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Heath Ledger †
Heath Andrew Ledger
Biographie
© Tobis
|
Geboren am Gestorben am: |
4.4.1979 22.01.2008 |
in |
Perth, Western Australia, Australien Manhattan, New York City, New York, USA |
Autor | Thomas Ays |
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„Ich bin nicht gut im Zukunftspläneschmieden. Ich plane überhaupt nicht und weiß nicht was ich morgen tue. Ich habe keinen Timer und auch kein Tagebuch. Ich lebe komplett im Hier und Jetzt. Nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft.“ Heath Ledger wurde nur 28 Jahre alt.
Der blonde Sunnyboy wurde 1979 in Australien geboren. Bereits mit 14 Jahren stand er vor einer Filmkamera. Mit der Komödie „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ konnte er 1999, mit gerade einmal 20, einen ersten Hit im Kino landen. Erstmals wurde der Name Heath Ledger ein Begriff im Sprachschatz von jungen (und auch älteren) Mädchen. Zwei Jahre später dann ein weiterer Meilenstein in seiner jungen Karriere. Neben Mel Gibson war Heath in dem Drama „Der Patriot“ zu sehen und konnte erneut beim Publikum punkten. Nur ein Jahr später der absolute Durchbruch. Mit „Ritter aus Leidenschaft“ wurde er nicht nur Publikumsliebling, sondern auch ein echter Begriff auf der großen Leinwand. Von nun an war Heath Ledger ein Star und aus dem Kino nicht mehr wegzudenken.
Mit „Monsters Ball“ durfte der Australier dann in einer Nebenrolle neben Halle Berry mal in einer gänzlich anderen Rolle auftreten. Im selben Jahr startete auch das Drama „Die vier Federn“, mit Ledger in der Hauptrolle in den internationalen Kinos. Nach den eher mäßig erfolgreichen Filmen „Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly“, „Sin Eater - Die Seele des Bösen“ und „Dogtown Boys“, kam er neben Matt Damon in „Brothers Grimm“ in unsere Kinos.
2006 war er dann „Casanova“ und außerdem in „Candy“ zu sehen und entzückte in beiden Rollen erneut das weibliche Publikum. Ebenfalls im Jahr 2006 kam er als schwuler Cowboy in dem hochgelobten und OSCAR-prämierten Film „Brokeback Mountain“ auf unsere Leinwände. Am Set lernte er auch seine Kollegin Michelle Williams kennen – und lieben. Die beiden bekamen 2005 Töchterchen Matilda Rose. Im September 2007 trennte sich das Paar überraschend. „Brokeback Mountain“-CoStar Jake Gyllenhaal ist übrigens Matildas Patenonkel.
„Den Joker zu spielen war definitiv der größte Spaß, den ich je mit einer Figur hatte. Er ist völlig außer Kontrolle: Er hat kein Einfühlungsvermögen, er ist ein Soziopath, ein Psychopath und ein massenmörderischer Clown. Und ich habe es wirklich genossen, ihn zu spielen! Es hat alle Erwartungen erfüllt und überschritten, die ich an ihn hatte!“ Die letzte Rolle.
Nach „I’m not there“ war er im August 2008 das letzte Mal in einem abgeschlossenen Film zu sehen. Als Joker in der langerwarteten Comicverfilmung „The Dark Knight“ erfüllte und übertraf er alle Erwartungen. Am 22. Januar 2008 wurde der Schauspieler von seiner Haushälterin in seiner New Yorker Wohnung tot aufgefunden. Ein Verbrechen und Selbstmord schloss die Polizei aus. Es sei wohl ein Unfall mit Schlaftabletten gewesen, laut Autopsie. Noch im November 2007 gab Ledger in einem Interview an, er könne schlecht schlafen und eine Schlaftablette ließe ihn nur etwa eine Stunde Ruhe finden.
Viel zu früh verließ Heath Ledger die große Leinwand. Über seine Arbeit sagte der Australier einmal: „Ich habe das Gefühl, dass ich meine Zeit damit verbringe, mich zu wiederholen. Ich kann nicht sagen, dass ich stolz auf meine Arbeit bin. Es ist das gleiche, wie mit allem, was ich tue: Der Tag, an dem ich sage „Es ist gut!“ ist der Tag, an dem ich etwas anderes tun sollte.“
Als im Januar 2009 die Golden Globes vergeben wurden und Heath tatsächlich die Auszeichnung posthum als Bester Nebendarsteller erhielt, freuten sich sowohl seine Fans als auch die Kritiker. In bewegenden Worten bedankte sich Regisseur Christopher Nolan im Namen und Gedenken des Schauspielers. Im Februar folgte auch verdient der OSCAR in der Kategorie Bester Nebendarsteller. Der Award wurde dankbar von Heath Ledgers Familie entgegen genommen.
Im Januar 2010 kam dann „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ in die Kinos. Hier wurde die Rolle Heath Ledgers, der den Film leider nicht beenden konnte, von Kollegen, wie Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law ersetzt.
Filmographie Heath Ledger
- 1992: Clowning Around (ungenannt)
- 1993: Ship to Shore (TV-Serie)
- 1996: Sweat (TV-Serie)
- 1997: Blackrock
- 1997: Home and Away (TV-Serie)
- 1997: P.C. - Ein Genie auf vier Pfoten
- 1997: Conor, der Kelte (TV-Serie)
- 1999: 10 Dinge, die ich an dir hasse
- 1999: Two Hands
- 2000: Der Patriot
- 2001: Ritter aus Leidenschaft
- 2002: Monster's Ball
- 2002: Die vier Federn
- 2003: Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly
- 2004: Sin Eater - Die Seele des Bösen
- 2005: Dogtown Boys
- 2005: Brothers Grimm
- 2006: Casanova
- 2006: Brokeback Mountain
- 2006: Candy
- 2008: I`m not there
- 2008: The Dark Knight
- 2010: Das Kabinett des Dr. Parnassus
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
2005: Bester Schauspieler - Drama: Brokeback Mountain
Gewonnene Golden Globes:
2008: Bester Nebendarsteller: The Dark Knight (posthum)
OSCAR Nominierungen:
2005: Bester Hauptdarsteller: Brokeback Mountain
Gewonnene OSCARs:
2008: Bester Nebendarsteller: The Dark Knight (posthum)



