Jim Broadbent

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Biographie

Jim Broadbent © Buena Vista International

Geboren am 24.5.1949 in Lincoln, Lincolnshire, England, Großbritannien Autor Thomas Ays

„Ich liebe französische Filme. Sie sind nicht unbedingt größer, in ihnen ist aber Vertrauen, Präzision und Stärke zu finden. Wenn ich die Wahl habe, schaue ich mir immer den französischen Film an. Offensichtlich bekommen wir nur die Guten zu sehen. Diese Filme sind anspruchsvoll, ruhig und hintergründig auf so vielen Ebenen – wir machen solche Filme einfach nicht.“
Die Listen seiner Nominierungen und Filmpreisauszeichnungen sind lang. Noch länger ist seine Filmographie. Seit Ende der 70er Jahre bringt es Jim Broadbent auf über 100 Kino- und Fernsehrollen, in denen er immer wieder eindrucksvoll sein Talent unter Beweis stellen konnte. Der OSCAR als Bester Nebendarsteller war da nur selbstverständlich. Erwartungsgemäß kommt ein solcher Schauspieler, wie so oft, aus Großbritannien.
Seine Fernseh- und Kinokarriere begann zwar erst 1978, Schauspieler war Jim Broadbent jedoch schon früher. Wie viele seiner britischen Kollegen und Kolleginnen begann es auch für ihn auf der Bühne. Er durchlief sämtliche Stationen, die einen ruhmreichen Schauspieler auszeichnen. Die London Academy of Music and Dramatic Art beispielsweise schloss er 1972 mit Auszeichnung ab. Anschließend war er am Royal National Theatre zu sehen und auch der Royal Shakespeare Company gehörte Broadbent an, wie es sich für einen charismatischen Schauspieler aus englischen Landen gehört. Viele Jahre war er daraufhin auf Englands Bühnen unterwegs und erhielt so manch euphorischen Applaus.
Nach einigen kleinen Nebenrollen konnte er auch auf der Leinwand punkten. In „Die Hunde des Krieges“ spielte Broadbent seine erste, größere Rolle. 1984 war er in „Die Profi-Killer“, ein Jahr später in „Brazil“ zu sehen. 1987 spielte er in der Comic-Verfilmung „Superman IV - Die Welt am Abgrund“ neben Christopher Reeve die Rolle des Jean Pierre Dubois. Anfang der 90er Jahre war er in „The Crying Game - Die Frau des Soldaten“ und „Die Witwen von Widows Peak“ zu bewundern.
1994 engagierte ihn Woody Allen für seinen Streifen „Bullets Over Broadway“. Anschließend folgten viele, für Jim Broadbent sehr erfolgreiche Projekte. „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ kam 1997 in die Kinos, „Topsy-Turvy - Auf den Kopf gestellt“ zwei Jahre später. Auch in den beiden Bridget Jones-Teilen „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“ (2001) und „Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns“ (2004) war er zu sehen. Der größte Erfolg des Charaktermimen jedoch lag genau zwischen diesen beiden Filmen: In „Moulin Rouge“ spielte Broadbent die Rolle des Harold Zidler, dem „Chef“ und Mentor von Satine (gespielt von Nicole Kidman). Unfassbar, das Broadbent für diese Rolle keine OSCAR Nominierung erhielt. Kidman jedenfalls konnte sich über eine solche freuen. Ohne die unglaubliche Präsenz ihres charismatischen Partners jedoch wäre das wohl nicht möglich gewesen. Neben den Hauptdarstellern Kidman / Ewan McGregor adelte Jim Broadbent „Moulin Rouge“ außerordentlich.
Der zweite Film, „Iris“, kam ebenfalls 2001 in einige wenige, ausgewählte Kinos. Neben der natürlich wie immer überzeugenden, großartigen Leistung von Hauptdarstellerin Judi Dench war Jim Broadbent als ihr Ehemann, der Literaturkritiker John Bayley, zu sehen. Hier konnte der Engländer vollends punkten. Er spielte diese Rolle mit einer derartigen Zurückhaltung, dass er sowohl beim Publikum, als auch bei den Filmpreis-Verleihungen der Welt abräumen konnte. Eine Nominierung für diese Rolle erhielt er bei den BAFTA Awards, den Broadcast Film Critics Association Awards, den European Film Awards, den Satellite Awards und den Screen Actors Guild Awards. Doch es hagelte nicht nur Nominierungen, sondern auch Auszeichnungen: So erhielt er für diese Rolle natürlich den OSCAR als Bester Nebendarsteller, den NBR Award, den Los Angeles Film Critics Association Award, als auch den Golden Globe. Man kann getrost sagen, dass die Rolle des John Bayley zu den größten Glücksgriffen der Karriere des Jim Broadbent gehört.
2002 stand er dann unter der Regie von Martin Scorsese in dessen Epos „Gangs of New York“ vor der Kamera und auch in „In 80 Tagen um die Welt“ und „Vanity Fair“ war der Engländer zu sehen.
Ende 2005 spielte er die Nebenrolle des kauzigen Onkels in dem Kinderfilm „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“. 2009 kam er als Prof. Slughorn in "Harry Potter und der Halbblutprinz" in die Kinos. 2011 folgte "Another Year" und im März 2012 das politische Biopic "Die Eiserne Lady". Weitere Projekte mit dem charismatischen Engländer sind bereits in der Mache.
Jim Broadbent ist seit 1987 mit Anastasia Lewis verheiratet.


Filmographie Jim Broadbent

  • 1978: The Life Story of Baal (TV)
  • 1978: Der Todesschrei
  • 1979: The Passage (ungenannt)
  • 1980: Phoelix
  • 1980: BBC2 Playhouse (TV-Serie)
  • 1980: Breaking Glass
  • 1981: Die Hunde des Krieges
  • 1981: Time Bandits
  • 1981: Birth of a Nation (TV)
  • 1982: Bird of Prey (TV-Serie)
  • 1982: Uliisses
  • 1982: Walter (TV)
  • 1982: Play for Today (TV-Serie)
  • 1982: Objects of Affection (TV-Serie)
  • 1983: Walter and June (TV)
  • 1983: Dead On Time
  • 1983: Only Fools and Horses (TV-Serie)
  • 1983: The Black Adder (TV-Serie)
  • 1984: The Man Who Shot Christmas
  • 1984: Messiah (TV) (auch Drehbuch)
  • 1984: Crown Court (TV-Serie)
  • 1984: Die Profi-Killer
  • 1985: Brazil
  • 1985: Happy Families (TV-Serie)
  • 1985: Good Father - Die Liebe eine Vaters
  • 1985: Silas Marner: The Weaver of Raveloe (TV)
  • 1985: Victoria Wood: As Seen on TV (TV-Serie)
  • 1986: Der Versicherungsbeamte Dr. K. (TV)
  • 1987: Running Out of Luck
  • 1987: Superman IV - Die Welt am Abgrund
  • 1988: Vroom! - Ab in die Freiheit
  • 1988: Blackadder's Christmas Carol (TV)
  • 1988: Die Unglaublichen Geschichten von Roald Dahl (TV-Serie)
  • 1988: Theater Night (TV-Serie)
  • 1988: Dramarama (TV-Serie)
  • 1989: Revolution!! (TV) (auch Drehbuch)
  • 1989: Erik, der Wikinger
  • 1989: The Staggering Stories of Ferdinand De Bargos (TV-Serie)
  • 1989: Victoria Wood (TV-Serie)
  • 1991: Gone to the Dogs (TV-Serie)
  • 1991: The Hangover (nur Stimme)
  • 1991: Work! (TV)
  • 1991: Das Leben ist süß
  • 1991: Nona (TV)
  • 1992: Murder Most Horrid (TV-Serie)
  • 1992: Gone to Seed (TV-Serie)
  • 1992: Verzauberter April
  • 1992: Inspector Morse (TV-Serie)
  • 1992: Two Mikes Don't Make a Wright (nur Drehbuch)
  • 1992: The Crying Game - Die Frau des Soldaten
  • 1992: A Sense of History (TV) (auch Drehbuch)
  • 1993: The Comic Strip Presents... (TV-Serie)
  • 1993: Wide-Eyed and Legless (TV)
  • 1993: Prince Cinders (nur Stimme)
  • 1994: Die Witwen von Widows Peak
  • 1994: Prinzessin Caraboo
  • 1994: Bullets Over Broadway
  • 1995: The Last Englishman (TV)
  • 1995: Richard III
  • 1995: Wilder Zauber
  • 1995: The Peter Principle (TV-Serie)
  • 1996: Joseph Conrads Der Geheimagent
  • 1997: Brambly Hedge (TV-Serie)
  • 1997: Fräulein Smillas Gespür für Schnee
  • 1997: Ein Fall für die Borger
  • 1998: Mit Schirm, Charme und Melone
  • 1998: Die Stimme ihres Lebens
  • 1999: Comic Relief: Doctor Who and the Curse of Fatal Death
  • 1999: Topsy-Turvy - Auf den Kopf gestellt
  • 1999: Big Day (auch Drehbuch)
  • 2000: Percy the Park Keeper (TV-Serie)
  • 2001: Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück
  • 2001: Moulin Rouge
  • (auch Sänger)
  • 2001: Iris
  • 2002: The Gathering Storm (TV)
  • 2002: The King's Beard (nur Stimme)
  • 2002: Gangs of New York
  • 2002: Nicholas Nickleby
  • 2003: Anna Spud
  • 2003: Bright Young Things
  • 2003: Pancho Villa - Mexican Outlaw
  • 2003: The Young Visiters (TV) (auch Ex.Produzent)
  • 2004: Tooth
  • 2004: In 80 Tagen um die Welt
  • 2004: Pride
  • 2004: Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten
  • 2004: Vera Drake
  • 2004: Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns
  • 2005: The Magic Roundabout
  • 2005: Robots
  • (nur Stimme)
  • 2005: Spider-Plant Man (TV)
  • 2005: Valiant (nur Stimme)
  • 2005: Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
  • 2006: Art School Confidential
  • 2006: Free Jimmy (nur Stimme)
  • 2006: The Street (TV-Serie)
  • 2006: Longford (TV)
  • 2007: Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis
  • (auch Sänger)
  • 2007: Die Zeit, die uns noch bleibt
  • 2008: Tales of the Riverbank (nur Stimme)
  • 2008: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
  • 2008: Einstein and Eddington (TV)
  • 2008: Tintenherz
  • 2008: Lost and Found (TV) (nur Stimme)
  • 2009: The Damned United
  • 2009: Harry Potter und der Halbblutprinz
  • 2009: Perrier's Bounty
  • 2010: Young Victoria
  • 2010: Any Human Heart (TV-Serie)
  • 2011: Another Year
  • 2011: Exile (TV-Serie)
  • 2011: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2)
  • 2011: Arthur Weihnachtsmann
  • (nur Stimme)
  • 2012: Die Eiserne Lady
  • 2012: Der Wolkenatlas
  • 2012: Filth
  • 2013: Postman Pat: The Movie - You Know You're the One (nur Stimme)

Filmpreise

Gewonnene Golden Globes:
2001: Bester Nebendarsteller: Iris

Gewonnene OSCARs:
2001: Bester Nebendarsteller: Iris