Val Kilmer

Val Edward Kilmer

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Biographie

Val Kilmer © Warner Bros. Pictures

Geboren am 31.12.1959 in Los Angeles, Kalifornien, USA Autor Melanie Frommholz

“Große Filmproduktionen sind ein Spaß: Es ist toll mit Privatjets zu fliegen, viel Geld zu verdienen und all diese Dinge zu haben, die mit Hollywood zusammen hängen. Aber sie nehmen Dir einen großen Teil Deines eigenen Lebens.“
Wechselhaft – Ein Attribut, das sich aufdrängt wenn man sich mit der Karriere des Val Kilmer beschäftigt. Der amerikanische Schauspieler, der zum Jahreswechsel 1959 geboren wurde, kam als jüngster Schüler mit gerade mal 17 Jahren an die renommierten New Yorker Juilliard School und machte bald in Theaterrollen wie „Richard III“ oder „Macbeth“ von sich reden. Als Co-Autor von Theaterstücken zeigte er früh, dass er ein vielseitiges Talent besitzt. 1983 gab Kilmer, der auf einer Ranch in Kaliforniern aufwuchs, sein Debüt am Broadway mit dem Stück „Slab Boys“. Es folgten weitere Engagements für Shakespeare-Stücke wie zum Beispiel „Heinrich VI“. Val Kilmer sagte einmal über das Theater: “Es ist die erfüllendste Sache, die ich tun kann und ich bekomme es auch noch bezahlt.“

1984 wagte Val Kilmer mit „Top Secret” den Sprung ins Kino- und Fernsehgeschäft. Die Actionkomödie brachte ihm nicht nur gleich eine Hauptrolle sondern auch ein sehr positives Echo von Kritik und Publikum. 1986 folgte mit „Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ als Widersacher von Tom Cruise der nächste Blockbuster. Der Fliegerfilm ist heute ein Stück 80er-Kult. In den folgenden Jahren hatte Val Kilmer bei der Rollenauswahl ein glückliches Händchen und sicherte sich abwechslungsreiche Parts. Mit „Willow“ spielte er in einem Fantasy-Streifen und in „The Doors“ gab er beeindruckend den Frontman der Band Jim Morrison und sang die Konzert-Passagen selbst. Dieser Film katapultierte ihn endgültig in Hollywoods erste Reihen. Es folgten die Streifen „Halbblut“, „True Romance“ und „Tombstone“. 1995 trat Val Kilmer mit „Batman forever“ dann ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger Michael Keaton war für viele Fans „DER“ Batman und Kilmer erntete für seine Fledermausdarstellung viel Häme. Der Erfolg von „Heat“ im selben Jahr dürfte das wieder gut gemacht haben. Auch „Der Geist und die Dunkelheit“ und „The Saint“ liefen in den Folgejahren gut. Val Kilmer schaffe es, nicht in einer Schublade zu landen und immer wieder eine neue Facette an sich zu zeigen.

“Ich habe eine Menge Jobs nur des Geldes wegen gemacht oder weil sie gerade das Beste waren, was geboten wurde.“
Vielleicht hätte Val Kilmer einfach ein bisschen mehr Geduld haben sollen und sich mit seiner Rollenauswahl etwas mehr Zeit nehmen. Je näher die Jahrtausendwende rückte, desto weniger gut lief es mit der Karriere von Val Kilmer. Zwar drehte er immer noch viel, doch die Projekte reichten nicht an seine alten Erfolge heran. Das Drama „Auf den ersten Blick“ geriet zu schmalzig. In „Pollock“ war Ed Harris der Star. Der Si-Fi-Streifen „Red Planet“ hatte einfach keine gute Story zu bieten. „The Salton Sea“ zeigte einen starken Val Kilmer, doch der Film schaffe es nicht in die internationalen Kinos. Nachdem „Hard Crash“ dann zum Totalausfall geriet war Kilmer raus aus Hollywoods A-Liga. Über Nebenrollen und kleinere Produktionen blieb Val Kilmer im Geschäft und mit ausgewählten Parts in „Alexander“ oder auch als schwuler Privatdetektiv Gay Perry in "Kiss Kiss Bang Bang" setzte er wieder ein Ausrufezeichen hinter seinen Namen. Letztere Rolle bescherte Val Kilmer 2005 einen Satellite Award. 2006 spielte der Schauspieler in „Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit“ an der Seite von Denzel Washington und seit 2008 ist er als Stimme von K.I.T.T. in der TV-Serie „Knight Rider” zu hören.

Val Kilmer gehörte nach wie vor zu den Vieldrehern in Hollywood und nach wie vor war seine Rollenwahl recht wechselhaft, genau wie der Erfolg der Filme. Für 2010 waren alleine 8 neue Projekte angekündigt. Den Anfang machte „Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen“ zusammen mit Nicolas Cage. Außerdem spielte er in „Mr. Nobody“. 2011 erschien der Thriller „Bulletproof Gangster“ bei uns auf DVD.

“Die Poesie ist eine sehr subjektive und intime Ausrucksform. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes dein Herzschlag, dein Rhythmus, der Song deiner Seele. (…)“
2007 veröffentlichte Val Kilmer mit „Jack’s Gandhi“ ein Buch mit Gedichten und freier Poesie, das er seinen Kindern widmete. Das Titelbild des Buches stammt von seinem Sohn.

“Ich vermisse meine Kinder. Ich vermisse sie auf so viele Arten, dass ich es nicht erklären kann.“.
Val Kilmer lernte bei den Dreharbeiten zu „Willow“ die Schauspielerin Joanne Whalley kennen und lieben. Das Paar war von 1989 bis 1996 verheiratet. Aus der Beziehung hat Kilmer eine Tochter, Mercedes, und einen Sohn, Jack.


Filmographie Val Kilmer