David Niven †

James David Graham Niven

Biographie

David Niven © United Artists

Geboren am
Gestorben am:
1.3.1910
29.07.1983
in London, England, Großbritannien
Château-d'Oex, Schweiz
Autor Melanie Frommholz

"Ich genieße mein glückliches Leben und ich habe nicht den stillen Wunsch, den Hamlet zu spielen oder als Schauspieler ernst genommen zu werden. Man hat mich zu meinem Glück für meine Filme unverschämt überbezahlt und das freut mich." (David Niven)

Der englische Schauspieler David Niven wurde als James David Graham Niven 1910 als Sohn des Berufsoffiziers William Edward Graham Niven geboren. Der Vater fiel im Alter von 27 Jahren im Ersten Weltkrieg und seine Mutter Henrietta Niven heiratete Sir Thomas Comyn-Platt, einen Politiker. Nivens Kindheit und Jugend war gekennzeichnet von vielen Schulwechseln und einem eher unterkühlten Verhältnis zu seinem Stiefvater. Schließlich landete Niven an der Militärakademie Sandhurst und diente vier Jahre lang als Soldat. Im Alter von 23 Jahren beendete David Niven seine Militärkarriere und ging nach Kanada, wo er unter anderem als Whisky-Verkäufer arbeitete. Sein Weg führte ihn weiter ins sonnige Kalifornien. Über Komparsenrollen gelang dem Briten der Einsteig ins Filmgeschäft. Bald erhielt Niven auch größere Rollen, oft war er in Uniformrollen zu sehen, oder auch als typischer englischer Gentleman. Erst 1939 gelang ihm mit der Emily-Bronté-Verfilmung „Stürmische Höhen“ ein großer Erfolg und der endgültige Durchbruch.

David Nivens Schauspielkarriere wurde von Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Er wurde eingezogen und drehte, abgesehen von ein paar Propagandafilmen wie zum Beispiel „The First of the Few“, erst wieder nach Kriegsende. Zu den größten Erfolgen gehörte in dieser Zeit „In 80 Tagen um die Welt“, „Bonjour Tristesse“ oder „Getrennt von Tisch und Bett“. Für letzteren erhielt David Niven 1959 den OSCAR als Bester Hauptdarsteller. Insgesamt war der britische Schauspieler mit dem markanten Schnauzer in über 100 Filmen zu sehen. Mit seiner Produktionsfirma Four Star Playhouse, die er zusammen mit Ida Lupino, Charles Boyer 1952 gegründet hatte, war er auch als Produzent tätig. Unvergessen sind bis heute seine Auftritte als Sir Charles Litton in den Pink Panther-Filmen zum Ende seiner Karriere. Doch nicht nur vor einer Kamera konnte David Niven die Menschen begeistern, sondern auch als Autor. So fanden seine autobiographischen Bücher „Der Mond ist ein Ballon“ und „Bringt die leeren Pferde“ großen Anklang.

Von 1940 bis zu ihrem tragischen Unfalltod 1946 war David Niven mit Primula Rollo verheiratet. Aus dieser Ehe hatte Niven zwei Söhne. 1948 heiratete Niven die Schwedin Hjordis Paulina Tersmeden. Das Paar hatte zwei Töchter. David Niven verstarb am 29. Juni 1983 in Chateau-D'Oex in der Schweiz. Er litt an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (Motor Neurone Disease).


Filmographie David Niven

  • 1932: There Goes the Bride (ungenannt)
  • 1933: Eyes of Fate (ungenannt)
  • 1934: Cleopatra
  • (ungenannt)
  • 1935: San Francisco im Goldfieber (ungenannt)
  • 1935: A Feather in Her Hat
  • 1935: Meuterei auf der Bounty
  • (ungenannt)
  • 1935: Splendour
  • 1935: Erpresser
  • 1936: Der Verrat des Surat Khan
  • 1936: Geliebter Rebell
  • 1936: Palm Springs
  • 1936: Rose-Marie
  • 1936: Thank You, Jeeves!
  • 1936: Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds
  • 1937: Das Mädchen mit der Maske
  • 1937: Der Gefangene von Zenda
  • 1937: We Have Our Moments
  • 1938: Blaubarts achte Frau
  • 1938: The Dawn Patrol
  • 1938: Three Blind Mice
  • 1938: Vier Mann - Ein Schwur
  • 1939: Die Findelmutter
  • 1939: Raffles
  • 1939: Stürmische Höhen
  • 1939: Verrat im Dschungel
  • 1939: Zauberer der Liebe
  • 1942: The First of the Few
  • 1944: The Way Ahead
  • 1946: Die wunderbare Puppe
  • 1946: Irrtum im Jenseits
  • 1947: Eine brennende Liebe
  • 1947: Engel sind überall
  • 1947: The Perfect Marriage
  • 1948: Betrogene Jugend
  • 1948: Bonnie Prince Charlie
  • 1949: A Kiss for Corliss
  • 1949: A Kiss in the Dark
  • 1949: The First of the Few
  • 1950: Das Geheimnis der scharlachroten Blume
  • 1950: Der Fischer von Louisiana
  • 1950: Nash Airflyte Theatre (TV-Serie)
  • 1951: Appointment with Venus
  • 1951: Drei auf Abenteuer
  • 1951: Glücklich und verliebt
  • 1951: Schlitz Playhouse of Stars (TV-Serie)
  • 1952: Celanese Theatre (TV-Serie)
  • 1952: Chesterfield Presents (TV-Serie)
  • 1952: Robert Montgomery Presents (TV-Serie)
  • 1952: The Lady Says No
  • 1953: Hollywood Opening Night (TV-Serie)
  • 1953: Liebes Lotterie
  • 1953: Wolken sind überall
  • 1954: Happy Ever After
  • 1954: Four Star Playhouse (TV-Serie)(auch Produzent)
  • 1955: Carrington V.C.
  • 1955: Des Königs Dieb
  • 1956: The Star and the Story (TV-Serie)
  • 1956: Die falsche Eva
  • 1956: In 80 Tagen um die Welt (1956)
  • 1956: The Silken Affair
  • 1957: Die kleine Hütte
  • 1957: Goodyear Television Playhouse (TV-Serie)
  • 1957: Mein Mann Gottfried
  • 1957: Oh, Men! Oh, Women!
  • 1957: Mr. Adams and Eve (TV-Serie)
  • 1958: Abenteuer im wilden Westen (TV-Serie)(auch Regie, Produzent)
  • 1958: Alcoa Theatre (TV-Serie)
  • 1958: Bonjour tristesse
  • 1958: Getrennt von Tisch und Bett
  • 1958: Goodyear Theatre (TV-Serie)
  • 1959: Ehegeheimnisse
  • 1959: Immer die verflixten Frauen
  • 1959: The David Niven Show (TV-Serie)
  • 1960: Meisterschaft im Seitensprung
  • 1960: The DuPont Show with June Allyson (TV-Serie)
  • 1961: Die Kanonen von Navarone
  • 1962: Conquered City
  • 1962: Der Weg nach Hongkong (ungenannt)
  • 1962: Flucht aus dem Dunkel
  • 1962: Heute Abend, Dick Powell! (TV-Serie)
  • 1962: Liebenswerte Gegner
  • 1962: The Shortest Day
  • 1963: 55 Tage in Peking
  • 1963: Amos Burke (TV-Serie)
  • 1963: Der Rosarote Panther (1963)
  • 1964: Gauner gegen Gauner (TV-Serie)
  • 1964: Zwei erfolgreiche Verführer
  • 1965: Dolche in der Kasbah
  • 1965: Lady L
  • 1967: Casino Royale
  • 1967: Die Schwarze 13
  • 1968: Alles was verboten ist
  • 1968: Die Pille war an allem schuld
  • 1969: Bevor der Winter kommt
  • 1969: Das Superhirn
  • 1969: The Extraordinary Seaman
  • 1969: The Statue
  • 1972: König, Dame, Bube
  • 1974: Das Gespenst von Canterville (TV)
  • 1974: Vampira
  • 1975: David Niven's World (TV-Serie)
  • 1975: Papiertiger
  • 1976: Das Große Ferienabenteuer
  • 1976: Eine Leiche zum Dessert
  • 1977: Abenteuer auf Schloß Candleshoe
  • 1978: Tod auf dem Nil
  • 1979: Der Furchtlose (TV-Serie)
  • 1979: Der Supercop
  • 1979: Flucht nach Athena
  • 1980: Der Löwe zeigt die Krallen
  • 1980: Die Seewölfe kommen
  • 1982: Der Rosarote Panther wird gejagt
  • 1982: Ein Opa kommt selten allein
  • 1983: Der Fluch des rosaroten Panthers

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1957: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Mein Mann Gottfried

Gewonnene Golden Globes:
1953: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Wolken sind überall
1958: Bester Schauspieler - Drama: Getrennt von Tisch und Bett

Gewonnene OSCARs:
1958: Bester Schauspieler: Getrennt von Tisch und Bett