Christian Tramitz

Biographie

Christian Tramitz © Constantin Film

Geboren am 13.7.1955 in München, Bayern, Deutschland Autor Kathrin Lang

Christian Tramitz wurde in eine Filmfamilie hineingeboren. Als Enkel des erfolgreichen österreichischen Schauspielers Paul Hörbiger und als Sohn des Filmproduzenten Rudolf Tramitz standen ihm schon früh viele Türen offen. Dennoch entschied er sich zunächst für einen anderen beruflichen Werdegang und studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft. Die Schauspielerei zählte jedoch schon früh zu seinen Leidenschaften, weshalb Tramitz bereits während seinem Studium professionellen Unterricht nahm.

Den Start seiner Karriere markiert Tramitz’ frühe Arbeit für den Münchner Radiosender ‚Radio Gong’. Dort lernte er auch Michael Herbig kennen, mit dem er zusammen die Sendung „Die Bayern-Cops“ vertonte. 1996 wurde schließlich die Fernsehsendung „Isar 3“ ausgestrahlt, die auf den „Bayern-Cops“ aufbaute und Tramitz sein erstes Fernsehengagement bescherte. Ein deutschlandweit bekanntes Gesicht wurde der gebürtige Münchner jedoch erst ein Jahr später, als er neben Michael „Bully“ Herbig und Rick Kavanian als drittes festes Mitglied der „Bullparade“ engagiert wurde. Als überaus erfolgreiches Comedy-Trio eroberten Herbig, Kavanian und Tramitz nicht nur die nationalen Bildschirme, sondern schnell auch die Leinwände. „Der Schuh des Manitu“ avancierte 2001 mit rund 12 Millionen Zuschauern zu einer der erfolgreichsten deutschen Filmproduktionen überhaupt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis in der Kategorie ‚Publikumspreis’ sowie mit dem Bambi in der Kategorie ‚Film National’. Nicht ganz so erfolgreich, aber dennoch mehr als zufriedenstellend, verlief es im Sommer 2004, als mit „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ die nächste große „Bully“-Produktion in Deutschland an den Start ging. Die deutsche Komödie erreichte für seine 6 Millionen Kinobesucher innerhalb von nur 18 Tagen die Goldene Leinwand mit Stern und ging damit als der beste in Deutschland registrierte Kinostart aller Zeiten ein. 2007 kam mit „Lissi und der wilde Kaiser“ schließlich die dritte „Bully“-Produktion in unsere Kinos. Tramitz fungierte für die Animations-Komödie als Synchronsprecher. Mit nur rund 2,8 Millionen Zuschauern ist „Lissi und der wilde Kaiser“ die bislang schlecht besuchteste Produktion der erfolgreichen Comedians.

Christian Tramitz ließ sich einige Male jedoch auch ohne seine beiden Kollegen Herbig und Kavanian auf der Leinwand blicken. Unter anderem ergatterte er bereits 2000 eine Nebenrolle in „Erkan und Stefan“, stellte 2004 sein komödiantisches Talent in „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ unter Beweis und war 2007 in der deutschen Erfolgsproduktion „Keinohrhasen“ mit von der Partie. Nach einer Nebenrolle in Ute Wielands Teenager-Komödie „Freche Mädchen“, agierte er 2009 schließlich erneut an der Seite von Rick Kavanian, als die Komödie „Mord ist mein Geschäft, Liebling“ in die Kinos kam. Seinem Genre stets treu bleibend, übernahm er 2010 in der Komödie „Jerry Cotton“ die Titelrolle.

Neben der Schauspielerei betätigte sich Tramitz bereits seit vielen Jahren erfolgreich und leidenschaftlich gerne auch als Synchronsprecher. Bislang lieh er zahlreichen Hollywoodstars seine Stimme – unter anderem Matt Dillon in „Wild Things“, Jackie Chan in „Karate Bomber“ und John Cusack in „Class“. Zudem synchronisierte er immer wieder Figuren erfolgreicher Animationsfilme. So war es Tramitz, der dem Clownfisch Marlin in „Findet Nemo“ oder dem putzigen Hund Bolt in „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ seine Stimme lieh. 2010 synchronisierte er zudem den „Ken“ im PIXAR-Erfolgsfilm "Toy Story 3".


Filmographie Christian Tramitz