Tommy Lee Jones

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Biographie

Tommy Lee Jones © Warner Bros. Pictures

Geboren am 15.9.1946 in San Saba, Texas, USA Autor Stefanie Rufle

„Ich bin sehr glücklich. Diese Typen kennen meinen Namen. Sie wissen, wer ich bin. Nicht schlecht, für einen kleinen indianischen Jungen. Nicht schlecht!“ (Tommy Lee Jones)
Kaum zu glauben, aber wahr. Tommy Lee Jones, einer der ganz großen Charakterdarsteller Hollywoods ist einfach nur zufrieden darüber, dass berühmte Filmstars seinen Namen kennen… Dieser Ausspruch des berühmten Mimen hat einen hohen Aussagecharakter, zeigt er doch, dass Jones irgendwo in seinem Inneren immer noch der einfache texanische Junge ist, der einst zusammen mit seinem Vater auf den Ölfeldern Geld verdiente. So verwundert es auch kaum zu hören, dass der Schauspieler neben seiner Filmarbeit zwei Ranches in seiner Heimat San Antonio bewirtschaftet und dort Rinder und Polo-Ponys züchtet. Seine Einstellung dazu ist eine ganz pragmatische: „Ich liebe die Schauspielerei und ich liebe die Landwirtschaft.“ Eine der wohl berühmtesten Rollen von Tommy Lee Jones ist die des Verfolgers von Harrison Ford im Action-Thriller „Auf der Flucht“ (1993), für die er einen Golden Globe und einen OSCAR als Bester Nebendarsteller erhielt.

Am 15. September 1946 wurde Tommy Lee Jones als erster Sohn von Lucille Marie und Clyde Jones in San Saba, Texas geboren. Die Großmutter des Jungen gehörte dem Stamm der Cherokee an. Drei Jahre nach Tommys Geburt bekam das Ehepaar nochmals einen Sohn, der allerdings als Kind starb. Als Jugendlicher jobbte Tommy zusammen mit seinem Vater, der Ölarbeiter war, auf den Ölfeldern. Über ein Football-Stipendium kam er auf die Eliteschule St. Mark´s School of Texas und dann auf die Universität von Harvard, wo er Anglistik studierte. Tommys Zimmergenosse war der spätere US-Vizepräsident Al Gore, mit dem er bis heute befreundet ist und dessen Präsidentschaftskampagne er im Jahr 2000 unterstützte. Nach seinem Abschluss ging Jones nach New York, wo er erste Rollen am Theater erhielt und in Broadway-Inszenierungen wie „A Patriot for Me“ an der Seite von Maximilian Schell spielte. Seine erste Kinorolle war die des Kommilitonen von Ryan O´Neal im Liebesfilm „Love Story“ (1970) und fünf Jahre später bekam Jones seine erste Hauptrolle im kanadischen Film „Eliza´s Horoscope“ (1975). Inzwischen war er nach Los Angeles gezogen und erhielt dort eine Nebenrolle im Pilotfilm der erfolgreichen Serie „3 Engel für Charlie“ (1976). Größere Aufmerksamkeit erregte der Mime mit der Titelrolle im TV-Mehrteiler „Der legendäre Howard Hughes“ (1977) und jetzt erhielt er immer öfter Hauptrollen, wie etwa in den Filmen „Die Augen der Laura Mars“ (1978) oder „Nashville Lady“ (1980), für die er mit seinem ersten Golden Globe ausgezeichnet wurde.

Für die Rolle des Mörders Gary Gilmore in „Das Lied des Henkers“ (1982) erhielt Tommy einen Emmy und von nun an folgten große Rollen wie die des Vietnam-Veterans in „Der Herrscher des Central Parks“ (1986), „Stormy Monday“ (1988) oder „Die Killer-Brigade“ (1989). Für seine Rolle des Clay Shawn im Thriller „JFK – Tatort Dallas“ (1991) wurde Jones für den OSCAR nominiert und zwei Jahre später durfte er den Goldjungen dann tatsächlich für seine Rolle in „Auf der Flucht“ (1993) in Händen halten. Es folgten die Filme „Natural Born Killers“ (1994), wo Tommy neben Jessica Lange zu sehen war, die Grisham-Verfilmung „Der Klient“ (1994) mit Susan Sarandon und „Operation Blue Sky“ (1994). In „Batman Forever“ (1995) gab Jones „Two Face“ und im selben Jahr präsentierte er mit dem Film „Einmal Cowboy, immer ein Cowboy“ (1995) seine erste Regiearbeit. Es folgte der Katastrophenfilm „Volcano“ (1997) und im selben Jahr rettete Tommy zusammen mit Will Smith im erfolgreichsten Film des Jahres „Men in Black“ (1997) die Erde. In „Auf der Jagd“ (1998), der Fortsetzung von „Auf der Flucht“ war der Mime erneut als Marshal Samuel Gerard zu sehen. Im Jahr darauf spielte er im Thriller „Doppelmord“ (1999) und stand anschließend mit Clint Eastwood, Donald Sutherland und James Garner für „Space Cowboys“ (2000) vor der Kamera. 2002 folgte „Men in Black 2“ (2002) und im Jahr darauf spielte Jones mit „Die Stunde des Jägers“ (2003) und „The Missing“ (2003) gleich in zwei äußerst erfolgreichen Streifen mit. 2008 war Tommy in „No Country for Old Man“ (2008) der Coen-Brüder und „Im Tal von Elah“ (2008) zu sehen, für den er eine OSCAR Nominierung als Bester Hauptdarsteller erhielt. Im Jahr darauf kam er mit "In the Electric Mist" (2009) in die deutschen Kinos und 2011 war neben Ben Affleck und Kevin Costner im Drama "Company Men" (2011) zu sehen. Im selben Jahr flimmerte der Mime neben Chris Evans, Hugo Weaving, Richard Armitage, Samuel L. Jackson und Stanley Tucci in der Comic-Verfilmung "Captain America: The First Avenger" (2011) über die deutschen Leinwände. Im dritten Teil der erfolgreichen "Men in Black"-Reihe war Jones 2012 erneut an der Seite von Will Smith zu sehen.

Obwohl Tommy Lee Jones nie Schauspielunterricht nahm, ist er ein äußerst starker, explosiver, aber auch nachdenklicher Mime, der sowohl in Neben-, wie auch in Hauptrollen durchweg überzeugen kann. Er sagte dazu einmal: „Man ist immer auf der Suche nach guten Rollen, guten Geschichten und einem guten Studio, mit dem man zusammenarbeiten kann. Charaktere ohne Integrität sind dabei ebenso interessant wie durchweg integere Charaktere.“ Angeblich besitzt Jones die Filmrechte zu Cormac McCarthys kontroversem Roman „Blood Meridian“, der als nicht verfilmbar gilt. Tommy, der ein erfolgreicher Polo-Spieler ist, ist seit 2001 in dritter Ehe mit der Kameraassistentin Dawn Maria Laurel verheiratet. Dass er Humor hat, beweist folgendes Zitat:
„Ich habe mich köstlich über eine Bemerkung von Howard Hawks amüsiert. Er sagte, es sei von enormer Bedeutung, nichts von einem Schauspieler zu verlangen, was er nicht kann. Dasselbe gilt auch für ein Pferd.“


Filmographie Tommy Lee Jones

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1980: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Nashville Lady

Gewonnene Golden Globes:
1993: Bester Nebendarsteller: Auf der Flucht

OSCAR Nominierungen:
1991: Bester Nebendarsteller: JFK - Tatort Dallas
2007: Bester Haupdarsteller: Im Tal von Elah

Gewonnene OSCARs
1993: Bester Nebendarsteller: Auf der Flucht