Diane Keaton

Diane Hall

Biographie

Diane Keaton © Warner Bros. Pictures

Geboren am 5.1.1946 in Los Angeles, Kalifornien, USA Autor Stefanie Rufle

„Ich hatte eine Karriere, wurde erst spät Mutter und bin nicht verheiratet. Ich hatte nie das, was man eine vertrauensvolle Beziehung zu einem Mann nennt – und Vertrauen ist es doch, woraus die wahre Kraft der Liebe kommt.“ (Diane Keaton)
Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Diane Keaton besticht durch ihr intensives Spiel – auf einzigartige Weise verkörpert sie die kühle und beherrschte Frau der oberen Mittelklasse. Ihre Karriere wurde stark von der Zusammenarbeit mit den beiden großen Regisseuren Woody Allen und Francis Ford Coppola geprägt. Sechs Golden Globe- und drei OSCAR Nominierungen darf sie auf ihrem Konto verbuchen und zwei Golden Globes und einen OSCAR durfte sie bisher mit nach Hause nehmen. Ihre größten Erfolge feierte die Schauspielerin an der Seite ihrer jeweiligen Lebensgefährten Woody Allen, Warren Beatty und Al Pacino, was aber nie ihren Status als eigenständige Mimin in Frage stellte.

Am 05. Januar 1946 wurde Diane Hall als ältestes von vier Kindern in Los Angeles geboren. Ihre Eltern waren die Hausfrau Dorothy Keaton und der Ingenieur Jack Hall. Zu Beginn ihrer Karriere übernahm sie den Nachnamen ihrer Mutter als Künstlernamen, da es bereits eine Schauspielerin namens Diane Hall gab. Sie ist übrigens nicht verwandt mit Michael Keaton, dessen richtiger Name Michael Douglas ist, den er aber aus verständlichen Gründen ebenfalls nicht behalten konnte. Diane studierte zunächst Schauspiel am Santa Ana College und zog dann mit neunzehn Jahren nach New York, um ihre Ausbildung am Neighbourhood Playhouse zu beenden. Sie hatte das große Glück, zu Beginn ihrer Karriere die richtige Rolle zu bekommen: Sie durfte 1968 eine der Hauptrollen im Broadway-Musical „Hair“ spielen – und das, obwohl sie sich weigerte, am Ende des 1. Akts nackt aufzutreten. Durch „Hair“ wurde Diane Keaton zum Star und durfte 1969 neben Woody Allen im Broadway-Stück „Mach’s noch einmal, Sam“ auf der Bühne stehen. Für diese Rolle bekam Diane einen Tony-Award. Sie und Woody wurden daraufhin ein Paar und lebten für längere Zeit zusammen. 1972 folgte der gleichnamige Kinofilm, in dem auch Allen ihr Partner war, und im selben Jahr spielte sie in Francis Ford Coppolas Kassenschlager „Der Pate“ (1972) die Ehefrau von Al Pacino. Auch in den beiden Fortsetzungen sollte Keaton später zu sehen sein. Als ihr bis heute erfolgreichster Film gilt Woody Allens „Der Stadtneurotiker“ (1977), für den sie sowohl den OSCAR als Beste Hauptdarstellerin, als auch einen Golden Globe als Beste Schauspielerin erhielt. Dieser Meilenstein der Gesellschaftskomödie, der zugleich das bittersüße Porträt einer Ehe ist, wurde außerdem als bester Film des Jahres gekürt. „Der Stadtneurotiker“, dessen englischer Originaltitel „Annie Hall“ lautet, hatte Woody Allen speziell für sie geschrieben, ihr richtiger Nachname ist ja Hall und ihr Spitzname lautet Annie. 1977 wurde Keaton außerdem noch für den Golden Globe als Beste Schauspielerin für ihre Rolle in „Auf der Suche nach Mr. Goodbar“ (1977) nominiert. Es folgten noch mehrere gemeinsame Filme mit Woody Allen, ehe sich das Paar schließlich trennte. Allen sagte über Diane Keaton:
„Im wahren Leben glaubt Keaton an Gott. Sie glaubt aber auch, dass das Radio funktioniert, weil winzige Menschen drin sind.“

Nach der Trennung von Woody Allen hatte Diane eine Affäre mit Warren Beatty. An seiner Seite spielte sie in „Reds“ (1981), was ihr eine OSCAR Nominierung als Beste Hauptdarstellerin einbrachte. Es folgten Filme wie „Flucht zu dritt“ (1984), „Verbrecherische Herzen“ (1986) und die Komödien „Baby Boom – Eine schöne Bescherung“ (1987), „Vater der Braut“ (1991), die Fortsetzung „Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2“ (1995) und „Der Club der Teufelinnen“ (1996) mit Bette Midler und Goldie Hawn. Mehr und mehr zeigte sich dabei Keatons großes komödiantisches Können, das zunehmend zu ihrem Markenzeichen wurde. 1993 übernahm die Mimin kurzfristig die Hauptrolle in Woody Allens „Manhattan Murder Mystery“ (1993), nachdem dessen Lebensgefährtin Mia Farrow, die die Rolle eigentlich übernehmen sollte, sich von ihm getrennt hatte – Diane erhielt hierfür eine Golden Globe Nominierung. Mit Leonardo DiCaprio, Robert De Niro und Meryl Streep stand sie für „Marvins Töchter“ (1996) vor der Kamera und in „Ganz normal verliebt“ (1999) war Juliette Lewis ihre Partnerin. Für ihren ersten selbst inszenierten Kinofilm „Entfesselte Helden“ (1995) erhielt die Keaton viel Beifall, und es sollten noch weitere Regiearbeiten folgen. Sie inszenierte unter anderem einige Episoden der TV-Serien „Twin Peaks“ und „China Beach“ und verschiedene Musikvideos. In „Aufgelegt!“ (2000) spielte sie die Hauptrolle und führte gleichzeitig Regie, und für ihre Darstellung in „Was das Herz begehrt“ (2004) an der Seite von Jack Nicholson erhielt Diane Keaton einen Golden Globe als Beste Schauspielerin und außerdem eine OSCAR Nominierung. In jüngerer Zeit war sie in Komödien wie „Die Familie Stone – verloben verboten“ (2005) und „Von Frau zu Frau“ (2007) zu sehen. Für die Komödie "Morning Glory" (2011) stand sie neben Harrison Ford, Rachel McAdams, Jeff Goldblum und Patrick Wilson vor der Kamera.

„Ich baue eine Mauer um mich herum. Ich bin schwer zu durchschauen. Jede Charaktereigenschaft wird schlimmer, je älter man wird.“ (Diane Keaton)
Im Alter von fünfzig Jahren wurde Diane Keaton zum ersten Mal Mutter. 1996 adoptierte sie die 1995 geborene Dexter Keaton und 2001 den 2000 geborenen Duke Keaton.


Filmographie Diane Keaton

  • 1970: Liebhaber und andere Fremde
  • 1970: Love, American Style (TV-Serie)
  • 1970: Night Gallery (TV-Serie)
  • 1971: Men of Crisi: The Harvey Wallinger Story (TV)
  • 1971: FBI (TV-Serie)
  • 1971: Mannix (TV-Serie)
  • 1972: Der Pate
  • 1972: Mach’s noch einmal, Sam
  • 1973: Der Schläfer
  • 1974: Der Pate 2
  • 1975: Love and Death
  • 1975: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko
  • 1976: Ich will, ich will ... vielleicht
  • 1976: Und morgen wird ein Ding gedreht
  • 1977: Auf der Suche nach Mr. Goodbar
  • 1977: Der Stadtneurotiker
  • (auch Sängerin)
  • 1977: Der Pate - Die Saga (TV-Serie)
  • 1978: Innenleben
  • 1979: Manhattan
  • 1981: Reds (auch Sängerin)
  • 1981: The Wizard of Malta
  • 1982: Der Konflikt - Du oder Beide
  • 1984: Die Libelle
  • 1984: Flucht zu dritt
  • 1986: Verbrecherische Herzen
  • 1987: Alles über Himmel und Hölle (nur Regisseurin, Drehbuch)
  • 1987: Radio Days (auch Sängerin)
  • 1987: Baby Boom - Eine schöne Bescherung
  • 1988: Der Preis der Gefühle
  • 1989: Lemon Sisters (auch Produzentin)
  • 1990: CBS Schoolbreak Special (TV-Serie) (nur Regisseurin)
  • 1990: China Beach (TV-Serie) (nur Regisseurin)
  • 1990: Belinda Carlisle: Runaway Videos (nur Regisseurin)
  • 1990: Das Geheimnis von Twin Peaks (TV-Serie) (nur Regisseurin)
  • 1990: Der Pate 3
  • 1991: Vater der Braut
  • 1991: Wilde Alice (TV) (nur Regisseurin)
  • 1992: First Lady im Zwielicht (TV)
  • 1993: Manhattan Murder Mystery
  • 1993: Kuck mal wer da jetzt spricht
  • (nur Stimme)
  • 1994: Amelia Earhart: Der letzte Flug (TV)
  • 1995: Entfesselte Helden (auch Regisseurin)
  • 1995: Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut 2
  • 1996: Der Club der Teufelinnen
  • (auch Sängerin)
  • 1996: Marvins Töchter
  • 1997: The Only Thrill
  • 1997: Northern Lights (TV) (auch Ex.Produzentin)
  • 1999: On What a Time it was (TV-Serie) (nur Produzentin)
  • 1999: Ganz normal verliebt
  • 1999: Mother´s Helper (nur Regisseurin)
  • 2000: Hanging Up (nur Regisseurin)
  • 2000: Aufgelegt!
  • (auch Regisseurin)
  • 2001: Das Geheimnis von Pasadena (TV-Serie) (nur Ex.Produzentin, Regisseurin)
  • 2001: Stadt, Land, Kuss
  • 2001: Sister Mary Explains It All (TV)
  • 2001: Plan B (auch Produzentin)
  • 2001: Pasadena (TV-Serie) (nur Produzentin und Regisseurin)
  • 2002: Crossed Over (TV) (auch Ex.Produzentin)
  • 2003: Elephant (nur Ex.Produzentin)
  • 2003: On thin Ice (TV) (auch Ex.Produzentin)
  • 2004: Was das Herz begehrt
  • 2005: Surrender Dorothy (TV) (auch Ex.Produzentin)
  • 2005: Terminal Impact
  • 2005: Die Familie Stone - Verloben verboten
  • 2007: Mama´s Boy
  • 2007: Von Frau zu Frau
  • 2007: Smother
  • 2008: Mad Money
  • 2011: Morning Glory
  • 2011: Tilda (TV)
  • 2012: Darling Companion
  • 2012: The Big Wedding

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1977: Beste Schauspielerin - Drama: Auf der Suche nach Mr. Goodbar
1981: Beste Schauspielerin - Drama: Reds
1982: Beste Schauspielerin - Drama: Shoot of the Moon
1984: Beste Schauspielerin - Drama: Mrs. Soffel
1987: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Baby Boom - Eine schöne Bescherung
1993: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Manhattan Murder Mystery

Gewonnene Golden Globes:
1977: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Der Stadtneurotiker
2003: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Was das Herz begehrt

OSCAR Nominierungen:
1981: Beste Hauptdarstellerin: Reds
1996: Beste Hauptdarstellerin: Marvins Töchter
2003: Beste Hauptdarstellerin: Was das Herz begehrt

Gewonnene OSCARs
1977: Beste Hauptdarstellerin: Der Stadtneurotiker