbuch)
- 1990: Schwarzbunt Märchen (nur Regie, Produzent, Schnitt, Kamera)
- 1991: Karniggels (nur Regie, Drehbuch)
- 1992: Kinderspiele
- 1993: Wir können auch anders
- (auch Regie, Drehbuch)
- 1994: Alles auf Anfang
- 1995: Bismarckpolka
- 1995: Polizeiruf 110 - Über Bande (TV)
- 1995: Küß mich!
- 1995: Unter der Milchstraße
- 1995: Ein Elefant vergißt nie (nur Regie, Drehbuch)
- 1996: Männerpension
- (auch Regie, Drehbuch)
- 1996: Im Namen des Gesetzes (TV-Serie)
- 1997: Nackt im Cabrio (TV)
- 1998: Lift
- 1998: Candy - süße Versuchung, lauernde Gefahr
- 1998: Liebe deine Nächste! (auch Regie, Drehbuch)
- 1999: Aimée und Jaguar
- 1999: Sonnenallee
- (auch Drehbuch, Produzent)
- 1999: Der grosse Bagarozy
- 1999: Geschichten aus dem Leben (TV-Serie)
- 2000: Flashback - Mörderische Ferien
- 2000: Fernes Land Pa-Isch
- 2000: LiebesLuder (auch Regie, Drehbuch)
- 2001: Kuscheldoktor
- 2002: Platzangst
- 2002: Blue Moon
- 2003: Herr Lehmann
- 2003: Mein Name ist Bach
- 2004: Edel & Starck (TV-Serie)
- 2004: Nacktschnecken
- 2004: Liebe süß-sauer: Die Verlobte aus Shanghai (TV)
- 2005: NVA
- (auch Produzent)
- 2005: Kabale und Liebe
- (auch Produzent)
- 2006: Knallhart
- (nur Regie)
- 2006: Vom Ende der Eiszeit (TV)
- 2007: Hände weg von Mississippi
- (auch Regie)
- 2007: Midsummer Madness
- 2008: Hafen der Hoffnung - Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff (TV)
- 2008: Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
- (auch Produzent)
- 2008: Der Mond und andere Liebhaber
- 2008: Die Geschichte vom Brandner Kaspar
- 2008: 23 Tage - Das YouTube-Fan-Tagebuch (nur Regie, Drehbuch, Produzent)
- 2009: Contact High
- 2009: Der Kriminalist (TV-Serie)
- 2009: Das weiße Band
- 2009: 12 Meter ohne Kopf
- 2010: Same Same But Different
- (nur Regie, Produzent)
- 2010: Polizeiruf 110 - Risiko (TV)
- 2011: Rubbeldiekatz
- (auch Regie, Drehbuch, Co-Produktion)
- 2012: Die Vermessung der Welt (nur Regie, drehbuch)



