Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Mia Farrow
Maria de Lourdes Villiers-Farrow
Biographie
© Tobis
| Geboren am | 9.2.1946 | in | Los Angeles, Kalifornien, USA | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
"Ich will eine großartige Karriere, einen großartigen Mann und ein großartiges Leben. Man muss in großartigen Dimensionen denken - das ist die einzige Möglichkeit, es zu schaffen... Ich könnte es nicht aushalten, anonym zu sein." (das sagte Mia Farrow einst über ihre Erwartungen ans Leben.
Sicherlich ist die Herkunft der Schauspielerin mit ein Grund für solch enorme Erwartungen. Geboren wurde sie als Maria de Lourdes Villiers Farrow am 09. Februar 1946 in Los Angeles. Ihre Eltern waren der bekannte Regisseur John Farrow und die Schauspielerin und "Tarzan-Jane" Maureen O´Sullivan, ihre Paten die Klatschkolumnistin Louella Parsons und der berühmte Regisseur George Cukor. Wie sollte jemand, der in einem solchen Millieu aufwächst, es nicht zumindest in Erwägung ziehen, selbst beim Film Karriere zu machen?
Mia wuchs in einer großen Familie mit fünf Geschwistern auf und erkrankte im Alter von neun Jahren an Polio - sicherlich ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Kindheit. Doch weitere Schicksalsschläge folgten: Als sie 13 war, kam ihr älterer Bruder Michael bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, ihren Vater verlor sie im Alter von 17 Jahren. Eine wichtige Mentorin für Mias Filmkarriere war die Schauspielerin Vivien Leigh, die mit Mias Mutter zusammen eine Privatschule besucht hatte und die sich jetzt dafür einsetzte, dass Mia die Rolle der Cecily in einer New Yorker Neuinszenierung von "The Importance of Being Earnest" bekam. Leigh telefonierte dann mit allen möglichen Agenten und Casting-Direktoren um sicherzugehen, dass diese die Show auch ansehen würden. 1959 hatte Mia dann ihr Filmdebüt, zunächst waren ihre Rollen allerdings noch sehr klein. Zwischen 1964 und 1968 spielte sie in mehr als 500 Folgen der Fernsehserie "Peyton Place" mit und erreichte dadurch eine gewisse Bekanntheit. Das war auch die Zeit, in der sie mit dem legendären Frank Sinatra verheiratet war (1966 - 1968). Plötzlich wurde die junge Frau Mutter (wenn auch nur Stiefmutter) von Franks Kindern Nancy, Tina und Frank Jr., der älter war, als Mia selbst. In dieser Zeit der Ehe mit Sinatra wurde "Rosemaries Baby" (1968) von Roman Polanski gedreht, der Film, mit dem sie zum ersten Mal wirkliche Aufmerksamkeit erregte. Mia spielte die Rolle der ahnungslosen, werdenden Mutter, die für ihren Ehemann (John Cassavetes) das Kind des Teufels austrägt - und sie spielte diese Rolle wirklich überzeugend! Hier bildete sich auch ihr Image der zerbrechlichen Kindfrau heraus, der sensiblen, verletzlichen grauen Maus, die aber durch ungeheure Intelligenz überzeugen kann. Die Entscheidung, die Rolle der Mattie Ross neben John Wayne in dem heutigen Klassiker "Der Marshal" (1969) abzulehnen, bezeichnet die Farrow als größten Fehler in ihrer Karriere. Dafür spielte sie in jenem Jahr an der Seite von Dustin Hoffman in "John und Mary".
1970 heiratete die Schauspielerin den Musiker André Previn, mit dem sie sechs Kinder hatte, drei davon waren adoptiert. Es folgten weitere große Filme wie "Der Halunke" (1972) mit Jean Paul Belmondo und "Der große Gatsby" (1964) mit Robert Redford. Aber erst nach Mias Scheidung von André Previn rückte sie von 1981 an als Lebensgefährtin von Woody Allen ins Rampenlicht. Ihr endgültiger Durchbruch kam, als sie nach dem Film "A Midsummer Night´s Sex Comedy" (1982) zu Allens Muse wurde. Er schrieb viele weitere Rollen für Mia - das Paar drehte insgesamt 13 gemeinsame Filme, unter anderem "The Purple Rose of Cairo" (1985), "Hannah und ihre Schwestern" (1986) und "New Yorker Geschichten" (1989). Außerdem war die Farrow die Stimme des Einhorns/Amalthia in der Zeichentrickversion von "Das letzte Einhorn" (1982). Allen und Farrow haben drei gemeinsame Kinder, davon zwei adoptierte. Im Jahr 1992 trennten sich die beiden in einer wahren Schlammschlacht.
Mia Farrow war auf dem allerersten Titelblatt des "People Magazine" abgebildet und die erste amerikanische Schauspielerin, die als Mitglied von Londons ruhmreicher Royal Shakespeare Company angenommen wurde. 1992 wurde sie von Nina Siemaszko in "Sinatra" (TV) dargestellt und 1995 von Patsy Kensit in "Love and Betrayal: The Mia Farrow Story" (TV). 1997 erschien ihre Autobiographie "What Falls Away". Mia Farrow ist UNICEF Sondervertreterin und hat insgesamt zehn Kinder adoptiert. Sie lebt mit ihrer Familie in einem riesigen Appartmentgebäude, direkt neben Manhattans legendärem "Dakota apartment house", das teuflischer Schauplatz zu "Rosemaries Baby" war. Just vor diesem Haus wurde auch Mias Freund John Lennon, der für ihre jüngere Schwester den Song "Dear Prudence" geschrieben hatte, erschossen. Im Horrorfilm "Das Omen", der am 06. 06. 06 in den Kinos erschien, zeigte die Farrow eine großartige Leistung. Zuletzt konnte man sie in "Arthur und die Minimoys" bewundern.
Filmographie Mia Farrow
- 1959: Beherrscher der Meere
- 1964: Schüsse in Batasi
- 1964: Peyton Place (TV-Serie)
- 1967: Johnny Belinda (TV)
- 1968: Der Todestanz eines Killers
- 1968: Rosemary's Baby
- (auch Sängerin)
- 1968: Die Frau aus dem Nichts
- 1969: John und Mary
- 1971: Stiefel, die den Tod bedeuten
- 1971: Goodbye, Raggedy Ann (TV)
- 1972: Ein liebenswerter Schatten
- 1972: Der Halunke
- 1974: Der große Gatsby
- 1976: Peter Pan (TV)
- 1977: Full Circle
- 1978: Eine Hochzeit
- 1978: Avalanche
- 1978: Tod auf dem Nil
- 1979: Hurricane (1979)
- 1982: Sarah (TV)
- 1982: Eine Sommernachts-Sexkomödie
- 1982: Das letzte Einhorn
- (nur Stimme, auch Sängerin)
- 1983: Zelig
- 1984: Broadway Danny Rose
- 1984: Supergirl
- 1985: Purple Rose of Cairo
- 1986: Hannah und ihre Schwestern
- 1987: Radio Days (auch Sängerin)
- 1987: September
- 1988: Eine andere Frau
- 1989: New Yorker Geschichten
- 1989: Verbrechen und andere Kleinigkeiten
- 1990: Alice
- 1990: Long Ago and Far Away (TV)
- 1992: Schatten und Nebel
- 1992: Ehemänner und Ehefrauen
- 1994: Die Witwen von Widows Peak
- 1995: Miami Rhapsody
- 1995: Wer hat Angst vorm Weihnachtsmann?
- 1996: Angela Mooney
- 1997: Redux Riding Hood (nur Stimme)
- 1998: Stille Helden (TV)
- 1999: Coming Soon
- 1999: Forget Me Never (TV)
- 2000: Third Watch - Einsatz am Limit (TV-Serie)
- 2001: A Girl Thing (TV-Serie)
- 2002: Julie Lydecker (TV)
- 2002: Purpose
- 2002: The Secret Life of Zoey (TV)
- 2004: Samantha: An American Girl Holiday (TV)
- 2006: Das Omen
- 2006: Dein Ex - Mein Albtraum
- 2007: Arthur und die Minimoys
- 2008: Abgedreht
- 2009: Arthur und die Minimoys 2 - Die Rückkehr des bösen M
- 2010: The Darfur Archives
- 2010: Arthur und die Minimoys 3 - Die große Entscheidung
- 2011: Dark Horse
Filmpreise
Golden Globe - Nominierungen:
1969: Bestes Schauspielerin - Drama: Rosemaries Baby
1970: Beste Schauspielerin - Musical or Comedy: John and Mary
1985: Beste Schauspielerin - Musical or Comedy: Broadway Danny Rose
1986: Beste Schauspielerin - Musical or Comedy: The Purple Rose of Cairo
1991: Beste Schauspielerin - Musical or Comedy: Alice
Gewonnene Golden Globes:
1965: Beste Newcomerin



